Virenschutz Test 2020: Die 12 besten Virenschutz­programme im Vergleich

12. Juni 2020 | Autor:
Virenschutz Test Täglich entdecken die Experten von Kaspersky 360.000 neue Schädlinge im Internet[1]. Und auch andere Hersteller von Virenschutz­programmen melden eine ähnlich hohe Zahl an Schädlingen. Wer im Internet mit herunter gelassener Hose surft, im übertragenen Sinne, fängt sich ganz schnell einen Virus ein. Das Internet ist ein gefährlicher Ort, und selbst technisch versierte Anwender fangen sich ohne Virenschutz­programm ganz schnell einen Schädling ein. Grund genug, den eigenen Computer mit einem guten Virenschutz­programm auszustatten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von Programmen auf dem Computer-Markt. Kostenlose und Premium-Versionen.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die beliebtesten Schutzprogramme vor. Zur Bewertung greifen wir u. a. auf die Testdaten der Testlabore AV-Comparatives und AV-Test zurück.

Kostenpflichtige Sicherheitspakete gibt es ab rund 30 Euro pro Jahr. Grundsätzlich gilt jedoch: Guten Virenschutz gibt es auch kostenlos. In kostenlosen Virenschutz-Lösungen werkeln die gleichen Virenschutz-Engines wie in der Kaufsoftware. Große Unterschiede gibt es jedoch beim Funktionsumfang und beim Support. Wer zum Beispiel, im Falle einer Malware-Infektion, eine Beratung wünscht, sollte einen kostenpflichtig Lösung wählen. Gleiches gilt für Nutzer, die Wert auf einen guten Betrugs- und Phishing-Schutz legen.

Rangliste der besten Virenschutz­programme

Der Vergleich setzt sich zusammen aus den Testdisziplinen Virenschutz und Software.

Rang Virenschutz­programm Viren­schutz Soft­ware Gesamt Sortieren Preis pro Jahr
1
Bitdefender Total Security 10,0 9,5 19,5 34,99 Euro*
*Eine 5-Jahres-Lizenz gibt es aktuell für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr).
Starker Virenschutz laut ComputerBild[2], Stiftung Warentest[3], CHIP[4], PC Welt[5] ...
2
Kaspersky Total Security 9,5 9,0 18,5 49,95 Euro
3
Avira Internet Security Suite 9,5 8,5 18,0 44,95 Euro
4
F-Secure Total 8,5 8,0 16,5 79,99 Euro
5
AVG Internet Security 8,5 7,0 15,5 29,99 Euro
6
Avast Free Antivirus 8,5 7,0 15,5 Gratis
7
AVG Anti-Virus Free 8,5 7,0 15,5 Gratis
8
Norton 360 Premium 8,5 7,0 15,5 39,99 Euro
9
ESET Smart Security Premium 7,0 8,5 15,5 49,95 Euro
10
McAfee Total Protection 7,0 8,5 15,5 29,95 Euro
11
Trend Micro Maximum Security 8,5 6,5 15,0 39,95 Euro
12
Microsoft Windows Defender 8,5* 6,5 15,0 Gratis
*Der Windows Defender hat aktuell einige Probleme mit (Falschmeldungen). Bei der Erkennung von Schädlingen erzielt der Windows Defender inzwischen gute Werte.

Schutzleistung der Virenschutz­programme

Die wichtigste Fähigkeit eines Schutz­programms ist die Erkennung von Viren. Doch nicht jede Virenschutz-Lösung schützt gleich gut. Wichtig: In unserer Bewertung werden auch Falschmeldungen (false positives) berücksichtigt. Von Falschmeldungen spricht man, wenn die Software eine Virusaktivität meldet, obwohl es in Wirklichkeit keinen Virus gibt. Die Anzahl an Falschmeldungen sollte möglichst niedrig sein.

Diese Programme erhalten deutlich weniger Virenschutz-Punkte aufgrund von zahlreichen Fehlalarmen: Norton 360 Premium, F-Secure Total, McAfee Total Protection, Trend Micro Maximum Security, BullGuard Premium Protection & Microsoft Windows Defender.

Zusatzfunktionen der Sicherheitspakete

Produkte von großen Herstellern werden immer öfter als Komplettpaket verkauft. Neben der Virenschutz-Funktion enthalten diese eine Vielzahl von weiteren Extras. Zahlreiche Extras haben bisweilen gar nichts mehr mit der Sicherheit zu tun.

In der Tabelle finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Zusatzfunktionen der Schutzprogramme.

Kaspersky Logo Bullguard Logo Trend Micro Logo
Bitdefender Total Security Kaspersky Total Security ESET Smart Security Norton 360 Premium McAfee Total Protection Avast Free Antivirus Avira Internet Security AVG Internet Security F-Secure Total AVG Anti-Virus Free BullGuard Premium Protection Microsoft Windows Defender Trend Micro Maximum
Betrugsschutz
Firewall
Kindersicherung
Passwort-Manager
Ransomware-Schutz
Sicherer Browser
Software Updater
VPN-Dienst
W-LAN Schutz
Webcam-Schutz
= Screenshot der Zusatzfunktion. Zum Anzeigen einfach draufklicken.

Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis - Der Defender nervt mit Falschmeldungen

Die Ergebnisse sind insgesamt sehr erfreulich: Der Virenschutz von Bitdefender schützt den Computer derzeit am besten. Es wehrt die meisten Schädlinge ab und löst kaum Falschmeldungen aus. Auch sehr guten Virenschutz bieten die Programme Kaspersky Total Security und Avira Internet Security.

Der Windows Defender wird immer besser und schützt inzwischen sehr zuverlässig vor Viren. Doch leider kostet der Windows Defender laut AV-Comparatives am und gibt Das Schlusslicht in unserem Ranking.

Der Testsieger: Bitdefender Total Security

Bitdefender Total Security
Bitdefender Total Security
Die Bitdefender Total Security (Link: bitdefender.de) schützt sehr gut vor jeglicher Malware (unter: Windows, macOS, iOS und Android) und landet souverän auf Platzs eins. Diverse Testsiege und Auszeichnungen unterstreichen die Top-Wertung. Unter anderem in den nachfolgenden Tests hat Bitdefender herausragende Testergebnisse erzielt: ComputerBild (Ausgabe 06/2020)[2], Stiftung Warentest (Ausgabe 02/2020)[3], CHIP (Ausgabe 03/2020)[4], PC-Welt (Ausgabe 11/2019)[5], AV-TEST (03/2019)[6], AV-Comparatives („Produkt des Jahres“ - Februar 2020)[7].

Wie alle anderen Hersteller auch, hat Bitdefender viel in eine bessere Optik investiert. Die Bedienung ist kinderleicht, egal ob Sie Anfänger oder Profi sind. Keine aufwändige Konfiguration ist notwendig. Im Mittelpunkt steht eine Art Infozentrale. Hier sieht der Benutzer jederzeit, wie es um die Sicherheit von PC und persönlichen Daten steht.

Nach der Installation ist kein Zutun des Benutzers erforderlich. Das Programm ist so eingestellt, dass es automatisch für optimalen Schutz sorgt. Wer mehr ins Detail gehen will, kann mit wenigen Klicks individuelle Einstellungen vornehmen.
Bitdefender Internet Security
Installation
Bitdefender Internet Security
Infozentrale
Bitdefender Meldungen
Meldungen
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Um gefährliche Dateien von ungefährlichen zu unterscheiden, setzt Bitdefender auf maschinelles Lernen. Dahinter steckt eine Art künstliche Intelligenz. Zusätzlich zu der Virenschutz-Funktion verfügt das Programm über eine Firewall, eine Kindersicherung, eine Geldbörse, einen Phishing-Schutz und einen Anti-Spam-Schutz. Chat-Unterhaltungen verschlüsselt das Programm automatisch.
Bitdefender hat seine Hausaufgaben hinsichtlich Bedienung und Virenschutz sehr gut gemacht. Das Programm arbeitet sehr zuverlässig, ist leicht zu bedienen und bietet einen hohen Komfort. Mit der Version 2020 hat das Programm einige tolle Verbesserungen erfahren - am nützlichsten ist der verbesserte Schutz vor Ransomware. Zu den neuen Funktionen zählt unter anderem ein Mikrofon-Schutz. Sehr umfangreich fällt nun der Funktionsumfang bei der Kindersicherung aus. So lassen sich etwa in der Heimatstadt erlaubte und nicht erlaubte Gebiete einstellen. Sobald das Kind ein nicht erlaubtes Gebiet betritt, werden die Eltern darüber informiert. Etwa per Push-Nachricht (iOS, Android).

Ein Jahresabo der Total Security lässt die Installation auf 5 Geräten zu (Windows, macOS, iOS und Android). Dies ist von Vorteil, wenn Sie zu den vielen Haushalten gehören, die über zahlreiche Internet-verbundene Geräte verfügen.

Bitdefender - 5 Jahres-Edition

Bitdefender verkauft auf bitdefender.de momentan eine 5 Jahres-Edition für einmalig 89,99 Euro (17,99 Euro/Jahr).

5 Jahre

Klasse Virenschutz: Kaspersky Total Security

Kaspersky Total Security
Kaspersky Total Security
Auf Platz zwei landet die Kaspersky Total Security (Link: kaspersky.de). Das Schutzpaket hat dem Endbenutzer viel zu bieten. Im Großen und Ganzen ist die Schutzlösung sehr gut. In der Testdisziplin Virenschutz kann das Programm jedoch nicht ganz mit dem Testsieger mithalten.

Die Installation der Virenschutz-Software ist einfach. Sie müssen lediglich das Setup ausführen und den Hinweisen folgen. Nach der Installation wird ein Update ausgeführt, um die Datenbank auf den neusten Stand zu bringen. Die Oberfläche ist verständlich und leicht navigierbar. Die wichtigsten Funktionen befinden sich alle in Reichweite des Mauszeigers. Im Hauptfenster des Programms sehen Sie jederzeit den derzeitigen Status und wie aktuell Ihre Programmdateien und Virusdefinitionen sind.

Es stehen zahlreiche Einstellungen zur Verfügung, um das Programm für Ihre Bedürfnisse zu optimieren. Die Voreinstellungen sind jedoch bereits sehr gut gewählt.
Kaspersky Datenbank aktualisieren
Aktualisierung
Kaspersky Virenschutz Untersuchung
Untersuchung
Kaspersky Kindersicherung
Kindersicherung
Mit Safe Money stellt Kaspersky eine ganz neue Technologie vor. Diese verifiziert, ob die aufgerufene Bank- oder Shoppingseite wirklich zum gewünschten Anbieter gehört. Dazu überprüft die Software, ob die SSL-Zertifikate authentisch und gültig sind.

Ganz aktuell ist der Schutz vor sogenannter Ransomware. Ransomware sperrt Computer und verlangt eine Art Lösegeld. Selbst bei einer Infizierung des Betriebssystems kann die "Kaspersky Anti-Blocker-Technologie" eine Sperrung des Systems unterbinden.

Kaspersky legt viel Wert auf Alltagstauglichkeit: Fehlalarme werden wirksam verhindert. Wer verdächtige Software in einer sicheren Umgebung testen will, kann den SafeRun-Modus einsetzen. Dieser verhindert einen echten Zugriff der Software auf das System. Der unbefugte Zugriff auf die Webcam wird ebenfalls registriert und abgewehrt.
Das Programm verbraucht kaum Performance und ist leicht zu bedienen. Es verfügt über zahlreiche Zusatzfunktionen, mit denen Sie Ihre Sicherheit im Internet verbessern. Was stört, sind die etwas unübersichtlichen Einstellungen, gerade bei der Konfiguration des Virenwächters. Wer jedoch diese Hürden genommen hat, wird mit Kaspersky das Produkt seiner Wahl finden. Die Kaspersky Total Security ist verfügbar für Windows, Mac, iOs und Android.
Testergebnisse Kaspersky Total Security:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:9,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Kosten:49,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Zahlreiche Einstell­möglichkeiten
  • Zahlreiche Funktionen
  • Kompatibilitäts­probleme unter Android
  • Vorsicht: Abo-Option beim Kauf

Der beste kostenlose Virenschutz: Avast Free Antivirus

Bester kostenloser Virenschutz Avast Free Antivirus
Avast Free Antivirus
Das Schutzprogramm Avast Free Antivirus (Link: avast.com) bietet den aktuell besten kostenlosen Virenschutz. Avast stoppt beim Surfen einen Großteil aller Schädlinge. Im letzten AV-Test[8] erhielt Avast Free Antivirus 5.5 Virenschutz-Punkte von maximal möglichen 6 Punkten.

Avast überwacht den kompletten Dateizugriff und Mailverkehr. Die einfache Bedienung macht das Programm besonders für Einsteiger interessant. Neben der E-Mail-Überwachung bietet das Programm auch eine Passwortverwaltung, einen Benachrichtigungsdienst und ein Browser-Cleanup-Tool. Dieses dient dazu, überflüssige Add-ons und Toolbars aus dem Browser zu entfernen.

Durch Streaming-Updates bleibt die Virendatenbank immer auf dem neuesten Stand.

Neu in der aktuellen Version sind unter anderem die verbesserten Sicherheitsstandards. Diese führen zum schnelleren Erkennen von Bedrohungen und stellen die Automatisierung über eine intuitive Schnittstelle bereit. Und auch bei der Rechnerbelastung hat sich einiges getan. Die Software schränkt die Computernutzung kaum noch ein.

Nervig sind die Werbeeinblendungen, die auf die kostenpflichtige Version des Schutzprogramms hinweisen.
Hauptmenü von Avast
Hauptmenü
Schutzkomponenten
Virenschutz
Bei Problemen wird der Nutzer nicht im Regen stehen gelassen, der Avast-Hilfeservice antwortet sehr schnell.

Extra-Funktionen gibt es kaum, oder nur gegen Aufpreis.

Kostenloser Download: Avast Free Antivirus herunterladen (Link: avast.com)

Testergebnisse Avast Free Antivirus:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Nein
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Guter Grundschutz
  • Viele Fehlalarme
  • Nervige Werbung
  • Keine Extra-Funktionen

Der Windows Defender mit ungewöhnlich vielen Falschmeldungen

Für Anwender, die mit Windows unterwegs sind, soll der Windows Defender eine kostenlose Alternative zu kostenpflichtigen Antivirenprogrammen darstellen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Schutzlösung ist vorinstalliert und in die Systemarchitektur von Windows integriert. Aber ist der Defender auch gut genug, um alternative Schutzsoftware zu ersetzen?

Windows Defender Security Center
Windows Defender Security Center
In jüngster Zeit hat sich die Leistung deutlich gebessert und schlägt sich mittlerweile sehr gut. Die langfristige Tendenz muss man beobachten. Aktuell kämpft das Programm leider mit vielen Fehlalarmen. In den 2019er-Tests von AV-Comparatives erzeugte der Virenscanner 85 Fehlalarme.

Der Funktionsumfang unterscheidet sich enorm von denen herkömmlicher Anbieter. Es fehlt unter anderem ein Spamfilter und eine Malware-Prüfung eingehender Mails. Enthalten sind die folgenden Funktionen: Viren- und Bedrohungsschutz, Kontoschutz, Geräteleistung - und integrität, Firewall & Netzwerkschutz, App- & Browsersteuerung, Gerätesicherheit, Familienoptionen.
PUPs blockieren mit dem Windows Defender:
Wenn Sie den Windows Defender nutzen, empfehlen wir Ihnen, die PUP-Blockierung zu aktivieren. Diese ist standardmäßig weder aktiviert noch als optionale Funktion im Windows Defender sichtbar. PUPs (potenziell unerwünschte Programme) sind Softwarekomponenten (Symbolleisten, Browsererweiterungen, Adware). Diese werden häufig bei der Installation von kostenlosen Programmen heimlich mitinstalliert. Der Windows Defender kann diese Softwarekomponenten blockieren.

Sie können den PUP-Schutz in der PowerShell aktivieren. Um die PowerShell aufzurufen, drücken Sie Windows + X und klicken Sie auf Windows PowerShell (Administrator). Geben Sie in der Eingabeaufforderung den Befehl Set-MpPreference -PUAProtection Enabled ein, und drücken Sie die Enter-Taste. Der PUP-Blocker ist jetzt aktiviert. Um den PUP-Blocker wieder zu deaktivieren, benutzen Sie den Befehl Set-MpPreference -PUAProtection Disabled.

Die weiteren Virenschutz­programme

Avira Internet Security Suite

Die Avira Internet Security Suite (Link: avira.com) eignet sich für alle Computer mit installiertem Windows 7 Service Pack 1 oder besser. Die Anwendung schützt nicht nur gegen Viren, Würmer und andere Schadsoftware, sondern stellt auch eine Firewall bereit.

Die gute Sicherheit der Schutzsoftware bestätigen unabhängige Tests wie etwa der AV-Test[8], bei dem Avira 5,5 Virenschutz-Punkte von maximal möglichen 6,0 Punkten einstreichen konnte (März/April 2020).

Solange man keine Optionen verändern möchte, ist man mit Avira gut aufgehoben. Sobald man jedoch in diesen Menüpunkt wechselt, verliert man schnell die Übersicht, denn die Software lässt sich sehr umfangreich konfigurieren. Allerdings sind die Optionen nicht immer logisch angeordnet.

Der Browserschutz verhindert die Übertragung von gefährlichen Dateien und das Anklicken dubioser Links. Das komplett in Deutsch gehaltene Programm verfügt außerdem über die Fähigkeit, verschiedene Nutzerprofile anzulegen. Sodass mehrere Personen an einem Gerät jeweils eigene Einstellungen vornehmen können.

Einen Kinderschutz bietet die Security Suite leider nicht.

In Bezug auf die Leistung ist Avira etwas langsamer als zum Beispiel Eset, Bitdefender oder Kaspersky. In der Regel sollten Sie jedoch keine spürbare Verlangsamung des Computers feststellen.

Wer die Security Suite testen möchte, kann eine 1 Monats-Lizenz kaufen (4,95 Euro).

Testergebnisse Avira Internet Security Suite:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:9,5
Betriebssystem:Windows
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:44,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Guter Virenschutz

F-Secure Total

Mit F-Secure Total (Link: f-secure.com) erhalten Sie einen automatischen, sich selbst aktualisierenden Schutz vor Malware. Positiv ist die sehr gute Rate erkannter Schadprogramme. Aber: In den letzten Tests von AV-Comparatives kam es zu sehr vielen Fehlalarmen.

Online-Banking und -Shopping überwacht F-Secure durch einen Schutz, der den Online-Handel sicherer machen soll und Ihre Identität gegen Diebstahl schützt. Zusätzlich integriert der Hersteller einen Browser-Schutz, der während der Nutzung des Browsers vor potenziell gefährlichen Links warnt.

Weiterhin befindet sich im Programmpaket ein Kinderschutz. Dieser sorgt dafür, dass Kinder und Jugendliche nur auf Webseiten surfen, die für sie geeignet sind. Eine geringe Systembelastung sorgt auch auf Einsteiger-Notebooks dafür, dass F-Secure Total die Nutzung des Geräts nicht spürbar verlangsamt. Um die Performance des eigenen Virenschutzes zu verbessern, ist das Programmpaket permanent mit der Cloud von F-Secure verbunden.

Zusätzlich erhalten Sie einen Passwort-Manager. Das ist ein Programm, in dem Sie Ihre Passwörter sichern können. Möchten Sie sich irgendwo einloggen, gehen Sie in Ihren Passwort Safe, kopieren das Passwort und fügen es im Loginfeld ein. Für den Passwort Safe haben Sie ein sogenanntes Master-Passwort. Ein besonders komplexes und damit weitgehend sicheres Passwort, mit dem Sie den Zugang zum Passwort-Manager sichern.

Einen speziellen Modus für Spiele bietet F-Secure Total nicht. Dafür können Sie das Tool aber für kurze Zeit mit nur zwei Mausklicks deaktivieren.

Das Programm unterstützt neben Windows und macOS auch Android und iOS.

Testergebnisse F-Secure Total:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:79,99 Euro (1 Jahr / 3 Geräte)
Fazit:
  • Gute Virenerkennung
  • Zahlreiche Fehlalarme

AVG Internet Security

AVG Internet Security (Link: avg.com) bringt einen Virenschutz mit, der Ihren Computer auf Schadsoftware als auch Rootkits, Spyware und ähnliche Programme überwacht. In der Praxis funktioniert das mittelprächtig.

Wahlweise fügen Sie Fotos und andere Daten in einen virtuellen Safe ein. Dort verschlüsselt AVG Internet Security Ihre Daten. Verlieren Sie beispielsweise ein Notebook am Flughafen, kommt der Finder nicht an diese Dokumente. Weiterhin überwacht das Tool bekannte Phishing-Mechanismen und Spam. Damit Online-Banking und damit auch -Shopping sicherer ablaufen. Geben Sie wichtige Daten in Formulare ohne Sicherheitszertifikat ein, warnt die Internet Security ebenfalls davor.

Der Hersteller ist großzügig und stellt die Software für eine unbegrenzte Anzahl von Geräten bereit. Die Verwaltung aller Geräte und Nutzer geschieht online über eine Web-Oberfläche, die Sie von überall aus öffnen können.

Testergebnisse AVG Internet Security:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:29,99 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Nervige Werbung für AVG Tuneup

AVG Anti-Virus Free

Einen kostenlosen Rundumschutz vor Trojanern, Viren, Malware und Spyware bietet AVG Anti-Virus Free (Link: avg.com). Wie die kostenpflichtige Version auch, scannt die Freeware den PC nach allen Arten gängiger Schadsoftware. Wird ein positiver Befall vermeldet, können die Dateien wahlweise gelöscht oder in die Quarantäne verschoben werden. Dort können sie keinen Schaden mehr anrichten.

Verdächtige oder gefährliche Internetseiten werden über den sogenannten Link-Scanner im Auge behalten. Er informiert den Nutzer über unsichere Downloads und gibt eine Sicherheitseinschätzung zu Links, die in den Trefferlisten von Suchmaschinen angezeigt werden. Dadurch hat der Nutzer die Möglichkeit, solche Links schon vor dem Anklicken zu erkennen.

Sowohl in der Vollversion als auch in der kostenlosen Version bietet AVG einen automatischen Scan externer Laufwerke (CD, DVD, USB). Wer nur diese Funktionen nutzen möchte, kann die Software im passiven Modus betreiben. Dann ist der Echtzeitschutz deaktiviert. Dies ist aber nur empfehlenswert, wenn der Schutz durch ein anderes Programm gewährleistet wird.

Der Funktionsumfang ist überschaubar. Es fehlt im Vergleich zur Vollversion die Firewall. Ebenfalls nicht verfügbar ist der Datensafe.
Wichtig: Die Installation ist ein wenig verwirrend. Sie müssen die Basisversion auswählen, um die kostenlose Version zu installieren. Sonstige Programme sollten Sie abwählen.
Testergebnisse AVG Anti-Virus Free:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Nein
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:Kostenlos
Fazit:
  • Die Installation ist etwas verwirrend für den Benutzer
  • Viel Werbung für Kauf-Produkte

Norton 360 Premium

Mit Norton 360 Premium (Link: norton.com) sichern Sie bis zu 10 Geräte auf einmal gegen Schadsoftware wie Spyware, Viren, Würmer oder auch Ransomware. "Geräte" bedeutet in diesem Fall, dass Sie nicht nur Windows-PCs schützen können. Sondern auch Notebooks mit macOS, Android- oder iOS-Smartphones und auch Tablets.

Zahlreiche Tests bescheinigen Norton einen starken Virenschutz. Im letzten Real-World Protection Test von AV-Comparatives[9] (Februar-Mai 2020) überzeugte das Programm mit einer Erkennungsrate von 100%. Leider fiel Norton mit zahlreichen Fehlalarmen negativ auf.

Alle Programmteile, Virenschutz, Firewall, Spyware-Protection und dergleichen mehr, können Sie online über ein Web-Portal verwalten. Dort konfigurieren Sie jedes Gerät einzeln.

Norton geht bei seiner Arbeit präventiv vor. Das Programm warnt Sie, wenn Sie sich unsignierte Android-Apps oder gefährliche .exe-Dateien unter Windows herunterladen. Überprüft werden auch der E-Mail-Eingang sowie die Aktivitäten in sozialen Netzwerken. Bei einem Klick auf eventuell gefährliche Links erhalten Sie eine Warnung.

Die geringe Systembelastung ist für eine reibungslose Kompatibilität auch mit älteren Geräten (bis Windows XP SP3) verantwortlich.

Sie können Ihr Geld zurückverlangen, falls die Anwendung versagt und Schadsoftware nicht findet.
Vorsicht beim Kauf: Man schließt automatisch ein Abo ab!
Testergebnisse Norton 360 Premium:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Nein
Kosten:39,99 Euro (1 Jahr / 10 Geräte)
Fazit:
  • Guter Virenschutz
  • Übersichtliche Oberfläche
  • Viele Fehlalarme
  • Komplizierte Kontaktaufnahme

ESET Smart Security Premium

Mit ESET Smart Security Premium (Link: eset) kauft man ein umfassendes Schutzpaket. Im Funktionsumfang enthalten sind eine Firewall und ein Schutz gegen Phishing.

Hinsichtlich der Erkennungsrate liegt die Software im Mittelfeld.

Ergänzt werden die Virenschutz-Funktionen durch eine Kindersicherung. Diese soll dafür sorgen, dass nicht jugendfreie Inhalte vor Kinderaugen verborgen bleiben.

Das komplett in Deutsch gehaltene Programm überprüft wahlweise auch angeschlossene Netzwerklaufwerke. Im Spielmodus werden Virenfunde oder Update-Mitteilungen geblockt. Empfindliche Nutzer deaktivieren das Programm für eine kurze Zeit.

Die Anwendung prüft E-Mails und behält den Chatverlauf in sozialen Netzwerken im Blick, um Fake-Links zu finden. Daten komplett von der Festplatte löschen oder verschlüsseln kann ESET Smart Security aber nicht.

Die geringe Systembelastung während der Überwachung macht die Applikation auch für ältere Geräte, denen langsam die Rechenleistung ausgeht, interessant.

Neben einer Mac-Variante existieren auch Lösungen für Android- und iOS.

Testergebnisse ESET Smart Security Premium:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:7,0
Betriebssystem:Windows, Mac, Linux, Android, iOS
Firewall:Ja
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Ja
Sicherer Browser:Nein
Software Updater:Ja
Kosten:49,95 Euro (1 Jahr / 1 Gerät)
Fazit:
  • Performance-Sieger
  • Mittelmäßige Ausstattung

McAfee Total Protection

Über McAfee gab es in den vergangenen Jahren einige interessante Berichte. Nicht nur über das Unternehmen selbst, sondern auch über den Gründer John McAfee. Als weltweit führendes Sicherheitsunternehmen zählt McAfee hinsichtlich PC-Sicherheitslösungen zu den Pionieren. McAfee ist nun Teil von Intel Security. Mit der bekannten McAfee Total Protection (Link: mcafee.com) überwachen Sie Ihre Geräte sowie angeschlossene Netzwerklaufwerke.

Leider sind die Virenschutzwerte recht schlecht: Nur 5 von 6 Virenschutz-Punkten im AV-TEST[8] (März-April 2020).

Auf Wunsch kann McAfee Total Protection Daten komplett vernichten. Oder Festplatten durch die Überschreibung wichtiger Sektoren mit Datenmüll sauber löschen. Integriert ist auch ein Anti-Tracking-Tool, das Cookies auf Ihrem System nicht zulässt.

Permanent aktiv ist der Browserschutz, der Downloads und Links in Echtzeit überprüft.

Sind Sie häufig in sozialen Netzwerk unterwegs, ist McAfee Total Protection eine gute Wahl: Messenger- und Social-Media-Schutz halten Sie davon ab, versehentlich verseuchte Links anzuklicken oder Dateien anzunehmen. E-Mails überwacht das Programm ebenso. Außerdem räumt McAfee bei Bedarf in der Registry auf. Eine PC-Optimierung ist ebenfalls Teil des Gesamtpakets, wodurch gerade die Performance auf älteren Systemen ein wenig angehoben wird.

Der Uninstaller säubert das System gründlich von Programmen während der Kinderschutz den Zugriff auf ungeeignete Inhalte für Kinder unmöglich macht.

Wahlweise verwenden Sie zeitgleich eine Android- oder iOS-App.

Testergebnisse McAfee Total Protection:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:7,0
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing:Nein
Schutz vor E-Mails:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Ja
Preis:29,95 Euro (Achtung: Gilt für das erste Jahr)

Trend Micro Maximum Security

Trend Micro Logo Mit Trend Micro Maximum Security (Link: trendmicro.com) kauft der Nutzer ein Paket zum Schutz vor Viren, Rootkits, Trojanern und Spyware. Der Echtzeitschutz gewährleistet eine Überwachung des E-Mail-Verkehrs sowie aller Aktivitäten im Netzwerk. Werden Gefahren erkannt, werden sie blockiert. Ein eingebauter Ransomware-Schutz schützt darüber hinaus vor schädlichen Programmen, die den Computer sperren.

Die Schutzsoftware zeigte erstklassige Erkennungsraten im Test von AV-Comparatives[9] (Februar-Mai 2020). Doch zahlreiche Fehlalarme störten den guten Eindruck.

Die „feindliche Übernahme“ des Browsers, beim Online-Banking, wird durch „Trend Micro Pay Guard“ unterbunden.

Über die Kindersicherung kann man festlegen, zu welchen Zeiten und wie lange am Stück die Kinder an den PC bzw. ins Internet dürfen. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Webinhalte blocken, die als jugendgefährdend eingestuft werden.

Wer die Computer-Version erwirbt, erhält die mobile Version für Android-, & iOS-Smartphones kostenlos dazu. Damit ist das Handy ebenfalls vor Viren und Spyware geschützt und das Surfen im Netz wird durch Scans von Links und Webseiten sicherer. Wird das Handy gestohlen, kann es vom Computer aus gesperrt werden.

Testergebnisse Trend Micro Maximum Security:
EigenschaftTestergebnis
Schutzleistung:8,5
Betriebssystem:Windows, Mac, Android, iOS
Firewall:Nein
Betrugsschutz:Ja
Kindersicherung:Ja
Notfall-CD:Nein
Sicherer Browser:Ja
Software Updater:Nein
Kosten:39,95 Euro (1 Jahr / 5 Geräte)
Fazit:
  • Viele Fehlalarme
  • Hohe Systembelastung

Benötige ich zwingend ein Virenschutzprogramm?

Bei der Flut von Schadprogrammen in immer neuen Varianten, ist ein Virenschutzprogramm empfehlenswert. Schadprogramme werden Computernutzer auch in Zukunft beschäftigen. Die Geschäftsmodelle mit Viren sind relativ leicht umzusetzen, und das mit überschaubaren Risiken. In den meisten Fällen ist es nicht möglich, einen Virenprogrammierer zur Verantwortung zu ziehen. Diese Tatsache macht es für Malware-Entwickler lukrativ immer mehr Malware-Programme zu programmieren.

Natürlich ist Windows durch die enorme Verbreitung das Angriffsziel Nummer Eins, aber auch andere Betriebssysteme (Linux, MacOS, Android, iOS) haben mit Malware zu kämpfen. Besonders Android-Geräte stehen aufgrund der wachsenden Verbreitung besonders im Visier von Kriminellen. Dagegen schützen können sich Nutzer mit Virenschutz-Apps nahezu aller namhaften Hersteller.

Die oft gestellte Frage, welcher Virenscanner der Beste ist, geht meist am Thema vorbei. Es muss geprüft werden, für welche Zwecke das Virenschutzprogramm genutzt werden soll. Welche Funktionalitäten werden gewünscht? Wie hoch darf der Ressourcenverbrauch sein? Wie einfach soll das Programm zu bedienen sein? Welchen Support bietet der Hersteller an? Und wie viel darf es kosten?

Wichtig: Ein Virenschutz­programm allein bietet keinen 100-Prozentigen Schutz vor Malware! Zwar behaupten Schutz­programme in der Regel, alle Viren erkennen zu können. Doch keine Software kann einen garantierten Schutz gegen alle Viren bieten. Kriminelle suchen immer neue Angriffsmethoden und Taktiken gegen Schutz­programme.

Beachten Sie unbedingt auch unsere Virenschutz Tipps.

Reicht ein kostenloser Virenschutz?

Kostenloser oder kostenpflichtiger Virenschutz
Kostenloser oder kostenpflichtiger Virenschutz
Gute Schutzprogramme spüren nicht nur Viren, sondern auch andere Schadprogramme zuverlässig auf. Es gibt inzwischen zahlreiche kostenlose Programme, die einen guten Virenschutz bieten. Daher muss kein Geld ausgegeben werden. Ob Sie für Sicherheitssoftware Geld ausgeben wollen oder nicht, müssen Sie selbst entscheiden.

Wer auf einen kostenlosen Virenschutz setzt, muss mit Werbung leben. Darüber hinaus punkten kostenpflichtige Programme mit einer Reihe von Zusatzfunktionen. So gibt es Programme, die neben Virenscanner und Firewall z.B. auch einen Passwort-Manager, eine Datenverschlüsselung und eine Kindersicherung enthalten.

Ein weiterer Vorteil von Kaufprodukten: Die kostenlose Beratung per Telefon und E-Mail.

Weitere unabhängige Virenschutz-Tests

Wir empfehlen, dass Sie auch die Testergebnisse anderer Webseiten soweit wie möglich nutzen.

Einzelnachweise

  1. kaspersky.de - Kaspersky Lab entdeckt täglich 360.000 neue schädliche Dateien
  2. a b computerbild.de: „Die Bitdefender Internet Security schlägt sich im Test sehr gut und wird erneut verdienter Testsieger.“
  3. a b test.de
  4. a b chip.de
  5. a b pcwelt.de
  6. av-test.org
  7. av-comparatives.org - Summary Report 2019 - AV-Comparatives
  8. a b c av-test.org - Antivirus Test: Windows 10, April 2020
  9. a b av-comparatives.org - Real-World Protection Test February-May 2020

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