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Virenschutz Test (2019) - Vergleich der besten Virenschutz­programme

10. September 2019 von , IT-Sicherheitsexperte
Virenschutz Test Täglich entdecken die Virenschutzexperten von Kaspersky 360.000 neue Schädlinge im Internet. Und auch andere Hersteller von Virenschutz­programmen melden eine ähnlich hohe Zahl an Schädlingen. Wer im Internet mit herunter gelassener Hose surft (im übertragenen Sinne), fängt sich ganz schnell einen Virus ein. Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und selbst technisch versierte Computernutzer fangen sich ohne Virenschutz­programm ganz schnell einen Computer-Schädling ein. Grund genug, den eigenen Computer mit einem guten Virenschutz­programm auszustatten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virenschutzprogrammen auf dem Computer-Markt. Kostenlose und Premium-Versionen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die besten Virenschutz­programme vor. Unsere Bestenliste klärt, welches Virenschutz­programm man sich installieren sollte. Die Platzierungen unseres Virenschutz Tests setzen sich aus den des Testlabors AV-Comparatives zusammen (Real World Protection Test: Juli 2018 - Mai 2019). Für eine Top-Wertung werden hohe Erkennungsraten verlangt. Zwar kann jeder Antivirenschutz Schädlinge übersehen. Jedoch ist die Gefahr bei einem Virenschutzprogramm mit einer durchschnittlichen Malware-Erkennungsrate von guten 99.9 Prozent deutlich geringer, als bei einem Schutzprogramm mit einer Malware-Erkennungsrate von beispielsweise „nur“ 96 Prozent. Denn dieses verpasst bis zu 15.000 Schädlinge täglich.

Gefahren zu erkennen ist jedoch nur die halbe Miete. Aus diesem Grund werden auch die Benutzerfreundlichkeit und die Zusatzfunktionen der einzelnen Virenschutz­programme gewertet. Zur Benutzerfreundlichkeit gehören zwei eng miteinander verwandte Aspekte: Transparenz für den Benutzer und die komfortable Konfiguration und Administration. Computer-Benutzer möchten, dass die Antiviren-Software unsichtbar vor sich hin werkelt, so dass sie sich niemals Gedanken zum eigenen Schutz machen müssen.

Rangliste der besten Virenschutz­programme

Der Virenschutz Vergleich setzt sich zusammen aus den Testdisziplinen Virenschutz & Software. Die maximale Gesamt-Punktzahl beträgt 20 Punkte.

Rang Virenschutz­programm Viren­schutz Soft­ware Gesamt Sortieren Preis pro Jahr
1
Bitdefender Total Security 2020 10,0 9,5 19,5 79,99 Euro*
*Eine 5-Jahres-Lizenz gibt es aktuell für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr).
2
Kaspersky Total Security 2020 9,5 9,0 18,5 79,95 Euro
3
Avira Internet Security Suite 9,5 7,5 17,0 44,95 Euro
4
Norton Security Premium 8,0 8,5 16,5 39,99 Euro
4
ESET Smart Security Premium 7,5 9,0 16,5 49,95 Euro
6
F-Secure Total 7,5 7,0 14,5 79,99 Euro
7
Avast Free Antivirus 8,5 5,5 14,0
Gratis
8
McAfee Total Protection 7,5 6,0 13,5 59,95 Euro
8
AVG Internet Security 8,5 5,0 13,5 59,99 Euro
8
Trend Micro Maximum Security 7,0 6,5 13,5 69,95 Euro
11
AVG Anti-Virus Free 8,5 4,0 12,5
Gratis
12
BullGuard Premium Protection 4,5 7,5 12,0 89,99 Euro
13
Microsoft Windows Defender 5,0 4,0 9,0
Gratis

Schutzleistung der Virenschutz­programme

Die wichtigste Fähigkeit eines Virenschutz­programmes ist die Erkennungsleistung von Viren. Doch nicht jede Virenschutz-Lösung schützt gleich gut. Bei unserer Virenschutz-Bewertung werden auch Falschmeldungen ("false positives") berücksichtigt. Die Anzahl an Falschmeldungen sollte möglichst niedrig sein.

Nützliche Zusatzfunktionen der Sicherheitspakete

Um sich sicher im Internet bewegen zu können, bedarf es verschiedener Schutz-Module, die der Bedrohungs-Komplexität gewachsen sind. Anbieter für Virenschutzsoftware verkaufen ihre Sicherheitspakete immer öfter als Security-Suite, die neben der Virenschutz-Software auch eine Firewall, einen Spamschutz und weitere Sicherheits-Tools bereitstellt. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Zusatzfunktionen der verschiedenen Sicherheitspakete.

Bullguard Logo Trend Micro Logo
Bitdefender Total Security Kaspersky Total Security ESET Smart Security Norton Security Premium McAfee Total Protection Avast Free Antivirus Avira Internet Security AVG Internet Security F-Secure Total AVG Anti-Virus Free BullGuard Premium Protection Microsoft Windows Defender Trend Micro Maximum
Betrugsschutz
Firewall
Kindersicherung
Passwort-Manager
Ransomware-Schutz
Sicherer Browser
Software Updater
VPN-Dienst
W-LAN Schutz
Webcam-Schutz

Investieren lohnt, der Windows Defender nervt mit Falschmeldungen

Die Ergebnisse sind insgesamt recht erfreulich - von einigen wenigen Ausreißern abgesehen: Der Virenschutz von Bitdefender schützt den Computer derzeit am besten – er wehrt die meisten Schädlinge ab und löst kaum Falschmeldungen aus. Auch sehr guten Virenschutz bieten die Programme Kaspersky Total Security und Avira Internet Security.

Der Windows Defender wird immer besser und schützt inzwischen sehr zuverlässig vor Viren. Doch leider kostet der Windows Defender laut AV-Comparatives am und gibt - das Schlusslicht in unserem Ranking.

Der Testsieger: Bitdefender Total Security 2020

Bitdefender Total Security
Bitdefender Total Security
Die Bitdefender Total Security 2020 (Schutz für Windows, macOS, iOS und Android) ist das derzeit beste Virenschutz­programm. Bitdefender schützt vor jeglicher Malware. Der Preis von 79,99 Euro geht völlig in Ordnung.

Von diversen Testlaboren hat Bitdefender bereits Auszeichnungen und Zertifizierungen erhalten. In den vergangenen Monaten erreichte das Programm bei fast jedem Virenschutz Test die Bestnote. Zuletzt wurde Bitdefender unter anderem im Test der ComputerBild (Ausgabe 04/2019) ausgezeichnet. Und auch von der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2019) wurde der Virenschutz von Bitdefender ausgezeichnet (Platz 1 von 22 Schutzprogrammen). Weitere Testsiege: CHIP (Ausgabe 04/2019), AV-TEST (03/2019), PC-Welt (Ausgabe 03/2019), AV-Comparatives (08/2018).

Wie alle anderen Virenschutz-Hersteller auch, hat Bitdefender viel in eine bessere Optik investiert. Die Bitdefender-Bedienung ist kinderleicht, egal ob Sie Anfänger oder Profi sind. Keine aufwändige Konfiguration ist notwendig. Im Mittelpunkt steht eine Art Infozentrale. Hier sieht der Benutzer jederzeit, wie es um die Sicherheit von PC und persönlichen Daten steht. Nach der Installation ist kein Zutun des Benutzers erforderlich, da das Programm so eingestellt ist, dass es automatisch für optimalen Schutz sorgt. Wer mehr ins Detail gehen will, kann mit wenigen Klicks individuelle Einstellungen vornehmen, Statistiken abfragen oder auch Netzwerkaktivitäten beobachten.
Bitdefender Internet Security
Installation
Bitdefender Internet Security
Infozentrale
Bitdefender Meldungen
Meldungen
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Um gefährliche Dateien von ungefährlichen zu unterscheiden, setzt Bitdefender auf maschinelles Lernen. Dahinter steckt eine Art künstliche Intelligenz. Zusätzlich zu der Virenschutz-Funktion verfügt das Programm über eine Firewall, eine Kindersicherung, eine Geldbörse, einen leistungsstarken Phishing-Schutz und einen Anti-Spam-Schutz. Chat-Unterhaltungen verschlüsselt das Programm automatisch.
Bitdefender hat seine Hausaufgaben hinsichtlich Bedienung und Virenschutz sehr gut gemacht. Das Programm arbeitet sehr zuverlässig, ist leicht zu bedienen und bietet einen hohen Komfort. Mit der Version 2020 hat das Programm einige tolle Verbesserungen erfahren - am nützlichsten ist der verbesserte Ransomware-Schutz. Zu den neuen Funktionen zählt unter anderem ein Mikrofon-Schutz. Sehr umfangreich fällt nun der Funktionsumfang bei der Kindersicherung aus. So lassen sich etwa in der Heimatstadt erlaubte und nicht erlaubte Gebiete einstellen. Sobald das Kind ein nicht erlaubtes Gebiet betritt, werden die Eltern darüber informiert, etwa per Push-Nachricht (iOS, Android)

Bitdefender - 5 Jahres-Edition

Wenn Sie keine Kindersicherung benötigen und lediglich Ihren Windows-Computer absichern möchten, empfehlen wir Ihnen die Bitdefender 5 Jahres-Edition für einmalig 89,99 Euro (17 Euro/Jahr). Die 5 Jahres-Edition enthält keine integrierte Firewall. Da Windows jedoch schon lange eine Firewall eingebaut hat, ist eine zusätzliche Firewall nicht wirklich erforderlich.

Klasse Virenschutz: Kaspersky Total Security 2020

Kaspersky Total Security
Kaspersky Total Security
Auf Platz 2 in unserem Virenschutz Test landet die Kaspersky Total Security 2020 (https://www.kaspersky.de/total-security). Im Großen und Ganzen ist die Virenschutzlösung sehr gut, kann jedoch in den Testdisziplinen Ausstattung und Virenschutz nicht ganz mit dem Testsieger mithalten.

Die Installation der Virenschutz-Software ist sehr einfach. Sie müssen lediglich das Setup ausführen und den Installationshinweisen folgen. Sofort nach der Installation wird ein Datenbank-Update ausgeführt, um die Software auf den neusten Stand zu bringen.

Im Hauptfenster des Virenschutzprogramms sehen Sie jederzeit den derzeitigen Status und unter anderem, wie aktuell Ihre Programmdateien und Virusdefinitionen sind. Sie können zahlreiche Einstellungen vornehmen, um das Programm für Ihre Bedürfnisse zu optimieren. Die Voreinstellungen sind bereits gut optimiert.
Kaspersky Datenbank aktualisieren
Aktualisierung
Kaspersky Virenschutz Untersuchung
Untersuchung
Kaspersky Kindersicherung
Kindersicherung
Mit Safe Money stellt Kaspersky eine Technologie vor, die verifizieren kann, ob die aufgerufene Bank- oder Shoppingseite tatsächlich zum gewünschten Anbieter gehört und die SSL-Zertifikate authentisch und gültig sind. Selbst Keylogger, die Zugangsdaten über die Tastatureingaben abgreifen wollen, sind chancenlos, da eine virtuelle Tastatur zum Eingeben der relevanten Daten erzeugt wird.

Der unbefugte Zugriff auf die Webcam wird ebenfalls registriert und abgewehrt.

Ganz aktuell ist der Schutz vor sogenannter Ransomware, die Computer blockiert und eine Art Lösegeld verlangt. Selbst bei einer Infizierung des Betriebssystems kann die Anti-Blocker-Technologie eine Sperrung des Systems durch die Ransomware unterbinden.

Kaspersky legt außerdem großen Wert auf Alltagstauglichkeit: Nervige Fehlalarme werden wirksam verhindert. Wer verdächtige Software in einer sicheren Umgebung ausprobieren will, kann dazu den SafeRun-Modus einsetzen, der einen echten Zugriff der Software auf das System verhindert.
Das Programm verbraucht kaum Computerressourcen und ist leicht zu bedienen. Es verfügt über zahlreiche Zusatzfeatures: eine Firewall, Schutztechnologien gegen Phishing, eine Kindersicherung, einen Modus für PC-Spieler, ein Backup-Tool uvm. Die Kaspersky Total Security ist verfügbar für Windows, Mac, iOs und Android.
Testergebnisse Kaspersky Total Security 2020:
Schutzleistung:9,5
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Kosten:79,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Zahlreiche Einstell­möglichkeiten
  • Zahlreiche Funktionen
  • Kompatibilitäts­probleme unter Android
  • Vorsicht: Abo-Option beim Kauf

Der beste kostenlose Virenschutz: Avast Free Antivirus

Bester kostenloser Virenschutz Avast Free Antivirus
Avast Free Antivirus
Das Virenschutzprogramm Avast Free Antivirus (https://www.avast.com/de-de/index) bietet den aktuell besten kostenlosen Virenschutz. Avast stoppt beim Surfen einen Großteil aller Schädlinge. Es überwacht den kompletten Dateizugriff und den gesamten Mailverkehr. Die einfache Bedienung macht das Programm für Einsteiger sehr geeignet. Neben der E-Mail-Überwachung bietet das Programm auch einen Schutz für Tauschbörsen-Tools, einen Messenger-Scanner und einen Benachrichtigungsdienst. Die Sensibilität des Scannens lässt sich für jede einzelne Komponente gesondert einstellen.

Der intelligente Virenschutz erkennt Viren, Malware, Spyware, Phishing-Angriffe und Ransomware. Durch Streaming-Updates wird die Virendatenbank permanent auf dem neuesten Stand gehalten.

Das Programm Avast Free Antivirus wird im Paket mit einem umfassenden Netzwerk zur Bedrohungserkennung, einfacher Passwortverwaltung, Heimnetzwerksicherheit und Schutz per maschinellem Lernen angeboten. Das integrierte Browser-Cleanup-Tool dient dazu, überflüssige Add-ons und Toolbars aus dem Browser zu entfernen.

Neu in der aktuellen Version sind unter anderem die verbesserten Sicherheitsstandards und die intelligenteren Funktionen. Diese führen zum schnelleren Erkennen von Bedrohungen und stellen die Automatisierung über eine intuitive Schnittstelle bereit. Der Malware-Schutz wurde vertieft, indem das App-Verhalten in Echtzeit untersucht wird. Und auch bei der Rechnerbelastung hat sich einiges getan, der Virenschutz schränkt die Computernutzung kaum noch ein.
Hauptmenü von Avast
Hauptmenü
Schutzkomponenten
Virenschutz
Bei Problemen wird der ratsuchende Nutzer nicht im Regen stehen gelassen – der Avast-Hilfeservice antwortet sehr schnell.

Extra-Funktionen (Firewall, Kinderschutz, E-Mail Schutz...) gibt es kaum - oder nur gegen Aufpreis.

Kostenloser Download: Avast Free Antivirus herunterladen (Avast.com)

Testergebnisse Avast Free Antivirus:
Schutzleistung:8,5
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Nein
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Guter Grundschutz
  • Viele Fehlalarme
  • Nervige Werbung
  • Keine Extra-Funktionen

Der Windows Defender mit ungewöhnlich vielen Falschmeldungen

Für private Nutzer, die mit Windows 10 unterwegs sind, soll der Microsoft Windows Defender eine kostenlose Alternative zu kostenpflichtigen Antivirenprogrammen darstellen. Der Vorteil für Windows-Nutzer liegt auf der Hand: Die Schutzlösung ist vorinstalliert und in die Systemarchitektur von Windows integriert. In den vergangenen Monaten hat sich die Virenschutz-Leistung deutlich gebessert und schlägt sich mittlerweile sehr gut. Die langfristige Tendenz muss man beobachten. Aktuell kämpft der Windows Defender leider mit überdurchschnittlich vielen Fehlalarmen. Allein in den letzten beiden Tests der renommierten Test-Organisation AV-Comparatives erzeugte der Virenscanner über 100 Fehlalarme.

Der Funktionsumfang unterscheidet sich enorm von denen herkömmlicher Anbieter. Es fehlt unter anderem eine Phishing-Schutz, ein Spamfilter und eine Malware-Prüfung eingehender Mails.

Wenn Sie ein kostenloses Produkt zum Schutz vor Malware installieren möchten, empfehlen wir Ihnen die Avast Free Antivirus.

Die weiteren Virenschutz­programme

Norton Security Premium

Mit Norton Security Premium (https://de.norton.com) sichern Sie bis zu 10 Geräte auf einmal gegen Schadsoftware wie Spyware, Viren, Würmer oder auch Ransomware. "Geräte" bedeutet in diesem Fall, dass Sie nicht nur Windows-PCs, sondern auch Notebooks mit macOS, Android- oder iOS-Smartphones und auch Tablets schützen können. Online-Transaktionen sowie Ihre Identität versucht Norton Security Premium ebenfalls bestmöglich zu schützen.

Alle Programmteile - Virenschutz, Firewall, Spyware-Protection und dergleichen mehr - können Sie online über ein Web-Portal verwalten. Dort konfigurieren Sie jedes Gerät einzeln und nehmen durch Norton Security Premium somit Rücksicht darauf, dass Sie für ein bestimmtes Gerät vielleicht keinen E-Mail-Schutz brauchen. Ungewöhnlich unter den Herstellern dieser Lösungen ist die Tatsache, dass Sie Ihr Geld zurückverlangen können, falls die Anwendung versagt und bestimmte Viren und andere Schadsoftware nicht findet.

Norton Security Premium geht bei seiner Arbeit präventiv vor und warnt Sie, wenn Sie sich unsignierte Android-Apps oder gefährliche .exe-Dateien unter Windows herunterladen. Überprüft werden auch der E-Mail-Eingang sowie die Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Bei einem Klick auf eventuell gefährliche Links erhalten Sie durch Norton Security Deluxe eine Warnung.

Die geringe Systembelastung während des permanenten Hintergrundscans ist für eine reibungslose Kompatibilität auch mit älteren Geräten (bis Windows XP SP3) verantwortlich.
Vorsicht beim Kauf: Man schließt automatisch ein Abo ab!
Testergebnisse Norton Security Premium:
Schutzleistung:8,0
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:39,99 Euro (1 Jahr / 10 Geräte)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Komplizierte Kontaktaufnahme

ESET Smart Security Premium

Mit ESET Smart Security Premium (https://www.eset.com/de/home/smart-security-premium/) erwirbt man ein umfassendes Schutzpaket gegen die gängigsten Bedrohungen aus dem Netz. Im Funktionsumfang enthalten ist unter anderem eine Firewall sowie ein Schutz gegen Phishing-Versuche. Die Firewall erkennt Angriffe auf das eigene Netzwerk bzw. den WLAN-Router und gibt entsprechende Warnungen an den Nutzer aus. Natürlich lassen sich die Einstellungen konfigurieren, um Fehlalarme nach Möglichkeit auszuschließen. Ergänzt werden die Funktionen durch eine Kindersicherung, die dafür sorgen soll, dass unangemessene Inhalte und Webseiten vor Kinderaugen verborgen bleiben.

Automatische Verbindungen zur hauseigenen Cloud verbessern die Erkennung neuartiger Viren, Würmer und Trojaner. Es versteht sich von selbst, dass sich ESET Smart Security permanent selbst updatet.

Das komplett in Deutsch gehaltene Programm überprüft wahlweise auch angeschlossene Netzwerklaufwerke. Im Spielmodus werden Virenfunde oder Update-Mitteilungen geblockt, empfindliche Nutzer deaktivieren ESET Smart Security für eine kurze Zeit.

Die Anwendung versteht sich als reiner Virenschutz. Darüber hinaus prüft das Programm E-Mails und behält den Chatverlauf in sozialen Netzwerken im Blick, um Fake-Links aufzustöbern. Daten komplett von der Festplatte löschen oder verschlüsseln kann ESET Smart Security aber nicht, und auch zusätzliche Tools wie ein Registry-Cleaner fehlen. Die geringe Systembelastung während der Überwachung in Echtzeit macht die Applikation auch für ältere Geräte, denen langsam die Rechenleistung ausgeht, interessant.

Neben einer Mac-Variante existieren auch Lösungen für Android- und iOS-Smartphones.

Testergebnisse ESET Smart Security Premium:
Schutzleistung:7,5
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Ja
Kosten:49,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Performance-Sieger
  • Mittelmäßige Ausstattung

Avira Internet Security Suite

Die Avira Internet Security Suite (https://www.avira.com) eignet sich für alle PCs mit installiertem Windows 7 Service Pack 1 oder besser. Durch niedrige Systemanforderungen ist das Programm auch für schwächere Laptops, Desktop-PCs oder Tablets geeignet. Die Anwendung schützt nicht nur gegen Viren, Würmer und andere Schadsoftware, sondern stellt durch einen leistungsstarken Firewall-Manager auch einen besseren Schutz gegen externe Zugriffe bereit. Der Hersteller verspricht dennoch eine simple Bedienung für Einsteiger.

Gegen verschlüsselungsfreudige Ransomware geht Avira Internet Security Suite ebenfalls vor, sodass Ihre Daten sicher bleiben. Der integrierte Browserschutz verhindert die Übertragung von gefährlichen Dateien und das Anklicken dubioser Links. Das komplett in Deutsch gehaltene Programm verfügt außerdem über die Fähigkeit, verschiedene Nutzerprofile anzulegen, sodass mehrere Personen an einem Gerät jeweils eigene Einstellungen vornehmen können.

Einen Kinderschutz bietet Avira Internet Security Suite zwar nicht, dafür gibt es jedoch einen Uninstaller für die saubere Entfernung von Programmen und eine Android-App. Der Spielmodus macht es einfacher, ohne Störungen in Vollbildspiele einzutauchen. Auf Wunsch scannt das Tool sowohl angeschlossene USB-Laufwerke als auch via Netzwerk verbundene Laufwerke wie NAS-Festplatten. Über die Cloud wird bei diesem Programm, wie bei vielen Mitbewerbern, der Schutz vor neuartigen Viren verbessert.

Wer die Security Suite testen möchte, kann eine Monats-Lizenz kaufen (1 Monat > 4,95 Euro).

Testergebnisse Avira Internet Security Suite:
Schutzleistung:9,5
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:44,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Systembelastung befriedigend

F-Secure Total

Mit F-Secure Total (https://www.f-secure.com/de_DE/) erhalten Sie einen automatischen, sich selbst aktualisierenden Schutz vor Malware. Zusätzlich integriert der Hersteller einen Browser-Schutz, der während der Nutzung des Browsers vor potenziell gefährlichen Links warnt oder die Sicherheit von Downloads überprüft. Online-Banking und -Shopping überwacht F-Secure Total ebenfalls durch einen eigenen Banking-Schutz, der Online-Handel sicherer machen soll und Ihre Identität gegen Diebstahl schützt.

Weiterhin befindet sich im Programmpaket ein Kinderschutz, der dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche nur auf Webseiten surfen, die für sie geeignet sind. Eine nach eigenen Aussagen geringe Systembelastung sorgt auch auf Einsteiger-Notebooks und ähnlicher Hardware dafür, dass F-Secure Total die Nutzung des Geräts nicht spürbar verlangsamt. Um die Performance des eigenen Virenschutzes zu verbessern, ist das Programmpaket permanent mit der Cloud von F-Secure verbunden, was vor allem die Erkennungsraten gegenüber neuen Viren positiv beeinflusst.

Zusätzlich erhalten Sie einen Passwort-Manager. Das ist ein Programm, in dem Sie Ihre Passwörter sichern können. Möchten Sie sich irgendwo einloggen, gehen Sie nur in Ihren Passwort Safe, kopieren das Passwort und fügen es im Loginfeld ein. Für den Passwort Safe haben Sie ein sogenanntes Master-Passwort, ein besonders komplexes und damit weitgehend sicheres Passwort, mit dem Sie den Zugang zum Passwort-Manager sichern.

Einen speziellen Modus für Spiele bietet F-Secure Total nicht, dafür können Sie das Tool aber für kurze Zeit mit nur zwei Mausklicks deaktivieren.

Das Programm unterstützt neben Windows und macOS auch Android und iOS.

Testergebnisse F-Secure Total:
Schutzleistung:7,5
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:79,99 Euro (1 Jahr / 3 Geräte)
Fazit:
  • Gute Virenerkennung
  • Zahlreiche Fehlalarme

McAfee Total Protection

Als weltweit führendes Sicherheitsunternehmen zählt McAfee hinsichtlich PC-Sicherheitslösungen zu den Pionieren. Mit dem sehr bekannten McAfee Total Protection (https://www.mcafee.com) überwachen Sie Ihre Geräte sowie angeschlossene Netzwerklaufwerke mit einer deutschen Benutzeroberfläche. Der Uninstaller säubert das System gründlich von Programmen während der Kinderschutz den Zugriff auf ungeeignete Inhalte für Kinder unmöglich macht. Wahlweise verwenden Sie zeitgleich eine Android- oder iOS-App. McAfee Total Protection versorgt sich selbst mit Updates, sofern Sie nicht den Offline-Modus verwenden.

Funktionell geht das Tool sowohl gegen Spyware als auch Viren, Würmer und Trojaner sowie Ransomware à la Locky vor. Auf Wunsch kann McAfee Total Protection auch Daten komplett vernichten oder Festplatten durch die Überschreibung wichtiger Sektoren mit Datenmüll sauber löschen. Integriert ist auch ein Anti-Tracking-Tool, das Cookies auf Ihrem System nicht zulässt und damit die Nachverfolgung Ihrer Person im Internet erschwert. Permanent aktiv ist auch der Browserschutz, der sowohl die erwähnten Cookies aussperrt als auch Downloads und Links in Echtzeit überprüft.

Sind Sie häufig in sozialen Netzwerk unterwegs, ist McAfee Total Protection ebenfalls eine gute Wahl: Messenger- und Social-Media-Schutz halten Sie davon ab, versehentlich verseuchte Links anzuklicken oder Dateien anzunehmen. E-Mails überwacht das Programm ebenso, außerdem räumt McAfee Total Protection bei Bedarf in der Registry auf. Eine PC-Optimierung ist ebenfalls Teil des Gesamtpakets, wodurch gerade die Performance auf älteren Systemen ein wenig angehoben wird.

Testergebnisse McAfee Total Protection:
Schutzleistung:7,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing:Nein
Schutz vor E-Mails:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Preis:59,95 Euro

AVG Internet Security

AVG Internet Security (http://www.avg.com/de-de/) bringt einen Virenschutz mit, der sowohl Ihren Computer als auch eingehende E-Mails überwacht. "Viren" bezieht sich in diesem Fall sowohl auf Schadsoftware als auch Rootkits, Spyware und ähnliche Programme. Wechseldatenträger wie USB-Sticks oder DVDs prüft AVG Internet Security ebenfalls, bevor Sie Daten von oder auf diese/n Datenträger kopieren.

Wahlweise fügen Sie Fotos und andere persönliche Daten in einen virtuellen Safe in. Dort verschlüsselt AVG Internet Security Ihre Daten. Verlieren Sie beispielsweise ein Notebook am Flughafen, werden Ihre Daten zwar vorhanden sein, aber der Finder kommt nicht an diese Dokumente. Weiterhin überwacht das Tool bekannte Phishing-Mechanismen und Spam, damit Online-Banking und damit auch -Shopping sicherer ablaufen. Geben Sie wichtige Daten in Formulare ohne Sicherheitszertifikat ein, warnt AVG Internet Security ebenfalls davor.

Der Hersteller ist großzügig und stellt AVG Internet Security für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten bereit. Nutzen können Sie diese Programme sowohl für Windows-Geräte als auch Android-Smartphones und Computer mit macOS. Die Verwaltung aller Geräte und Nutzer geschieht online über eine Web-Oberfläche, die Sie von überall aus öffnen und bearbeiten können.

Testergebnisse AVG Internet Security:
Schutzleistung:8,5
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:59,99 Euro (1 Jahr / 10 Geräte)
Fazit:
  • Nervige Werbung für AVG Tuneup

Trend Micro Maximum Security

Trend Micro Logo Mit Trend Micro Maximum Security (https://www.trendmicro.com/de_de/) erwirbt der Nutzer ein Paket zum Schutz vor Viren, Rootkits, Trojanern und Spyware. Der Echtzeitschutz gewährleistet eine pausenlose Überwachung des E-Mail-Verkehrs sowie aller Netzwerkaktivitäten. Werden Gefahren erkannt, werden sie entsprechend gemeldet und gegebenenfalls blockiert. Eine eingebauter Ransomware-Schutz schützt darüber hinaus vor Verschlüsselungsprogrammen.

Die „feindliche Übernahme“ des Browsers, beim Online-Banking, wird durch „Trend Micro Pay Guard“ unterbunden.

Über die Kindersicherung kann man festlegen, zu welchen Zeiten und wie lange am Stück die Kinder an den PC bzw. ins Internet dürfen. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Webinhalte blocken, die als jugendgefährdend eingestuft werden.

Wer die Computer-Version erwirbt, erhält die mobile Version für Android-, & iOS-Smartphones kostenlos dazu. Damit ist das Handy ebenfalls vor Viren und Spyware geschützt und das Surfen im Netz wird durch Scans von Links und Webseiten sicherer. Wird das Handy gestohlen, kann es vom Computer aus gesperrt werden.

Testergebnisse Trend Micro Maximum Security:
Schutzleistung:7,0
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Nein
Kosten:69,95 Euro (1 Jahr / 3 Geräte)
Fazit:
  • Viele Fehlalarme

AVG Anti-Virus Free

Einen kostenlosen Rundumschutz vor Trojanern, Viren, Malware und Spyware bietet AVG Anti-Virus Free (http://www.avg.com/de-de/). Wie die kostenpflichtige Version auch, scannt die Freeware den PC nach allen Arten gängiger Schadsoftware. Wird ein positiver Befall vermeldet, können die Dateien wahlweise gelöscht oder in die Quarantäne verschoben werden, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können. Verdächtige oder gefährliche Internetseiten werden über den sogenannten Link-Scanner im Auge behalten. Er informiert den Nutzer auch über möglicherweise unsichere Downloads und gibt eine Sicherheitseinschätzung zu Links, die in den Trefferlisten von Suchmaschinen angezeigt werden. Somit hat der Nutzer die Möglichkeit, solche Links schon vor dem Anklicken zu erkennen.

Sowohl in der Vollversion als auch in der kostenlosen Version bietet AVG einen automatischen Scan externer Laufwerke (CD, DVD, USB). Wer nur diese Funktionen zusätzlich zu einem bereits anderen Virenscanner nutzen möchte, kann AVG Anti-Virus Free auch im passiven Modus betreiben. Dann ist der Echtzeitschutz deaktiviert. Dies ist aber nur empfehlenswert, wenn der Schutz durch ein anderes Programm gewährleistet wird.

Der Funktionsumfang ist überschaubar. Unter anderem fehlt im Vergleich zur Vollversion die übliche Firewall. Ebenfalls nicht verfügbar ist der Datensafe.
Wichtig: Die Installation ist ein wenig verwirrend. Sie müssen die Basisversion auswählen, um die kostenlose Version zu installieren. Sonstige Programme sollten Sie abwählen.
Testergebnisse AVG Anti-Virus Free:
Schutzleistung:8,5
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Die Installation ist etwas verwirrend für den Benutzer
  • Viel Werbung für Kauf-Produkte

BullGuard Premium Protection

Bullguard Logo Als einer der Veteranen auf dem Markt, ist BullGuard den meisten Nutzern ein fester Begriff. BullGuard Premium Protection (https://www.bullguard.com/de/) präsentiert Ihnen ein aufgeräumtes Benutzerinterface, das Ihnen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen bietet. Das Komplettpaket schützt den Rechner vor dem Befall mit Viren und anderer Malware. Spamschutz und Adware-Blocker sind ebenso vorhanden wie ein wirksamer Phishing-Schutz, der bei unseriösen bzw. gefälschten Seiten zum Zuge kommt.

Auch eine Kindersicherung ist an Bord, mit der man festlegen kann, zu welchen Zeiten Kinder und Jugendliche das Internet nutzen dürfen. Bestimmte Webseiten können von der Nutzung ausgeschlossen werden.

Außerdem verfügt BullGuard Premium Protection über einen Schwachstellenscanner, der bekannte Lücken in der Systemsicherheit des Computers aufspürt und schließen kann. Wer nicht möchte, dass seine Aktivitäten im Netz über Cookies und temporäre Dateien verfolgt werden können, kann diese Spuren vom Programm automatisch entfernen lassen.

Wichtige Dateien können in der BullGuard-eigenen Cloud gesichert werden.

Einige Komponenten wirken etwas veraltet. Zudem lässt sich der integrierte Identitätsschutz nur sehr umständlich konfigurieren.

Testergebnisse BullGuard Premium Protection:
Schutzleistung:4,5
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Kosten:89,99 Euro (1 Jahr / 10 Geräte)

Benötige ich zwingend ein Virenschutzprogramm?

Bei der Flut von Schadprogrammen in immer neuen Varianten, ist ein Virenschutzprogramm wichtig. Schadprogramme werden Computernutzer auch in Zukunft beschäftigen. Die Geschäftsmodelle mit Viren sind relativ leicht umzusetzen - und das mit überschaubaren Risiken. In den meisten Fällen ist es nicht möglich, einen Virenprogrammierer zur Verantwortung zu ziehen. Diese Tatsache macht es für Malware-Entwickler lukrativ immer mehr Malware-Programme zu programmieren.

Und nicht nur Windows-Nutzer benötigen einen guten Virenschutz. Auch andere Betriebssysteme (Linux, MacOS, Android, iOS) sind nicht per se sicher. Natürlich ist "Windows" durch die enorme Verbreitung das "Angriffsziel Nummer Eins", aber auch andere Betriebssysteme haben mit Malware zu kämpfen. Besonders Android-Geräte stehen aufgrund der wachsenden Verbreitung besonders im Visier von Kriminellen. Dagegen schützen können sich Nutzer mit Virenschutz-Apps nahezu aller namhaften Hersteller wie F-Secure, Bitdefender und Kaspersky.

Die oft gestellte Frage, welcher Virenscanner der Beste ist, geht meist am Thema vorbei. Es muss geprüft werden, für welche Zwecke das Virenschutzprogramm genutzt werden soll, welche Funktionalitäten gewünscht werden, wie hoch der Ressourcenverbrauch sein darf, wie einfach das Programm zu bedienen sein soll, welchen Support der Hersteller bietet und wie viel es kosten darf.

Was unterscheidet kostenpflichtige und kostenlose Virenschutz­programme?

Vergleich: kostenpflichtige und kostenlose Virenschutzprogramme
Kostenlose vs. kostenpflichtige Virenschutz­programme
Gute Virenschutz­programme spüren nicht nur Viren, sondern auch andere Schadprogramme zuverlässig auf und beseitigen diese. Es gibt inzwischen zahlreiche kostenlose Schutzprogramme, die einen guten Virenschutz bieten. Daher muss kein Geld für Virenschutzprogramme ausgegeben werden. Wer jedoch auf einen kostenlosen Virenschutz setzt, muss mit Werbung leben.

Kostenpflichtige Schutzprogramme verfügen in der Regel über etwas bessere Mechanismen, um Schadprogramme zu erkennen. Darüber hinaus punkten kostenpflichtige Antivirenprogramme punkten mit einer Reihe von nützlichen Zusatzfunktionen. So gibt es Programme, die neben Virenscanner und Firewall auch einen Passwort-Manager, eine Datenverschlüsselung und eine Kindersicherung enthalten.

Ob Sie für Sicherheitssoftware Geld ausgeben wollen oder nicht, müssen Sie selbst entscheiden.

Ein Virenschutz­programm allein reicht nicht aus

Allein der Besuch einer eigentlich seriösen Internetseite kann ausreichen, um sich mit einem Computervirus zu infizieren. Wenn die eigentlich seriöse Internetseite, ohne Wissen des Seitenbetreibers, von einem Hacker mit bösartiger Absicht kompromittiert wurde. 2013 wurden zum Beispiel die europäischen Webseiten von Yahoo angegriffen und mit Schadcodes versehen. 27.000 ahnungslose Computernutzer wurden dadurch infiziert, pro Stunde!

Wer seinen Computer nicht schützt, ist logischerweise anfälliger für Angriffe durch Viren. Ein Virenschutz­programm alleine bietet jedoch keinen 100-Prozentigen Schutz vor Malware! Virenschutz­programme behaupten in der Regel, alle aktuellen und künftigen Viren erkennen zu können. Doch kein Virenschutz­programm kann einen garantierten Schutz gegen alle Viren bieten. Virusautoren suchen ständig neue Angriffsmethoden und Taktiken gegen Schutz-Programme.

Beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Tipps zum Thema Virenschutz:
  • Das Betriebssystem und die darauf laufenden Programme stellen ein großes Einfallstor für Malware dar. Aus diesem Grund sollten Sie diese stets aktuell halten. Aktivieren Sie die automatische Updatefunktion von Windows und Ihrem Browser.
  • Laden Sie keine Anhänge oder Inhalte von unbekannten Seiten oder Personen herunter. Laden Sie auch bei Ihnen bekannten Personen nur Anhänge herunter, wenn Sie einen Anhang erwarten. Wenn einer Ihrer Bekannten Ihnen unerwartet eine E-Mail mit Anhang schickt, rufen Sie kurz an und fragen Sie nach, ob die Email wirklich vom anderen kommt.
  • Nutzen Sie ein Windows-Gastkonto, um im Internet zu surfen. Ein Virus ist ein gewöhnliches Programm, welches erst einmal installiert werden muss. Der Nutzer eines Gastkontos hat jedoch gar nicht die nötigen Rechte, um Programmen zu installieren. Somit kann sich auch kein Virus installieren.
  • Halten Sie Ihr Virenschutz­programm stets up-to-date. Wenn möglich, aktivieren Sie die automatische Update-Funktion. Bei unserem Testsieger (Bitdefender) ist die automatische Aktualisierung bereits in der Standardkonfiguration aktiviert.
  • Meiden Sie illegale Peer-to-Peer (P2P) Filesharing-, und Streamingseiten. Im Prinzip müsste jedem klar sein, dass das illegal und strafbar ist! Zudem sind solche Internetseiten sehr oft mit Viren, Spyware, Würmern und Trojanern infiziert. Sehr oft ist es die reine Gier, die so manche ins Verderben stürzt. Die Gier, Programme, Filme etc. gratis zu erhalten, für die man normalerweise bezahlen müsste.
  • Heutzutage werden die meisten Viren über den Browser (z.B. Firefox, Internet Explorer, Chrome) verbreitet. Die Infektion geschieht hierbei per Drive-by-Download. Drive-by-Download bezeichnet das ungewollte Herunterladen schädlicher Schadprogramme. Das geschieht während des Besuchs einer von Kriminellen präparierten Internetseite und unter Ausnutzung von Sicherheitslücken im Internet-Browser. Mehr Informationen zum Thema + Schutz finden Sie in unserem Artikel über Drive-by-Downloads.
  • Führen Sie regelmäßig eine Datensicherung durch. Schnell, sicher und komfortable in der Benutzung sind hier in erster Linie Imagebackup-Programme. Einer der bekanntesten Vertreter seiner Art ist Acronis True Image. Das Programm kopiert den Inhalt der Festplatte nicht dateiweise, sondern erstellt ein spiegelbildliches, komprimiertes Abbild der zu sichernden Festplatte.
  • Führen Sie keine Finanztransaktionen von einem öffentlich zugänglichen Computer oder Wireless-Netzwerk (zum Beispiel im Hotel W-LAN) aus.
  • Nutzen Sie sichere Passwörter. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 10 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Keine Passwörter mit lexikalischem Bezug. Unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Applikationen / Dienste. Auf Angebote von Browsern, Ihre Zugangsdaten zu speichern, unbedingt verzichten. Speicherung und Verschlüsselung aller Passwörter in einem Passwortsafe. Kostenlos und OpenSource ist der Passwortsafe “KeePass“ (keepass.info).
  • Niemals irgendwelche Zugangsdaten angeben, auch wenn eine E-Mail von der „Hausbank“ im Posteingang liegt und man aufgefordert wird, die Zugangsdaten bekannt zu geben. Keine Bank fragt irgendwelche persönliche Kundendaten via E-Mail ab. Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie beim entsprechenden Dienstleister an oder fragen Ihrerseits per E-Mail nach, ob entsprechende E-Mails verschickt wurden. Eine gute Virenschutz Suite enthält einen Phishing-Filter, der solche E-Mails umgehend löscht. Übrigens sind Phishing-Mails inzwischen in einem guten Deutsch verfasst und strotzen nicht mehr so vor Rechtschreibfehlern, wie noch vor einigen Jahren.
  • Weitere Sicherheitstipps ...

Unabhängige Virenschutz-Tests im Internet

Es gibt im Internet zahlreiche Organisationen und Virenschutzlabore. Wir empfehlen, dass Sie die Testergebnisse dieser Organisationen soweit wie möglich nutzen. Dazu gehören Zeitschriften wie Virus Bulletin (virusbulletin.com), das Magdeburger Testlabor AV-TEST (av-test.org) und der Österreichische Anbieter AV-Comparatives (av-comparatives.org).
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