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Virenscanner im Vergleich - Test der besten Antivirenprogramme 2016

Virenscanner Test Es gibt inzwischen zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Virenscanner auf dem Computer-Markt. Wir testen regelmäßig die besten Virenscanner und stellen die Testergebnisse hier - unter anderem in Form einer tabellarischen Rangliste - online. Wir sind bestrebt, die Virenscanner möglichst objektiv zu bewerten. Die Ranglisten-Platzierungen setzen sich zusammen aus eigenen Tests mit zahleichen Viren-Samples, monatlich ~ 3000 Leser-Bewertungen und aus den Testergebnissen von einzelnen Online-, Offline-Medien. Aktualisiert wird die Rangliste immer zu Beginn eines Monats. Letzter Testdurchlauf: 1. Mai 2016

Die Viren-Erkennungsrate der Antivirenprogramme schwankte in unserem letzten Virenscanner Test zwischen 68 und 99.9 Prozent. Einen 100-Prozentigen Virenschutz gibt es nicht. Und wird es auch nie geben! Kein Betriebssystem und kein Antivirenprogramm kann Ihnen den “totalen” Schutz bieten. Selbst der Virenscanner, der in unserem Virenscanner Test mit einer Erkennungsrate von 99.9 Prozent glänzte, kann Schädlinge übersehen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit bei einem Virenscanner mit einer durchschnittlichen Erkennungsrate von 99.9 Prozent weit geringer, als bei einem Antivirenprogramm mit einer durchschnittlichen Erkennungsrate von nur 68 Prozent.

Virenscanner Test - Rangliste der besten Virenscanner 2016

Diese Virenscanner Rangliste soll Ihnen einen schnellen Überblick über die Schutzleistung und Bedienbarkeit der bekanntesten Antivirenprogramme verschaffen. In den beiden Bewertungs-Disziplinen Schutz und Software können die Virenscanner maximal 10,0 Punkte erreichen. Weitere Informationen zu den Testergebnissen und zur Bewertung finden Sie weiter unten.

Bestwerte werden
Grün
gekennzeichnet. Letztes Update: 1. Mai 2016.

Platz Virenscanner Schutz Software Gesamt Preis
1
Bitdefender Internet Security 2016
10,0
9,5
19,5
49,95 Euro*
*Die 5-Jahres-Lizenz gibt es bereits für einmalige 89,95 Euro (nur 17,99 Euro/Jahr). Für alle anderen Bitdefender-Lizenzen finden Sie weiter unten einen 25 Prozent Rabattcode.
Testsieger bei AV-Test, Chip, Com, PC-Online, PC-Mag, PC-News, PCgo, PC Welt ...
2
Kaspersky Internet Security 2016 9,5
9,0
18,5 39,95 Euro
3
Norton Security Deluxe 8,5 8,5 17,0 34,99 Euro
4
Emsisoft Internet Security 8,5 8,0 16,5 49,95 Euro
5
G Data Internet Security 8,0 7,5 15,5 25,99 Euro
6
F-Secure Internet Security 8,0 6,0 14,0 35,98 Euro
7
ESET Smart Security 8,0 4,0 12,0 34,95 Euro
7
Avira Internet Security 7,5 4,5 12,0 44,95 Euro
9
Avast Free Antivirus 7,5 3,5 11,0
Kostenlos
Der Virenscanner landet als einziger Gratis-Virenscanner unter die Top 10. Die Top 3 Virenscanner bieten jedoch einen deutlich besseren Schutz! Mehr dazu hier.
10
AVG Internet Security 7,5 3,0 10,5 39,95 Euro
10
AVG Anti-Virus Free 7,5 3,0 10,5
Kostenlos
10
Avira Free Antivirus 2016 7,5 3,0 10,5
Kostenlos
10
McAfee Internet Security 7,0 3,5 10,5 17,99 Euro
14
Norman Security Suite Pro 6,5 3,5 10,0 36,00 Euro
15
Webroot Internet Security 6,0 3,0 9,0 36,00 Euro
15
Ad-Aware Pro Security 6,0 3,0 9,0 36,00 Euro
17
Microsoft Security Essentials 5,5 2,5 8,0
Kostenlos
Microsoft Security Essentials ist für viele die erste Verteidigungslinie gegen Schädlinge. Leider erkennt das Programm nur sehr wenige Schädlinge.

Schutzwirkung der Antivirenprogramme

Virenprogrammierer kennen die Vorgehensweise der verschiedenen Virenscanner bis ins Detail. Sie versuchen immer wieder, ihre Viren so anzupassen, dass sie nicht erkannt werden. Längst gibt es Viren, die gezielt Antivirenprogramme angreifen, um sie entweder zu deaktivieren oder aber ihre Scann-Dateien zu manipulieren.

Ein Virenscanner mit einer Malware-Erkennungsrate unterhalb der 90 Prozent bietet keinen zuverlässigen Schutz vor aktuellen Viren (Malware)! Lediglich einen “Grundschutz”.

Virenscanner Virenschutz
Bitdefender Internet Security 2016
100%
Kaspersky Internet Security 2016
96%
Norton Security Deluxe
90%
Emsisoft Internet Security
90%
G Data Internet Security
88%
F-Secure Internet Security
88%
ESET Smart Security
86%
Avast Free Antivirus
84%
AVG Internet Security
81%
AVG Anti-Virus Free
81%
Avira Internet Security
81%
Avira Free Antivirus 2016
81%
McAfee Internet Security
79%
Norman Security Suite Pro
71%
Webroot Internet Security
70%
Ad-Aware Pro Security
70%
Microsoft Security Essentials
68%

Fokus auf die Erkennung und Beseitigung von neuen Viren

Wenn der interessierte Computernutzer den aktuellen Tests über Antivirenprogramme Glauben schenken darf, ist die Erkennungsrate ganz besonders wichtig. In der Tat sollte ein gutes Antivirenprogramm in diesem Test nicht versagen, bestehen muss es aber auch in der Praxis. Zahlreiche Virenscanner, die vor Schadsoftware schützen sollen, erhalten in den "üblichen Testverfahren" regelmäßig Top Noten, weil sie einen großen Teil der Schädlinge erkennen. Meist wird zur Messung der Erkennungsrate der Virenscanner mit einer älteren Virensammlung konfrontiert, die er möglichst perfekt erkennen soll. Die meisten Virenscanner erkennen über 90 Prozent aller älteren Schädlinge - aber möchten Sie Ihre Mail-Anhänge immer erst nach ein paar Wochen öffnen?

Wenn man die Erkennungsrate unter wirklichkeitsnahen Bedingungen testet, sinkt die Erkennungsrate enorm. Aufgrund der Tatsache, dass die letzten Virenepidemien ausschließlich von Viren hervorgerufen wurden, die sich über das Internet verbreiten, hat sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit erheblich gesteigert. Dadurch dass die meisten "alten" Viren von aktuellen Scannern gefiltert werden, verbreiten sich auf breiter Ebene nur relativ neue Viren, die eben noch nicht entdeckt wurden. In unserem Virenscanner Ranking legen wir den Fokus gezielt auf die Erkennung und Beseitigung von neuen Viren (0-Day Malware).

Bester Virenscanner: Bitdefender Internet Security 2016

Bitdefender ist der beste Virenscanner in unserem TestWenn Sie auf der Suche nach dem derzeit besten Antivirenprogramm sind, sollten Sie sich für die Bitdefender Internet Security entscheiden. Seit 2 Jahren dominiert Bitdefender fast jeden Virenscanner Test (in Zeitschriften und Online Medien). In zahleichen Virenscanner Tests bot Bitdefender in den vergangenen 12 Monaten - mit Abstand - den besten Virenschutz. Selbst des sensiblen Themas WLAN nimmt sich die Sicherheitssoftware an. Sie überwacht das kabellose Netzwerk und sperrt unerwünschte Besucher aus. Sie müssen nichts konfigurieren. Alle Sicherheitseinstellungen werden automatisch vorgenommen. Auch erscheinen keine aufdringlichen Nachrichten, Warnungen oder sonstige Pop-ups.

Wird die Benutzeroberfläche aufgerufen, so bietet sich dem Anwender eine sehr gut strukturierte und aufgeräumte Konsole, die jedem eine intuitive Bedienung des Produktes ermöglicht. Die sehr geringe Systemauslastung im laufenden Betrieb, kombiniert mit einer ausgezeichneten Virenerkennungsrate und eine einfache Bedienung, machen die Bitdefender Internet Security zum derzeit besten Virenscanner.

Der Bitdefender Autopilot macht Ihre Sicherheit noch einfacher. Intelligente Benutzerprofile erkennen, ob Sie arbeiten, spielen oder Filme schauen. Die Ein-Klick Optimierung sorgt für noch bessere Leistung und schafft zusätzlichen Speicherplatz.

Sehr nützlich ist auch die Safepay-Funktion: Wenn Sie Bank-, oder Warenkorbseiten öffnen, öffnet die brandneue Safepay-Funktion automatisch einen sicheren Browser. Dadurch können Sie einkaufen und finanzielle Transaktionen sicher abschließen.

Chip Testsieg Bitdefender Update: Das Security-Institut AV-TEST (05/2016) und die Computer-Magazine CHIP (Ausgabe 02/2015), PGgo (Ausgabe 02/2016), PC Magazin (Ausgabe 01/2016) Com (Ausgabe 10/2015) und PC Welt (04/2015) haben unsere Ranking-Platzierung der Bitdefender Internet Security bestätigt. In allen 6 Tests sicherte sich der Virenscanner einen deutlichen Testsieg.

Eine sehr gute Antivirenlösung, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene Computernutzer. Wenn Ihre Familie mehrere Computer besitzt, lohnt sich der Kauf der Bitdefender Total Security Multi-Device 2016, weil Sie damit bis zu 5 Geräte (Computer und Handys) absichern können.
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Mit dem nachfolgenden Rabattcode erhalten Sie 25 Prozent Rabatt beim Kauf der Bitdefender Internet Security 2016. Wählen Sie einfach eine Bitdefender Lizenz, klicken Sie auf "Jetzt Kaufen" und geben Sie den Rabattcode anschließend im entsprechenden Warenkorb-Feld ein. Der Rabatt wird sofort bei der Gesamtsumme berücksichtigt. Der Rabattcode ist nicht kombinierbar mit der 5-Jahres-Lizenz (17,99 Euro/Jahr) von Bitdefender Internet Security.

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Der Zweitplatzierte: Kaspersky Internet Security 2016

Kaspersksy ist der zweitplatzierte im TestAuch der Zweitplatzierte Kaspersky Internet Security 2016 kann in aktuellen Tests überzeugen. Die Viren-Erkennung und Entfernung funktioniert sehr gut. Der Virenscanner erkennt ~ 97 Prozent aller Schädlinge. Etwas weniger als der Erstplatzierte (Bitdefender: 100 Prozent), trotzdem ein sehr gutes Ergebnis. Kaspersky sorgt für einen umfassenden Schutz. Der Rechner wird sowohl vor Spy- als auch vor Malware geschützt. Internet-Traffic und E-Mails werden genauso zuverlässig gescannt und überwacht, wie die Kommunikation über Instant Messenger wie ICQ, Skype oder Windows Live.

Gleich beim ersten Aufruf der Kaspersky Internet Security 2016 fällt eine gewisse Ähnlichkeit der neuen Oberfläche mit jener von Windows 8 auf. Jedenfalls sind die vier groß angelegten Tasten für die Grundfunktionen nicht zu übersehen. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl neuer Features, wie beispielsweise die „virtuelle Tastatur“, mit deren Hilfe man das ungewünschte Aufzeichnen von Tastenanschlägen verhindern kann. Darüber hinaus verfügt die Software über ein Modul, mit dem Sicherheitslöcher in Programmen aufgedeckt werden können.

Die aktualisierte Benutzeroberfläche macht das Antivirenprogramm noch leichter in der Bedienung, als die vorherige Version 2015. Zahlreiche Zusatzfunktionen, wie beispielsweise die erweiterte Kindersicherung oder der Identitätsschutz, runden den Funktionsumfang ab.
  • Leider enthält die Internet Security keine integrierte Speicherfunktion für Passwörter.
Wichtige Neuerungen in der Kaspersky-Version 2016:
  • Neuer Schutz vor Datensammlung und Änderungen am Betriebssystem.
  • Schutz vor unbefugter Audio-Aufzeichnung.
  • Firewall-Regeln können erstellt werden.
  • Fernverwaltung der Internet-Security.

Erneut schlechte Noten für Microsofts Virenscanner

Microsofts Security Essentials - schlechte Noten Als besonders schlecht (Platz 17) erweist sich in aktuellen Virenscanner Tests, der kostenlose Virenscanner "Security Essentials" von Microsoft. In unserem Virenscanner Test (100 0-Day Malware-Samples) erkannte der Virenscanner nur 68 Prozent der aktuellen Schädlinge und erreicht damit lediglich die mageren Ergebnisse, wie sie bereits von diversen Testlaboren ermittelt wurden. Weder der Virenschutz, noch die Bedienung ist erfreulich. Microsoft kommt mit seinem Produkt Microsoft Security Essentials nicht aus der Kritik heraus. Microsoft Security Essentials ist zwar besser als gar kein Scanner, die Erkennungsleistung kann aber nicht überzeugen.

Auch Microsoft rät inzwischen zu Konkurrenz-Produkten. Zitat: “Microsoft sees MSE as a first layer of protection and advises Windows users to use a third-party antivirus instead”.

Die beste kostenlose Antivirenlösung: Avast Free Antivirus

Avast Virenscanner Wenn wir aber alle bisherigen Erfahrungen zusammenziehen, kommen wir nach wie vor zu dem Schluss, dass der kostenfreie Virenscanner Avast Free Antivirus in Praxistests immer noch die besten Ergebnisse - aller kostenfreien Virenscanner - erzielt. Während sich kostenlose Produkte anderer Hersteller teils derbe Aussetzer leisten. Sei es durch schlechte Malware-Erkennung, Abstürzen oder einer großen Systemauslastung. Bekannte Viren, Würmer, Trojaner, Rootkits sowie Ad-/Spyware erkennt und beseitigt der Virenscanner sehr zuversichtlich.

Eine Gelungene Antivirensoftware für Benutzer, die kein Geld für ein Antivirenprogramm ausgeben möchten und zumindest einen “Grundschutz” wünschen. Kein anderes kostenloses Programm bietet derzeit einen vergleichbaren Rundumschutz. Das Antivirus-Programm ist 86,3 MB groß und kann von der offiziellen Avast-Homepage heruntergeladen werden. Für ambitionierte Anwender hat die Software leider einen zu geringen Funktionsumfang. Mit guten Kaufprogrammen kann es der kostenlose Virenscanner von Avast nicht aufnehmen.

Änderungen in der Avast-Version 2016:
  • Neue Benutzeroberfläche. In der Startseiten-Oberfläche konnte man bislang vier Funktionen für den direkten Zugriff definieren. Leider kann man dies nicht mehr.
  • Neuer Passwort-Manager.
  • SafeZone Browser (ersetzt die SafeZone).

Kostenloser Virenscanner vs. Kostenpflichtiger Virenscanner

Virenscanner Wer am falschen Ende spart, bringt die eigenen Computerdaten in Gefahr. Kostenlose Virenscanner bringen leider nur einen Basis-Schutz! Sie können es mit den kostenpflichtigen Virenscannern nicht aufnehmen. Die Erkennungsrate und Funktionen unterscheiden sich immens. Die Qualitätssicherung bei Kaufprodukten ist in den meisten Fällen eine deutlich höhere. Die Produkte unterscheiden sich sowohl im Funktionsumfang als auch in der Scanleistung. Die umfangreichen Analysen und Schutzfunktionen kostenpflichtiger Sicherheitspakete machen sich in der Praxis bezahlt.

Malware-Entwickler suchen ständig neue Wege, um Systeme zu infizieren und um Ihre Privatsphäre zu verletzen. Damit Virenscanner Ihren Computer auch gegen neue Schädlinge schützen kann, reicht es nicht, sich auf bereits bekannte Viren-Signaturen, die bei jeder Aktualisierung heruntergeladen werden, zu verlassen. Kostenpflichtige Virenscanner enthalten zusätzliche Schutzmechanismen, die das Verhalten von möglichen/unbekannten Schadprogrammen analysieren und dadurch einen Malware-Angriff verhindern:

Antivirenprogramme arbeiten mit zwei unterschiedlichen Erkennungsroutinen. Die Reaktive Erkennung basiert auf Signaturdateien: das Schadprogramm ist bekannt und wird durch seine Signatur wiedererkannt. Jeder Virenscanner, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig, hat eine Signaturerkennung. Die Erkennung ist jedoch nur möglich, wenn die Signatur des Schädlings bekannt und per Update in das Schutzprogramm übertragen worden ist. Die proaktive Erkennung soll Malware – zu der noch keine Signatur vorliegt – zeitnah erkennen. Hierfür werden Heuristik, verhaltensbasierte Erkennung oder die Sand Box Technologie eingesetzt. Diese Technologien sind eine Ergänzung zu den signaturbasierten Virenscannern und sollen den Computer in dem kritischen Zeitraum schützen, von der ersten Verbreitung bis zu dem Zeitpunkt an dem eine Signatur vorliegt. Die meisten kostenlosen Virenscanner verlassen sich nur auf die Signaturerkennung und enthalten nur sehr wenige Schutzmechanismen, die das Verhalten von bisher unentdeckten Schadprogrammen analysieren können (proaktive Erkennung).

Darüber hinaus suchen kostenlose Virenscanner nur nach Viren, während kostenpflichtige Virenscanner auch Phishing Mails und sonstige Gefahren aufspüren. Leider sind einige kostenlose Virenscanner nach wie vor nicht in der Lage, Packer bzw. Crypter vernünftig zu durchleuchten (verschlüsselte Malware).

Ein guter Virenscanner ist wichtig

Schutzfunktion Antivirenprogramm
Kostenlos Kostenpflichtig
Guter Schutz vor bekannten Schädlingen Ja Ja
Guter Schutz vor unbekannten Schädlingen Nein Ja
Rettungs-CD für Notfall-Starts des Computers Nein Ja
Schutz bei Facebook Nein Ja
Schutz beim Online-Banking Nein Ja
Firewall Internetschutz Nein Ja
E-Mail Werbefilter Nein Ja
Kinderschutz Nein Ja
WLAN-Schutz Nein Ja

Über den Sinn der sonstigen Schutzfunktionen lässt sich streiten. Der bei vielen Sicherheitssuiten mitgelieferte Kinderschutz ist nur bedingt hilfreich. Wenn der Sprössling unbedingt französische Kulturfilme sehen möchte, so greift er zum Smartphone oder zur Boot-CD. Selbiges gilt für den E-Mail Werbefilter; diese produzieren - bei einigen Antivirenprogrammen - viele „false positives“, weshalb kleine Mengen von Spam besser von Hand gelöscht werden. Windows bietet seit einigen Jahren eine durchaus brauchbare Firewall. Tests von renommierten Computerzeitschriften ergaben, dass diese für den Durchschnittsnutzer gut genug ist. Fortgeschrittene Firewalls sind eigentlich nur für Netzwerkprogrammierer interessant.

Bringt mir ein guter Virenscanner eine 100-Prozentige Sicherheit?

Eine 100-Prozentige Sicherheit gibt es nicht! Selbstverständlich können Sie Ihren Rechner auch ohne Virenscanner betreiben, doch Kollateralschäden sind dann vorprogrammiert! Abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen sollte ein Virenscanner auf jedem Rechner installiert sein. Ein gutes Antivirenprogramm kontrolliert alle eingehenden Daten auf „Befall“ und hält sich immer auf dem neuesten Stand. Die Einrichtung eines Virenscanners mit umfangreichen Prüfmöglichkeiten für Programmausführung, Email- und File-Download sowie automatisierter Aktualisierung der Virensignaturen und Scanprogramme sorgt für sehr viel Sicherheit!

Doch auch die folgenden Sicherheitspunkte sollten Sie beachten, selbst wenn Sie den besten Virenscanner installiert haben:
  • Nutzung aktuellster Betriebssystem- und Anwendungsversionen, Einspielen eventuell verfügbarer Sicherheitspatches und regelmäßiges Sichern des Betriebssystems.

  • Deaktivierung von aktiven Inhalten im Browser, zum Schutz vor Drive-by-Downloads. Aktive Inhalte sind Programme, die in Skriptsprachen (ua. JavaScript, VBScript, Visual Basic) geschrieben sind. Theoretisch können Skripte (oder Scripte) fast beliebige Aktionen auf dem Rechner ausführen, gedacht dem Computer-Nutzer bestimmte Aufgaben zu erleichtern oder zu automatisieren. Gerade diese Fähigkeit birgt ein gewisses Risiko. Der normale PC-Nutzer merkt meistens nicht einmal, zu welchem Zweck, aus welcher Quelle oder das überhaupt gerade ein Skript eingesetzt wird. Mit Hilfe von Skripten ist es möglich Programmcode online nachzuladen, zu installieren und zu starten. Das kann, wenn in bösartiger Absicht geschehen, auch schädlicher Programmcode aus irgendeiner zweifelhafter Quelle im Internet sein, zum Beispiel ein Wurm oder ein Trojaner.

  • Wenn Ihr Computer noch direkt über die Netzwerkschnittstelle mit dem DSL-Modem verbunden ist, sollten Sie über den Kauf eines DSL-Routers mit integrierter Firewall nachdenken. Router bieten dank NAT (=Network Adress Translation) bereits einen einfachen Schutz, da der Rechner über ein zweites Netzwerk mit dem Internet verbunden wird. Zusätzlich sollten Sie eine Firewall auf dem PC einrichten. Zur detaillierten Kontrolle und Steuerung des gesamten IP-Verkehrs und aller Webinhalte. Ausgehende Verbindungen von Schadprogrammen können so erkannt werden.

    Seit Windows XP (Servicepack 3) ist die Windows-Firewall standardmäßig aktiviert. Überprüfen Sie, ob das für Ihren Computer zutrifft.

  • Äußerste Vorsicht bei jeder unbekannten Datei! Das kann gar nicht zu stark betont und oft genug wiederholt werden. Besonders »ausführbare« Dateien, Scripte und Bildschirmschoner (Windows: *.com, *.exe, *.bat, *.vbs, *.shs, *.scr, *.reg...) von unsicheren oder unseriösen Quellen können potentiell zerstörerische oder spionierende Programme enthalten! Es gibt sogar als *.zip gekennzeichnete gepackte Dateien, die eigentlich getarnte *.exe-Dateien sind. Also: Vor jedem Entpacken oder Starten einer Datei oder eines Setup-Programms unbedingt den bevorzugten Virenscanner darüber rasseln lassen!

  • Dateien, die an eMails angehängt sind, sogenannte »Attachments« (Datei-Beilagen), von denen man nichts weiß (die man also zum Beispiel nicht ausdrücklich bestellt hat) oder nicht einmal den Absender kennt, sollten sofort gelöscht und keinesfalls geöffnet, entpackt oder gestartet werden! Selbst mehrere installierte Antiviren-Scanner und Firewalls dürfen einen von diesem Grundsatz nicht abbringen. Besonders gefährlich sind eMails, deren Text-Inhalte/Anhänge sympathisch und besonders harmlos klingen.

    Vorsicht bei E-Mail Anhängen

  • Wenn möglich auf Outlook, Outlook Express oder Lotus Notes verzichten. Es gibt genügend alternative E-Mail Programme (z.b. Thunderbird). Das Mail-Programm auf plain/text einstellen. HTML-Mails sind ein gefundenes Fressen für Viren.

  • Aktivierung und Nutzung der systemeigenen Sicherheitskomponenten wie passwortgeschützte und möglichst verschlüsselte Benutzer-Authentisierung.

  • Wireless LAN's sollten mit einer Verschlüsselung versehen werden. Da WEP eine leicht knackbare Verschlüsselung ist, sollte WPA- oder noch besser WPA2-Verschlüsselung eingesetzt werden. Außerdem sollten Sie Ihren WLAN-Router/-Access Point so einrichten, dass nur Hardwaregeräte mit einer dem WLAN-Router bekannten MAC-Adresse Zugriff zum Wireless LAN erhalten.

  • Sensible Daten sollten Sie mit einer Datenverschlüsselung vor fremden Augen schützen. Dies gilt besonders für Notebooks. Bei einem Notebook-Diebstahl hindert nur noch die Datenverschlüsselung den Dieb vor dem Auslesen Ihrer sensiblen Daten.

  • Weitere Virenschutz-Regeln finden Sie hier.

So testen und bewerten wir die Virenscanner

Die anfangs eher übersichtliche Anzahl von Virenscannern hat sich in den vergangenen Jahren vertausendfacht: Es gibt kaum ein Land, in dem nicht ein oder mehrere Hersteller an Scan-Engines arbeiten. In unserem Antivirus Test stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme vor. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Erkennungsraten. Ein genauer Scanner ist nicht wirklich hilfreich, wenn er sich nicht vernünftig bedienen lässt oder den Computer bis zur Unbenutzbarkeit ausbremst. Nach den folgenden Kriterien platzieren wir die verschiedenen Virenscanner in unserer Rangliste:

Virenscanner-Schutz
  • An erster Stelle steht natürlich die Qualität der Virenerkennung. Der Scanner muss alle Arten von Viren erkennen und entfernen können sowie gepackte und komprimierte Programme, Dateien und Dokumente scannen und säubern können. Und er darf dabei (im Idealfall) keine Fehlalarme ("False Positives") produzieren. Gibt der Scanner viele Falschmeldungen aus, löscht der Anwender möglicherweise Dateien, die gar nicht infiziert sind, oder er klickt bald genervt automatisch auf "ignorieren" - und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste echte Virus "durchrutscht".

    TestablaufUm verlässliche Daten über die Virenerkennung liefern zu können, ziehen wir Testdaten einzelner Online-, und Offline-Medien heran. Außerdem führen wir monatlich einen eigenen Virenschutz-Test durch.

    So testen wir: Alle Virenscanner werden auf einen Windows 8 Computer installiert (unsere Testsysteme). Die Viren-Datenbanken werden – vor jedem Virenscanner Test – auf dem neusten Stand gebracht. Anschließend kopieren wir 100 aktuelle Malwaresamples (0-Day Malware) und 900 ältere Malwaresamples auf die Computer und bewerten die Reaktionen der Virenscanner (On-Demand-, On-Access-Erkennung).

Virenscanner-Software
  • Ein Virenscanner muss zuverlässig funktionieren und einfach zu bedienen sein. Der beste Virenscanner (aktuell: Bitdefender Internet Security 2016) ist nutzlos, wenn er dem Computer-Nutzer nichts als Probleme macht (Abstürze, Aufhänger, Einfrieren) oder wenn er den Benutzer mit unverständlichen Meldungen allein lässt bzw. zu viel Wissen voraussetzt. Ein solcher Scanner würde nur noch unwillig und irgendwann gar nicht mehr eingesetzt werden.

  • Die jeweilige Version des Scanners muss für das Betriebssystem optimiert sein, auf dem er zum Einsatz kommt. Nur unter dieser Voraussetzung kann er die Möglichkeiten, die das System bietet, auch wirklich nutzen. Eine plattformübergreifende Lösung kann das möglicherweise nicht. Es sollten also immer mehrere Versionen eines Scanners für jeweils verschiedene Umgebungen (DOS, Windows, Linux, OS/2, Einzelplatzrechner oder Serverlösung usw.) vorliegen. Und der Scanner muss unbedingt über einen Hintergrundwächter verfügen, d.h. er muss im Notfall während des laufenden Betriebs eingreifen können.

  • Ein weiterer Punkt ist die Scangeschwindigkeit. Dauert ein voller Systemcheck zu lange, wird der Anwender bald die Lust verlieren, ihn regelmäßig durchzuführen. Es ist übrigens ein Irrtum, zu glauben, die Scangeschwindigkeit ließe auf die Qualität des Scanners schließen. Die Geschwindigkeit hängt von den verwendeten mathematischen Algorithmen ab, d.h. der langsamere Scanner arbeitet nicht unbedingt gründlicher, sondern vielleicht einfach nur umständlicher.

  • Erst danach kommt die Beurteilung weiterer Zusatzfunktionen und Extras aller Art.
Unsere Testsysteme
  • 17 x Mini-Computer (Optiplex 755 SFF, Core 2 Duo 2.3GHz, 4GB RAM, 250GB HDD) mit installiertem Windows 8.1 Betriebssystem (64-bit).

Ein guter Virenscanner ist Pflicht!

Das Internet hat die Welt revolutioniert – zum Positiven, aber auch zum Negativen. Flexibilität, Reichweite und Multimedia-Inhalte eröffnen auf der einen Seite ganz neue private und wirtschaftliche Möglichkeiten. Von Betrügern verschickte Trojaner, Viren oder andere Schadsoftware auf der anderen Seite bergen unzählige Gefahren – meist finanzieller Art. Manchmal geschieht die Vervielfältigung geradezu Epidemie artig. Während in den 80er und 90er Jahre des vorherigen Jahrhunderts die Übertragung noch recht gemütlich über Disketten, später CDs vonstattenging, hat sich die Lage seit den späten 90ern durch die Etablierung des Internets grundlegend gewandelt. Mittlerweile ist es eine Frage von Tagen, wenn nicht gar Stunden, in der ein Virus mit aller Gewalt weltweit zuschlägt.

In Anbetracht der Existenz von “Computerviren-Konstruktions-Kits” ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Zahl der täglich neu entdeckten Viren in den nächsten Jahren noch deutlich vergrößern wird. Ohne guten Virenscanner ist man nicht mehr sicher im Internet unterwegs.

Hand in Hand mit dem Schutz vor Viren arbeiten die Hersteller von Virenscannern an der Verbesserung der Designs und der Benutzerfreundlichkeit. Schicke, intuitive Benutzeroberflächen, gepaart mit geringer Ressourcenauslastung und höchstem Komfort in der Anwendung punkten neuerdings auch bei Benutzern, die am liebsten wenig bis nichts in den Schutz ihres Computers investieren.

Auch Mac-User sind gefährdet!

Viren, Trojaner und andere Schädlinge, die Computer-System befallen, sind eher ein Problem von Windows- als von Mac-Benutzern. Wir möchten aber betonen, dass sich Mac-Besitzer nicht allzu sicher fühlen sollten, denn besonders für Mac-Benutzer steigt die Gefahr einer Infektion in den letzten Monaten enorm. Auch für den Mac ist ein Virenscanner inzwischen absolute Pflicht.

Es liegt aber nicht ausschließlich in der Verantwortung der Antivirenprogramme, den Computer sauber und funktionstüchtig zu halten, sondern auch in Ihrer.