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Virenschutz Test (2020) - Vergleich der besten Virenschutz­programme

1. Februar 2020 von , IT-Sicherheitsexperte
Virenschutz Test Täglich entdecken die Virenschutzexperten von Kaspersky 360.000 neue Schädlinge im Internet. Und auch andere Hersteller von Virenschutz­programmen melden eine ähnlich hohe Zahl an Schädlingen. Wer im Internet mit herunter gelassener Hose surft, im übertragenen Sinne, fängt sich ganz schnell einen Virus ein. Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und selbst technisch versierte Computernutzer fangen sich ohne Virenschutz­programm ganz schnell einen Computer-Schädling ein. Grund genug, den eigenen Computer mit einem guten Virenschutz­programm auszustatten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Virenschutzprogrammen auf dem Computer-Markt. Kostenlose und Premium-Versionen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die besten Virenschutz­programme vor. Unsere Bestenliste klärt, welches Virenschutz­programm man sich installieren sollte. Zur Bewertung der Virenschutz-Leistung greifen wir auf eigene Erfahrungen und auf des österreichischen Testlabors AV-Comparatives zurück. Das Sicherheitsunternehmen testet regelmäßig Antiviren-Software. Die aktuellsten Testergebnisse können jederzeit auf av-comparatives.org eingesehen werden.

Gefahren zu erkennen ist jedoch nur die halbe Miete. Aus diesem Grund bewerten wir auch die Benutzerfreundlichkeit und die Zusatzfunktionen der einzelnen Virenschutz­programme. Die Top-Sicherheitspakete kosten zwischen 18 und 80 Euro. Grundsätzlich gilt jedoch: Guten Virenschutz gibt es auch kostenlos. In kostenlosen Virenschutz­programmen werkeln die gleichen Virenschutz-Engines wie in der Kaufsoftware. Große Unterschiede gibt es jedoch beim Funktionsumfang und beim persönlichen Support. Wer zum Beispiel, im Falle einer Malware-Infektion, eine umfassende persönliche Beratung wünscht, sollte eine kostenpflichtige Virenschutz­software wählen. Gleiches gilt für Nutzer, die zum Beispiel Wert auf einen guten Betrugs-, Phishing-Schutz legen.

Rangliste der besten Virenschutz­programme

Der Virenschutz Vergleich setzt sich zusammen aus den Testdisziplinen Virenschutz & Software. Die maximale Gesamt-Punktzahl beträgt 20 Punkte.

Rang Virenschutz­programm Viren­schutz Soft­ware Gesamt Sortieren Preis pro Jahr
1
Bitdefender Total Security 2020 10,0 9,5 19,5 34,99 Euro*
*Eine 5-Jahres-Lizenz gibt es aktuell für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr).
2
Kaspersky Total Security 2020 9,5 9,0 18,5 49,95 Euro
3
Avira Internet Security Suite 9,5 8,5 18,0 44,95 Euro
4
McAfee Total Protection 8,0 8,5 16,5 59,95 Euro
5
F-Secure Total 8,0 8,0 16,0 79,99 Euro
8
AVG Internet Security 8,5 7,0 15,5 54,99 Euro
6
ESET Smart Security Premium 7,0 8,5 15,5 49,95 Euro
7
Avast Free Antivirus 8,5 7,0 15,5 Gratis
8
AVG Anti-Virus Free 8,5 7,0 15,5 Gratis
10
Norton 360 Premium 8,5 7,0 15,5 39,99 Euro
12
Trend Micro Maximum Security 8,5 6,5 15,0 39,95 Euro
13
Microsoft Windows Defender 7,5 7,0 14,5 Gratis
Der Windows Defender hat aktuell einige Probleme mit (Falschmeldungen). Bei der Erkennung von Schädlingen erzielt der Windows Defender inzwischen gute Werte.
Bewertungskriterien & detaillierte Testergebnisse

Schutzleistung der Virenschutz­programme

Die wichtigste Fähigkeit eines Virenschutz­programmes ist die Erkennungsleistung von Viren. Doch nicht jede Virenschutz-Lösung schützt gleich gut. Bei unserer Virenschutz-Bewertung werden auch Falschmeldungen ("false positives") berücksichtigt. Die Anzahl an Falschmeldungen sollte möglichst niedrig sein.

Die nachfolgenden Virenschutz­programme erhalten deutlich weniger Virenschutz-Punkte aufgrund von zahlreichen Fehlalarmen: Norton 360 Premium, F-Secure Total, McAfee Total Protection, Trend Micro Maximum Security, BullGuard Premium Protection & Microsoft Windows Defender.

Nützliche Zusatzfunktionen der Sicherheitspakete

Um sich sicher im Internet bewegen zu können, bedarf es verschiedener Schutz-Module, die der Bedrohungs-Komplexität gewachsen sind. Anbieter für Virenschutzsoftware verkaufen ihre Sicherheitspakete immer öfter als Security-Suite, die neben der Virenschutz-Software auch eine Firewall, einen Spamschutz und weitere Sicherheits-Tools bereitstellt. In der nachfolgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die Zusatzfunktionen der verschiedenen Sicherheitspakete.

Kaspersky Logo Bullguard Logo Trend Micro Logo
Bitdefender Total Security Kaspersky Total Security ESET Smart Security Norton 360 Premium McAfee Total Protection Avast Free Antivirus Avira Internet Security AVG Internet Security F-Secure Total AVG Anti-Virus Free BullGuard Premium Protection Microsoft Windows Defender Trend Micro Maximum
Betrugsschutz
Firewall
Kindersicherung
Passwort-Manager
Ransomware-Schutz
Sicherer Browser
Software Updater
VPN-Dienst
W-LAN Schutz
Webcam-Schutz
= Screenshot der Zusatzfunktion. Zum Anzeigen einfach draufklicken.

Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis - Der Defender nervt mit Falschmeldungen

Die Ergebnisse sind insgesamt recht erfreulich: Der Virenschutz von Bitdefender schützt den Computer derzeit am besten, es wehrt die meisten Schädlinge ab und löst kaum Falschmeldungen aus. Auch sehr guten Virenschutz bieten die Programme Kaspersky Total Security und Avira Internet Security.

Der Windows Defender wird immer besser und schützt inzwischen sehr zuverlässig vor Viren. Doch leider kostet der Windows Defender laut AV-Comparatives am und gibt Das Schlusslicht in unserem Ranking.

Der Testsieger: Bitdefender Total Security 2020

Bitdefender Total Security
Bitdefender Total Security
Die Bitdefender Total Security 2020 (bitdefender.de) schützt sehr gut vor jeglicher Malware (unter: Windows, macOS, iOS und Android) . Das beweisen diverse Testsiege und Auszeichnungen. Unter anderem in den nachfolgenden Tests hat Bitdefender einen Testsieg eingefahren: ComputerBild (03/2019)[1], Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2019)[2], CHIP (07/2019)[3], PC-Welt (Ausgabe 03/2019)[4], AV-TEST (03/2019)[5].

Wie alle anderen Virenschutz-Hersteller auch, hat Bitdefender viel in eine bessere Optik investiert. Die Bitdefender-Bedienung ist kinderleicht, egal ob Sie Anfänger oder Profi sind. Keine aufwändige Konfiguration ist notwendig. Im Mittelpunkt steht eine Art Infozentrale. Hier sieht der Benutzer jederzeit, wie es um die Sicherheit von PC und persönlichen Daten steht.

Nach der Installation ist kein Zutun des Benutzers erforderlich, da das Programm so eingestellt ist, dass es automatisch für optimalen Schutz sorgt. Wer mehr ins Detail gehen will, kann mit wenigen Klicks individuelle Einstellungen vornehmen, Statistiken abfragen oder auch Netzwerkaktivitäten beobachten.
Bitdefender Internet Security
Installation
Bitdefender Internet Security
Infozentrale
Bitdefender Meldungen
Meldungen
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Um gefährliche Dateien von ungefährlichen zu unterscheiden, setzt Bitdefender auf maschinelles Lernen. Dahinter steckt eine Art künstliche Intelligenz. Zusätzlich zu der Virenschutz-Funktion verfügt das Programm über eine Firewall, eine Kindersicherung, eine Geldbörse, einen leistungsstarken Phishing-Schutz und einen Anti-Spam-Schutz. Chat-Unterhaltungen verschlüsselt das Programm automatisch.
Bitdefender hat seine Hausaufgaben hinsichtlich Bedienung und Virenschutz sehr gut gemacht. Das Programm arbeitet sehr zuverlässig, ist leicht zu bedienen und bietet einen hohen Komfort. Mit der Version 2020 hat das Programm einige tolle Verbesserungen erfahren - am nützlichsten ist der verbesserte Ransomware-Schutz. Zu den neuen Funktionen zählt unter anderem ein Mikrofon-Schutz. Sehr umfangreich fällt nun der Funktionsumfang bei der Kindersicherung aus. So lassen sich etwa in der Heimatstadt erlaubte und nicht erlaubte Gebiete einstellen. Sobald das Kind ein nicht erlaubtes Gebiet betritt, werden die Eltern darüber informiert, etwa per Push-Nachricht (iOS, Android). Ein Jahresabo der Total Security lässt die Installation auf 5 verschiedenen Geräten zu (Windows, macOS, iOS und Android). Dies ist sicherlich von Vorteil, wenn Sie zu den vielen modernen Haushalten gehören, die über zahlreiche Internet-verbundene Geräte verfügen.

Bitdefender - 5 Jahres-Edition

Bitdefender verkauft auf bitdefender.de momentan eine 5 Jahres-Edition für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr). Die 5 Jahres-Edition enthält keine integrierte Firewall. Da Windows jedoch schon lange eine Firewall eingebaut hat, ist eine zusätzliche Firewall nicht wirklich erforderlich.

5 Jahre

Klasse Virenschutz: Kaspersky Total Security 2020

Kaspersky Total Security
Kaspersky Total Security
Auf Platz 2 in unserem Virenschutz Test landet die Kaspersky Total Security 2020 (https://www.kaspersky.de/total-security). Das Schutzpaket hat dem Endbenutzer viel zu bieten. Im Großen und Ganzen ist die Virenschutzlösung sehr gut, kann jedoch in der Testdisziplin Virenschutz nicht ganz mit dem Testsieger mithalten.

Die Installation der Virenschutz-Software ist sehr einfach. Sie müssen lediglich das Setup ausführen und den Installationshinweisen folgen. Sofort nach der Installation wird ein Datenbank-Update ausgeführt, um die Software auf den neusten Stand zu bringen. Die Benutzeroberfläche ist verständlich und leicht navigierbar. Die wichtigsten Funktionen befinden sich alle in Reichweite des Mauszeigers. Im Hauptfenster des Virenschutzprogramms sehen Sie jederzeit den derzeitigen Status und unter anderem, wie aktuell Ihre Programmdateien und Virusdefinitionen sind.

Sie können zahlreiche Einstellungen vornehmen, um das Programm für Ihre Bedürfnisse zu optimieren. Die Voreinstellungen sind bereits gut optimiert.
Kaspersky Datenbank aktualisieren
Aktualisierung
Kaspersky Virenschutz Untersuchung
Untersuchung
Kaspersky Kindersicherung
Kindersicherung
Mit Safe Money stellt Kaspersky eine Technologie vor, die verifizieren kann, ob die aufgerufene Bank- oder Shoppingseite tatsächlich zum gewünschten Anbieter gehört und die SSL-Zertifikate authentisch und gültig sind. Selbst Keylogger, die Zugangsdaten über die Tastatureingaben abgreifen wollen, sind chancenlos, da eine virtuelle Tastatur zum Eingeben der relevanten Daten erzeugt wird.

Der unbefugte Zugriff auf die Webcam wird ebenfalls registriert und abgewehrt.

Ganz aktuell ist der Schutz vor sogenannter Ransomware, die Computer blockiert und eine Art Lösegeld verlangt. Selbst bei einer Infizierung des Betriebssystems kann die Anti-Blocker-Technologie eine Sperrung des Systems durch die Ransomware unterbinden.

Kaspersky legt außerdem großen Wert auf Alltagstauglichkeit: Nervige Fehlalarme werden wirksam verhindert. Wer verdächtige Software in einer sicheren Umgebung ausprobieren will, kann dazu den SafeRun-Modus einsetzen, der einen echten Zugriff der Software auf das System verhindert.
Das Programm verbraucht kaum Computerressourcen und ist leicht zu bedienen. Es verfügt über zahlreiche Zusatzfeatures, mit denen Sie Ihre Sicherheit im Internet verbessern: eine Firewall, Schutztechnologien gegen Phishing, eine Kindersicherung, einen Modus für PC-Spieler, ein Backup-Tool uvm. Die Kaspersky Total Security ist verfügbar für Windows, Mac, iOs und Android.
Testergebnisse Kaspersky Total Security 2020:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:9,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Kosten:49,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Zahlreiche Einstell­möglichkeiten
  • Zahlreiche Funktionen
  • Kompatibilitäts­probleme unter Android
  • Vorsicht: Abo-Option beim Kauf

Der beste kostenlose Virenschutz: Avast Free Antivirus

Bester kostenloser Virenschutz Avast Free Antivirus
Avast Free Antivirus
Das Virenschutzprogramm Avast Free Antivirus (https://www.avast.com/de-de/index) bietet den aktuell besten kostenlosen Virenschutz. Avast stoppt beim Surfen einen Großteil aller Schädlinge. Es überwacht den kompletten Dateizugriff und den gesamten Mailverkehr. Die einfache Bedienung macht das Programm für Einsteiger sehr geeignet. Neben der E-Mail-Überwachung bietet das Programm auch einen Schutz für Tauschbörsen-Tools, einen Messenger-Scanner und einen Benachrichtigungsdienst. Die Sensibilität des Scannens lässt sich für jede einzelne Komponente gesondert einstellen.

Der intelligente Virenschutz erkennt Viren, Malware, Spyware, Phishing-Angriffe und Ransomware. Durch Streaming-Updates wird die Virendatenbank permanent auf dem neuesten Stand gehalten.

Das Programm Avast Free Antivirus wird im Paket mit einem umfassenden Netzwerk zur Bedrohungserkennung, einfacher Passwortverwaltung, Heimnetzwerksicherheit und Schutz per maschinellem Lernen angeboten. Das integrierte Browser-Cleanup-Tool dient dazu, überflüssige Add-ons und Toolbars aus dem Browser zu entfernen.

Neu in der aktuellen Version sind unter anderem die verbesserten Sicherheitsstandards und die intelligenteren Funktionen. Diese führen zum schnelleren Erkennen von Bedrohungen und stellen die Automatisierung über eine intuitive Schnittstelle bereit. Der Malware-Schutz wurde vertieft, indem das App-Verhalten in Echtzeit untersucht wird. Und auch bei der Rechnerbelastung hat sich einiges getan, der Virenschutz schränkt die Computernutzung kaum noch ein.
Hauptmenü von Avast
Hauptmenü
Schutzkomponenten
Virenschutz
Bei Problemen wird der ratsuchende Nutzer nicht im Regen stehen gelassen, der Avast-Hilfeservice antwortet sehr schnell.

Extra-Funktionen (Firewall, Kinderschutz, E-Mail Schutz...) gibt es kaum, oder nur gegen Aufpreis.

Kostenloser Download: Avast Free Antivirus herunterladen (Avast.com)

Testergebnisse Avast Free Antivirus:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Nein
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Guter Grundschutz
  • Viele Fehlalarme
  • Nervige Werbung
  • Keine Extra-Funktionen

Der Windows Defender mit ungewöhnlich vielen Falschmeldungen

Für private Nutzer, die mit Windows 10 unterwegs sind, soll der Microsoft Windows Defender eine kostenlose Alternative zu kostenpflichtigen Antivirenprogrammen darstellen. Der Vorteil für Windows-Nutzer liegt auf der Hand: Die Schutzlösung ist vorinstalliert und in die Systemarchitektur von Windows integriert. Aber ist der Defender auch gut genug, um alternative Antivirensoftware zu ersetzen? In den vergangenen Monaten hat sich die Virenschutz-Leistung deutlich gebessert und schlägt sich mittlerweile sehr gut. Die langfristige Tendenz muss man beobachten. Aktuell kämpft der Windows Defender leider mit überdurchschnittlich vielen Fehlalarmen. Allein in den letzten beiden Tests der renommierten Test-Organisation AV-Comparatives erzeugte der Virenscanner 85 Fehlalarme.

Der Funktionsumfang unterscheidet sich enorm von denen herkömmlicher Anbieter. Es fehlt unter anderem ein Spamfilter und eine Malware-Prüfung eingehender Mails. Enthalten sind die folgenden Funktionen: Viren- und Bedrohungsschutz, Kontoschutz, Geräteleistung - und integrität, Firewall & Netzwerkschutz, App- & Browsersteuerung, Gerätesicherheit, Familienoptionen.

Windows Defender Security Center
Windows Defender Security Center
Mit dem Virus- und Bedrohungsschutz können Sie nach Viren und anderen Bedrohungen suchen. Im Kontoschutz wird die Windows Konto- und Anmeldesicherheit verwaltet. Der SmartScreen übernimmt im Windows Defender den Schutz der Apps und des Browsers. Der Bereich Geräteleistung und -integrität zeigt Leistungsprobleme Ihres Computers an (Speicherkapazität, Gerätetreiber, Akkulaufzeit, Windows-Update, Sauberer Start).

Die Firewall des Windows Defender enthält drei Netzwerktypen, eine für das private Netzwerk, eine für das öffentliche Netzwerk und eine für das Domänennetzwerk. SmartScreen (App- & Browsersteuerung) analysiert aktuell besuchte Webseiten und sucht nach verdächtigem Verhalten. Außerdem wird die Webseite mit einer dynamischen Liste der gemeldeten Schadwebseiten verglichen. Wird etwas Verdächtiges bemerkt, werden Sie umgehend gewarnt.

Unter Gerätesicherheit können Sie die Kernisolierung bzw. Speicher-Integrität aktivieren. Die Familienoptionen bieten Zugriff auf Werkzeuge um die Geräte Ihrer Kinder auf dem neuesten Stand zu halten und Ihre Kinder im Internet zu schützen.
PUPs blockieren mit dem Windows Defender:
Wenn Sie den Windows Defender nutzen, empfehlen wir Ihnen, die PUP-Blockierung zu aktivieren. Diese ist standardmäßig weder aktiviert noch als optionale Funktion im Windows Defender sichtbar. PUPs (potenziell unerwünschte Programme) sind Softwarekomponenten (Symbolleisten, Browsererweiterungen, Adware), die häufig bei der Installation von kostenlosen Programmen (Standard-Installationsoption) heimlich mitinstalliert werden. Der Windows Defender kann diese Softwarekomponenten blockieren.

Sie können den PUP-Schutz in der PowerShell aktivieren. Um die PowerShell aufzurufen, drücken Sie Windows + X und klicken Sie auf Windows PowerShell (Administrator). Geben Sie in der Eingabeaufforderung den Befehl Set-MpPreference -PUAProtection Enabled ein, und drücken Sie die Enter-Taste. Der PUP-Blocker ist jetzt aktiviert. Um den PUP-Blocker wieder zu deaktivieren, benutzen Sie den Befehl Set-MpPreference -PUAProtection Disabled.

Die weiteren Virenschutz­programme

Avira Internet Security Suite

Die Avira Internet Security Suite (https://www.avira.com) eignet sich für alle PCs mit installiertem Windows 7 Service Pack 1 oder besser. Die Anwendung schützt nicht nur gegen Viren, Würmer und andere Schadsoftware, sondern stellt auch eine leistungsstarke Firewall bereit.

Gegen verschlüsselungsfreudige Ransomware geht Avira Internet Security Suite ebenfalls vor, sodass Ihre Daten sicher bleiben. Der integrierte Browserschutz verhindert die Übertragung von gefährlichen Dateien und das Anklicken dubioser Links. Das komplett in Deutsch gehaltene Programm verfügt außerdem über die Fähigkeit, verschiedene Nutzerprofile anzulegen, sodass mehrere Personen an einem Gerät jeweils eigene Einstellungen vornehmen können.

Einen Kinderschutz bietet Avira Internet Security Suite zwar nicht, dafür gibt es jedoch einen Uninstaller für die saubere Entfernung von Programmen. Der Spielmodus macht es einfacher, ohne Störungen in Vollbildspiele einzutauchen.

Auf Wunsch scannt das Antivirenprogramm sowohl angeschlossene USB-Laufwerke als auch via Netzwerk verbundene Laufwerke wie NAS-Festplatten. Über die Cloud wird bei diesem Programm, wie bei vielen Mitbewerbern, der Schutz vor neuartigen Viren verbessert.

In Bezug auf die Leistung ist Avira etwas langsamer als zum Beispiel Eset, Bitdefender oder Kaspersky. In der Regel sollten Sie jedoch keine spürbare Verlangsamung des Computers feststellen.

Wer die Security Suite testen möchte, kann eine 1 Monats-Lizenz kaufen (4,95 Euro).

Testergebnisse Avira Internet Security Suite:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:9,5
Betriebssystem:Windows
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:44,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Guter Virenschutz

McAfee Total Protection

Über McAfee gab es in den vergangenen Jahren einige interessante Berichterstattungen, nicht nur über das Sicherheitsunternehmen selbst, sondern auch über den Unternehmensgründer John McAfee. Als weltweit führendes Sicherheitsunternehmen zählt McAfee hinsichtlich PC-Sicherheitslösungen zu den Pionieren.

McAfee ist nun Teil von Intel Security. Mit dem sehr bekannten McAfee Total Protection (https://www.mcafee.com) überwachen Sie Ihre Geräte sowie angeschlossene Netzwerklaufwerke mit einer deutschen Benutzeroberfläche. Der Uninstaller säubert das System gründlich von Programmen während der Kinderschutz den Zugriff auf ungeeignete Inhalte für Kinder unmöglich macht. Wahlweise verwenden Sie zeitgleich eine Android- oder iOS-App. McAfee Total Protection versorgt sich selbst mit Updates, sofern Sie nicht den Offline-Modus verwenden.

Funktionell geht das Tool sowohl gegen Spyware als auch Viren, Würmer und Trojaner sowie Ransomware à la Locky vor. Auf Wunsch kann McAfee Total Protection auch Daten komplett vernichten oder Festplatten durch die Überschreibung wichtiger Sektoren mit Datenmüll sauber löschen. Integriert ist auch ein Anti-Tracking-Tool, das Cookies auf Ihrem System nicht zulässt und damit die Nachverfolgung Ihrer Person im Internet erschwert. Permanent aktiv ist auch der Browserschutz, der sowohl die erwähnten Cookies aussperrt als auch Downloads und Links in Echtzeit überprüft.

Sind Sie häufig in sozialen Netzwerk unterwegs, ist McAfee Total Protection ebenfalls eine gute Wahl: Messenger- und Social-Media-Schutz halten Sie davon ab, versehentlich verseuchte Links anzuklicken oder Dateien anzunehmen. E-Mails überwacht das Programm ebenso, außerdem räumt McAfee Total Protection bei Bedarf in der Registry auf. Eine PC-Optimierung ist ebenfalls Teil des Gesamtpakets, wodurch gerade die Performance auf älteren Systemen ein wenig angehoben wird.

Testergebnisse McAfee Total Protection:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,0
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing:Nein
Schutz vor E-Mails:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Preis:59,95 Euro

F-Secure Total

Mit F-Secure Total (https://www.f-secure.com/de_DE/) erhalten Sie einen automatischen, sich selbst aktualisierenden Schutz vor Malware. Zusätzlich integriert der Hersteller einen Browser-Schutz, der während der Nutzung des Browsers vor potenziell gefährlichen Links warnt oder die Sicherheit von Downloads überprüft. Online-Banking und -Shopping überwacht F-Secure Total ebenfalls durch einen eigenen Banking-Schutz, der Online-Handel sicherer machen soll und Ihre Identität gegen Diebstahl schützt.

Weiterhin befindet sich im Programmpaket ein Kinderschutz, der dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche nur auf Webseiten surfen, die für sie geeignet sind. Eine nach eigenen Aussagen geringe Systembelastung sorgt auch auf Einsteiger-Notebooks und ähnlicher Hardware dafür, dass F-Secure Total die Nutzung des Geräts nicht spürbar verlangsamt. Um die Performance des eigenen Virenschutzes zu verbessern, ist das Programmpaket permanent mit der Cloud von F-Secure verbunden, was vor allem die Erkennungsraten gegenüber neuen Viren positiv beeinflusst.

Zusätzlich erhalten Sie einen Passwort-Manager. Das ist ein Programm, in dem Sie Ihre Passwörter sichern können. Möchten Sie sich irgendwo einloggen, gehen Sie nur in Ihren Passwort Safe, kopieren das Passwort und fügen es im Loginfeld ein. Für den Passwort Safe haben Sie ein sogenanntes Master-Passwort, ein besonders komplexes und damit weitgehend sicheres Passwort, mit dem Sie den Zugang zum Passwort-Manager sichern.

Einen speziellen Modus für Spiele bietet F-Secure Total nicht, dafür können Sie das Tool aber für kurze Zeit mit nur zwei Mausklicks deaktivieren.

Das Programm unterstützt neben Windows und macOS auch Android und iOS.

Testergebnisse F-Secure Total:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,0
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:79,99 Euro (1 Jahr / 3 Geräte)
Fazit:
  • Gute Virenerkennung
  • Zahlreiche Fehlalarme

AVG Internet Security

AVG Internet Security (http://www.avg.com/de-de/) bringt einen Virenschutz mit, der sowohl Ihren Computer als auch eingehende E-Mails überwacht. "Viren" bezieht sich in diesem Fall sowohl auf Schadsoftware als auch Rootkits, Spyware und ähnliche Programme. Wechseldatenträger wie USB-Sticks oder DVDs prüft AVG Internet Security ebenfalls, bevor Sie Daten von oder auf diese/n Datenträger kopieren.

Wahlweise fügen Sie Fotos und andere persönliche Daten in einen virtuellen Safe ein. Dort verschlüsselt AVG Internet Security Ihre Daten. Verlieren Sie beispielsweise ein Notebook am Flughafen, kommt der Finder nicht an diese Dokumente. Weiterhin überwacht das Tool bekannte Phishing-Mechanismen und Spam, damit Online-Banking und damit auch -Shopping sicherer ablaufen. Geben Sie wichtige Daten in Formulare ohne Sicherheitszertifikat ein, warnt AVG Internet Security ebenfalls davor.

Der Hersteller ist großzügig und stellt AVG Internet Security für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten bereit. Nutzen können Sie diese Programme sowohl für Windows-Geräte als auch Android-Smartphones und Computer mit macOS. Die Verwaltung aller Geräte und Nutzer geschieht online über eine Web-Oberfläche, die Sie von überall aus öffnen und bearbeiten können.

Testergebnisse AVG Internet Security:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:54,99 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Nervige Werbung für AVG Tuneup

ESET Smart Security Premium

Mit ESET Smart Security Premium (https://www.eset.com/de/home/smart-security-premium/) erwirbt man ein umfassendes Schutzpaket gegen die gängigsten Bedrohungen aus dem Netz. Im Funktionsumfang enthalten ist unter anderem eine Firewall sowie ein Schutz gegen Phishing-Versuche. Die Firewall erkennt Angriffe auf das eigene Netzwerk bzw. den WLAN-Router und gibt entsprechende Warnungen an den Nutzer aus. Natürlich lassen sich die Einstellungen konfigurieren, um Fehlalarme nach Möglichkeit auszuschließen. Ergänzt werden die Funktionen durch eine Kindersicherung, die dafür sorgen soll, dass unangemessene Inhalte und Webseiten vor Kinderaugen verborgen bleiben.

Automatische Verbindungen zur hauseigenen Cloud verbessern die Erkennung neuartiger Viren, Würmer und Trojaner. Es versteht sich von selbst, dass sich ESET Smart Security permanent selbst updatet.

Das komplett in Deutsch gehaltene Programm überprüft wahlweise auch angeschlossene Netzwerklaufwerke. Im Spielmodus werden Virenfunde oder Update-Mitteilungen geblockt, empfindliche Nutzer deaktivieren ESET Smart Security für eine kurze Zeit.

Die Anwendung versteht sich als reiner Virenschutz. Darüber hinaus prüft das Programm E-Mails und behält den Chatverlauf in sozialen Netzwerken im Blick, um Fake-Links aufzustöbern. Daten komplett von der Festplatte löschen oder verschlüsseln kann ESET Smart Security aber nicht, und auch zusätzliche Tools wie ein Registry-Cleaner fehlen. Die geringe Systembelastung während der Überwachung in Echtzeit macht die Applikation auch für ältere Geräte, denen langsam die Rechenleistung ausgeht, interessant.

Neben einer Mac-Variante existieren auch Lösungen für Android- und iOS-Smartphones.

Testergebnisse ESET Smart Security Premium:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:7,0
Betriebssystem:Windows, Mac, Linux, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Ja
Kosten:49,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Performance-Sieger
  • Mittelmäßige Ausstattung

AVG Anti-Virus Free

Einen kostenlosen Rundumschutz vor Trojanern, Viren, Malware und Spyware bietet AVG Anti-Virus Free (http://www.avg.com/de-de/). Wie die kostenpflichtige Version auch, scannt die Freeware den PC nach allen Arten gängiger Schadsoftware. Wird ein positiver Befall vermeldet, können die Dateien wahlweise gelöscht oder in die Quarantäne verschoben werden, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können. Verdächtige oder gefährliche Internetseiten werden über den sogenannten Link-Scanner im Auge behalten. Er informiert den Nutzer auch über möglicherweise unsichere Downloads und gibt eine Sicherheitseinschätzung zu Links, die in den Trefferlisten von Suchmaschinen angezeigt werden. Somit hat der Nutzer die Möglichkeit, solche Links schon vor dem Anklicken zu erkennen.

Sowohl in der Vollversion als auch in der kostenlosen Version bietet AVG einen automatischen Scan externer Laufwerke (CD, DVD, USB). Wer nur diese Funktionen zusätzlich zu einem bereits anderen Virenscanner nutzen möchte, kann AVG Anti-Virus Free auch im passiven Modus betreiben. Dann ist der Echtzeitschutz deaktiviert. Dies ist aber nur empfehlenswert, wenn der Schutz durch ein anderes Programm gewährleistet wird.

Der Funktionsumfang ist überschaubar. Unter anderem fehlt im Vergleich zur Vollversion die übliche Firewall. Ebenfalls nicht verfügbar ist der Datensafe.
Wichtig: Die Installation ist ein wenig verwirrend. Sie müssen die Basisversion auswählen, um die kostenlose Version zu installieren. Sonstige Programme sollten Sie abwählen.
Testergebnisse AVG Anti-Virus Free:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Die Installation ist etwas verwirrend für den Benutzer
  • Viel Werbung für Kauf-Produkte

Norton 360 Premium

Mit Norton 360 Premium (https://de.norton.com) sichern Sie bis zu 10 Geräte auf einmal gegen Schadsoftware wie Spyware, Viren, Würmer oder auch Ransomware. "Geräte" bedeutet in diesem Fall, dass Sie nicht nur Windows-PCs, sondern auch Notebooks mit macOS, Android- oder iOS-Smartphones und auch Tablets schützen können. Online-Transaktionen sowie Ihre Identität versucht Norton 360 Premium ebenfalls bestmöglich zu schützen.

Alle Programmteile, Virenschutz, Firewall, Spyware-Protection und dergleichen mehr, können Sie online über ein Web-Portal verwalten. Dort konfigurieren Sie jedes Gerät einzeln und nehmen durch Norton 360 Premium somit Rücksicht darauf, dass Sie für ein bestimmtes Gerät vielleicht keinen E-Mail-Schutz brauchen. Ungewöhnlich unter den Herstellern dieser Lösungen ist die Tatsache, dass Sie Ihr Geld zurückverlangen können, falls die Anwendung versagt und bestimmte Viren und andere Schadsoftware nicht findet.

Norton 360 Premium geht bei seiner Arbeit präventiv vor und warnt Sie, wenn Sie sich unsignierte Android-Apps oder gefährliche .exe-Dateien unter Windows herunterladen. Überprüft werden auch der E-Mail-Eingang sowie die Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Bei einem Klick auf eventuell gefährliche Links erhalten Sie durch Norton Security Deluxe eine Warnung.

Die geringe Systembelastung während des permanenten Hintergrundscans ist für eine reibungslose Kompatibilität auch mit älteren Geräten (bis Windows XP SP3) verantwortlich.
Vorsicht beim Kauf: Man schließt automatisch ein Abo ab!
Testergebnisse Norton 360 Premium:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:39,99 Euro (1 Jahr / 10 Geräte)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Komplizierte Kontaktaufnahme

Trend Micro Maximum Security

Trend Micro Logo Mit Trend Micro Maximum Security (https://www.trendmicro.com/de_de/) erwirbt der Nutzer ein Paket zum Schutz vor Viren, Rootkits, Trojanern und Spyware. Der Echtzeitschutz gewährleistet eine pausenlose Überwachung des E-Mail-Verkehrs sowie aller Netzwerkaktivitäten. Werden Gefahren erkannt, werden sie entsprechend gemeldet und gegebenenfalls blockiert. Eine eingebauter Ransomware-Schutz schützt darüber hinaus vor Verschlüsselungsprogrammen.

Die „feindliche Übernahme“ des Browsers, beim Online-Banking, wird durch „Trend Micro Pay Guard“ unterbunden.

Über die Kindersicherung kann man festlegen, zu welchen Zeiten und wie lange am Stück die Kinder an den PC bzw. ins Internet dürfen. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Webinhalte blocken, die als jugendgefährdend eingestuft werden.

Wer die Computer-Version erwirbt, erhält die mobile Version für Android-, & iOS-Smartphones kostenlos dazu. Damit ist das Handy ebenfalls vor Viren und Spyware geschützt und das Surfen im Netz wird durch Scans von Links und Webseiten sicherer. Wird das Handy gestohlen, kann es vom Computer aus gesperrt werden.

Testergebnisse Trend Micro Maximum Security:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Nein
Kosten:39,95 Euro (1 Jahr / 5 Geräte)
Fazit:
  • Viele Fehlalarme

Benötige ich zwingend ein Virenschutzprogramm?

Bei der Flut von Schadprogrammen in immer neuen Varianten, ist ein Virenschutzprogramm empfehlenswert (nicht zwingend notwendig). Schadprogramme werden Computernutzer auch in Zukunft beschäftigen. Die Geschäftsmodelle mit Viren sind relativ leicht umzusetzen, und das mit überschaubaren Risiken. In den meisten Fällen ist es nicht möglich, einen Virenprogrammierer zur Verantwortung zu ziehen. Diese Tatsache macht es für Malware-Entwickler lukrativ immer mehr Malware-Programme zu programmieren.

Und auch andere Betriebssysteme (Linux, MacOS, Android, iOS) sind nicht per se sicher. Natürlich ist "Windows" durch die enorme Verbreitung das "Angriffsziel Nummer Eins", aber auch andere Betriebssysteme haben mit Malware zu kämpfen. Besonders Android-Geräte stehen aufgrund der wachsenden Verbreitung besonders im Visier von Kriminellen. Dagegen schützen können sich Nutzer mit Virenschutz-Apps nahezu aller namhaften Hersteller wie F-Secure, Bitdefender und Kaspersky.

Die oft gestellte Frage, welcher Virenscanner der Beste ist, geht meist am Thema vorbei. Es muss geprüft werden, für welche Zwecke das Virenschutzprogramm genutzt werden soll, welche Funktionalitäten gewünscht werden, wie hoch der Ressourcenverbrauch sein darf, wie einfach das Programm zu bedienen sein soll, welchen Support der Hersteller bietet und wie viel es kosten darf.

Was unterscheidet kostenpflichtige und kostenlose Virenschutz­programme?

Vergleich: kostenpflichtige und kostenlose Virenschutzprogramme
Kostenlose vs. kostenpflichtige Virenschutz­programme
Gute Virenschutz­programme spüren nicht nur Viren, sondern auch andere Schadprogramme zuverlässig auf und beseitigen diese. Es gibt inzwischen zahlreiche kostenlose Schutzprogramme, die einen guten Virenschutz bieten. Daher muss kein Geld für Virenschutzprogramme ausgegeben werden. Ob Sie für Sicherheitssoftware Geld ausgeben wollen oder nicht, müssen Sie selbst entscheiden.

Wer auf einen kostenlosen Virenschutz setzt, muss mit Werbung leben. Darüber hinaus punkten kostenpflichtige Antivirenprogramme mit einer Reihe von nützlichen Zusatzfunktionen. So gibt es Programme, die neben Virenscanner und Firewall z.B. auch einen Passwort-Manager, eine Datenverschlüsselung und eine Kindersicherung enthalten.

Ein weiterer Vorteil von Kaufprodukten: Die unbegrenzte und kostenlose Beratung per Telefon und E-Mail.

Ein Virenschutz­programm allein reicht nicht aus

Allein der Besuch einer eigentlich seriösen Internetseite kann ausreichen, um sich mit einem Computervirus zu infizieren. Wenn die eigentlich seriöse Internetseite, ohne Wissen des Seitenbetreibers, von einem Hacker mit bösartiger Absicht kompromittiert wurde. 2013 wurden zum Beispiel die europäischen Webseiten von Yahoo angegriffen und mit Schadcodes versehen. 27.000 ahnungslose Computernutzer wurden dadurch infiziert, pro Stunde!

Wer seinen Computer nicht schützt, ist logischerweise anfälliger für Angriffe durch Viren. Ein Virenschutz­programm allein bietet jedoch keinen 100-Prozentigen Schutz vor Malware! Virenschutz­programme behaupten in der Regel, alle aktuellen und künftigen Viren erkennen zu können. Doch kein Virenschutz­programm kann einen garantierten Schutz gegen alle Viren bieten. Virusautoren suchen ständig neue Angriffsmethoden und Taktiken gegen Schutz-Programme.

Beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Tipps zum Thema Virenschutz:
  • Das Betriebssystem und die darauf laufenden Programme stellen ein großes Einfallstor für Malware dar. Aus diesem Grund sollten Sie diese stets aktuell halten. Aktivieren Sie die automatische Updatefunktion von Windows und Ihrem Browser.
  • Laden Sie keine Anhänge oder Inhalte von unbekannten Seiten oder Personen herunter. Laden Sie auch bei Ihnen bekannten Personen nur Anhänge herunter, wenn Sie einen Anhang erwarten. Wenn einer Ihrer Bekannten Ihnen unerwartet eine E-Mail mit Anhang schickt, rufen Sie kurz an und fragen Sie nach, ob die E-Mail wirklich vom anderen kommt.
  • Nutzen Sie ein Windows-Gastkonto, um im Internet zu surfen. Ein Virus ist ein gewöhnliches Programm, welches erst einmal installiert werden muss. Der Nutzer eines Gastkontos hat jedoch gar nicht die nötigen Rechte, um Programmen zu installieren. Somit kann sich auch kein Virus installieren.
  • Halten Sie Ihr Virenschutz­programm stets up-to-date. Wenn möglich, aktivieren Sie die automatische Update-Funktion. Bei unserem Testsieger (Bitdefender) ist die automatische Aktualisierung bereits in der Standardkonfiguration aktiviert.
  • Meiden Sie illegale Peer-to-Peer (P2P) Filesharing-, und Streamingseiten. Im Prinzip müsste jedem klar sein, dass das illegal und strafbar ist! Zudem sind solche Internetseiten sehr oft mit Viren, Spyware, Würmern und Trojanern infiziert. Sehr oft ist es die reine Gier, die so manche ins Verderben stürzt. Die Gier, Programme, Filme etc. gratis zu erhalten, für die man normalerweise bezahlen müsste.
  • Heutzutage werden die meisten Viren über den Browser (z.B. Firefox, Internet Explorer, Chrome) verbreitet. Die Infektion geschieht hierbei per Drive-by-Download. Drive-by-Download bezeichnet das ungewollte Herunterladen schädlicher Schadprogramme. Das geschieht während des Besuchs einer von Kriminellen präparierten Internetseite und unter Ausnutzung von Sicherheitslücken im Internet-Browser. Mehr Informationen zum Thema + Schutz finden Sie in unserem Artikel über Drive-by-Downloads.
  • Führen Sie regelmäßig eine Datensicherung durch. Schnell, sicher und komfortable in der Benutzung sind hier in erster Linie Imagebackup-Programme. Einer der bekanntesten Vertreter seiner Art ist Acronis True Image. Das Programm kopiert den Inhalt der Festplatte nicht dateiweise, sondern erstellt ein spiegelbildliches, komprimiertes Abbild der zu sichernden Festplatte.
  • Führen Sie keine Finanztransaktionen von einem öffentlich zugänglichen Computer oder Wireless-Netzwerk (zum Beispiel im Hotel W-LAN) aus.
  • Nutzen Sie sichere Passwörter. Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens 10 Zeichen, Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Keine Passwörter mit lexikalischem Bezug. Unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Applikationen / Dienste. Auf Angebote von Browsern, Ihre Zugangsdaten zu speichern, unbedingt verzichten. Speicherung und Verschlüsselung aller Passwörter in einem Passwortsafe. Kostenlos und OpenSource ist der Passwortsafe “KeePass“ (keepass.info).
  • Niemals irgendwelche Zugangsdaten angeben, auch wenn eine E-Mail von der „Hausbank“ im Posteingang liegt und man aufgefordert wird, die Zugangsdaten bekannt zu geben. Keine Bank fragt irgendwelche persönliche Kundendaten via E-Mail ab. Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie beim entsprechenden Dienstleister an oder fragen Ihrerseits per E-Mail nach, ob entsprechende E-Mails verschickt wurden. Eine gute Virenschutz Suite enthält einen Phishing-Filter, der solche E-Mails umgehend löscht. Übrigens sind Phishing-Mails inzwischen in einem guten Deutsch verfasst und strotzen nicht mehr so vor Rechtschreibfehlern, wie noch vor einigen Jahren. Mehr Informationen zum Thema Phishing.
  • Weitere Sicherheitstipps ...

Weitere unabhängige Virenschutz-Tests

Es gibt im Internet zahlreiche Organisationen und Virenschutzlabore. Wir empfehlen, dass Sie die Testergebnisse dieser Organisationen soweit wie möglich nutzen. Dazu gehören Zeitschriften wie Virus Bulletin (virusbulletin.com), das Magdeburger Testlabor AV-TEST (av-test.org) und der Österreichische Anbieter AV-Comparatives (av-comparatives.org).

Einzelnachweise

  1. computerbild.de: „Die Bitdefender Internet Security schlägt sich im Test sehr gut und wird erneut verdienter Testsieger.“
  2. test.de
  3. chip.de
  4. pcwelt.de
  5. av-test.org

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