Virenscanner Test 2023: Die 12 besten Antiviren­programme im Vergleich

19. Januar 2023 | Von:
Virenscanner TestEs gibt Milliarden von Viren, Würmern und Trojanern (kurz Malware). Und jeden Tag werden laut dem AV-TEST Institut 450.000 neue Schadprogramme registriert[1]. Virenscanner sind der erste und beste Weg, um sich zu schützen. Was vielen Usern jedoch die Schweißperlen auf die Stirn treibt, ist die Auswahl der richtigen Security-Software. Denn die Produktvielfalt auf dem Markt ist mindestens ebenso groß wie die Anzahl der Funktionen, die jedes einzelne Produkt aufweist. Es gibt zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Virenscanner. Welcher Virenscanner schützt Windows-PCs am besten? Reicht ein kostenloser Virenscanner aus?

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme für Windows vor - u. a. in Form einer Rangliste. Wir sind bestrebt, die Virenscanner möglichst objektiv zu bewerten. Zur Bewertung ziehen wir die Antivirus-Testdaten von AV-Comparatives und AV-TEST heran. Zwei weltweit anerkannte Testlabore, die sich auf Virenscanner Tests spezialisieren.

Kostenpflichtige Antivirenprogramme kosten knapp 30 Euro pro Jahr. Ein angemessener Preis dafür, dass der PC in Echtzeit geschützt wird. Kostenlose Virenscanner leisten inzwischen gute Arbeit, bieten jedoch keinen persönlichen Support und weniger Zusatzfunktionen. Ob diese Kriterien einen Kauf rechtfertigen, muss letztlich jeder Nutzer selbst entscheiden. Wer zum Beispiel Wert auf einen gesonderten Schutzmechanismus zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs beim Online-Banking oder Shopping legt (empfohlen), sollte ein Kaufprogramm wählen.

Antivirus Test: Die besten Virenscanner im Vergleich

Welcher Virenscanner schützt aktuell am besten? Die nachfolgende Rangliste soll Ihnen einen schnellen Überblick verschaffen. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl beträgt 20 Punkte.

Platz Virenscanner Schutz Soft­ware Ge­samt Sortieren Preis / Jahr
1
Bitdefender Icon Bitdefender Internet Security 10,0 10,0 20,0 25,49 Euro*
*Aktuell 61 Prozent Rabatt beim Kauf über diese Aktionsseite (bitdefender.de)
Bitdefender bietet auch laut Stiftung Warentest die beste Schutzleistung.
2
Avira Icon Avira Internet Security 10,0 8,0 18,0 54,95 Euro
3
Kaspersky Icon Kaspersky Plus 9,5 8,5 18,0 29,99 Euro
4
F-Secure Icon F-Secure SAFE 9,5 8,0 17,5 29,90 Euro
5
Avast Icon Avast Free Antivirus 9,5 7,5 17,0 Ko­sten­los
6
Trend Micro Icon Trend Micro Internet Security 9,0 8,0 17,0 19,95 Euro
7
AVG Icon AVG AntiVirus Free 9,5 7,0 16,5 Ko­sten­los
8
Panda Icon Panda Free Antivirus 8,5 8,0 16,5 Ko­sten­los
9
McAfee Icon McAfee Total Protection 8,0 8,5 16,5 44,95 Euro
10
Norton Icon Symantec Norton 360 Deluxe 8,5 7,5 16,0 29,99 Euro
11
Eset Icon ESET Internet Security 8,0 8,0 16,0 34,95 Euro
12
Microsoft Icon Microsoft Windows Defender 8,5 7,0 15,5 Ko­sten­los
Bei gleicher Gesamtpunktzahl werden günstigere Virenscanner zuerst gereiht.

Schutzwirkung der Antivirenprogramme

Bei der Bewertung von Antivirenprogrammen ist die Schutzwirkung der wichtigste Aspekt. Die Schutzwirkung setzt sich zusammen aus der „Erkennungsrate“ und der Anzahl an „False Positives“. Basis für unsere Rankings sind die letzten Antivirus-Tests der unabhängigen Testlabore AV-Comparatives[2][3] und AV-Test[4].

Wichtig: Einen 100-prozentigen Virenschutz gibt es nicht. Und wird es auch nie geben! Kein Betriebssystem und kein Antivirenprogramm kann Ihnen den „totalen“ Schutz bieten. Selbst Virenscanner, die in aktuellen Virenscanner Tests mit Top-Erkennungsraten glänzen, können Schädlinge übersehen.

Die Antivirus Programme Norton, Panda und Trend Micro erhalten weniger Virenschutz-Punkte aufgrund von zahlreichen Fehlalarmen in den letzten Real-World-Tests[2][4]. Bei der Offline-Malware-Erkennung[3] hatten die Programme Microsoft, Panda und Trend Micro recht große Probleme, was ebenfalls zu Punktabzug führt.

Ausstattung der Antiviren-Pakete

Die vorgestellten Lösungen unterscheiden sich nicht nur anhand des Preises und der Schutzleistung, sondern auch im Hinblick auf ihren Funktionsumfang. Aktuelle Antivirus-Programme bieten eine breite Palette an Funktionen. Wobei manche in bestimmten Bereichen mehr glänzen als in anderen. Über den Sinn einiger Funktionen lässt sich streiten. Die nachfolgenden Schutzfunktionen halten wir für wichtig.

Bitdefender Icon F-Secure Icon Kaspersky Icon McAfee Icon Panda Icon Trend Micro Logo
Avast Free Antivirus AVG AntiVirus Free Avira Internet Security Bitdefender Internet Security ESET Internet Security F-Secure SAFE Kaspersky Plus McAfee Total Protection Microsoft Windows Defender Norton 360 Deluxe Panda Free Antivirus Trend Micro Internet Security
Firewall
Schutz vor Phishing
E-Mail-Schutz
Kinderschutz
VPN
Sichere-Bezahlung
Update-Manager
Passwort-Manager
WLAN-Schutz
Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓ Details ↓

Performance der Virenscanner

Antivirenprogramme laufen permanent im Hintergrund, so dass sie bei einem Befall sofort eingreifen können. Dabei bremsen Virenscanner den PC automatisch aus. Wie sehr ein Virenscanner die Performance beeinflusst, variiert von Hersteller zu Hersteller stark.

Während Avast, AVG, Bitdefender, ESET, F-Secure, McAfee, Norton und Panda ihren Dienst laut AV-Comparatives[5] / AV-Test[4] unauffällig im Hintergrund verrichteten, sorgen die Virenscanner Avira, Kaspersky, Trend Micro für kleine Verzögerungen. Verlierer in dieser Disziplin ist der Windows Defender. Der Virenscanner kostet sehr viel Performance. Vor allem beim Starten von Programmen und beim Kopieren von Dateien wird der PC ausgebremst.

Systembelastung Virenscanner
GeringAvast, AVG, Bitdefender, ESET, F-Secure, McAfee, Norton, Panda
MittelAvira, Kaspersky, Trend Micro
HochWindows Defender

Bitdefender hat das beste Angebot - Kostenlose Programme nerven mit Werbung

Mit einer sehr guten Schutzleistung belegt die Bitdefender Internet Security Suite ↓ den ersten Platz. Bitdefender überzeugt nicht nur mit einer sehr guten Virenschutz-Leistung, sondern auch mit einer guten Performance und einer gut strukturierten Benutzeroberfläche. Ebenfalls guten Schutz bietet das Antivirenprogramm Avira Internet Security ↓.

Ein nerviger Trend bei kostenlosen Virenscannern ist die eingebaute Eigenwerbung. So baut Avast ↓ zum Beispiel einige Programmfunktionen in die Oberfläche ein, die in der kostenlosen Version gar nicht vorhanden sind. Nach einiger Zeit melden die Programmfunktionen „angebliche Probleme“. Möchte man die „angeblichen Probleme“ lösen, wird man zur Kasse gebeten.

Im Gegensatz zu den anderen Gratis-Virenscannern nervt der Windows Defender ↓ nicht mit nervigen Werbeeinblendungen. Der Windows Defender schützt mittlerweile recht gut. Doch leider bremst der Windows Defender den PC stark aus. Ein alternativer Virenscanner ist also nach wie vor sinnvoll. Doch spannend bleibt die Frage, wie lange noch?

Ein Virenscanner enttäuscht im Antivirus Test: Kaspersky ↓ ring in den letzten Jahren mit Bitdefender um die Krone, landet aufgrund mittelmäßiger Testergebnisse ((vor allem in den Disziplinen „Schutz“ und „Performance“) aktuell „nur“ auf dem dritten Platz.

Testsieger: Bitdefender Internet Security

Bitdefender ist der beste Virenscanner in unserem Test
25,49 Euro
3 Geräte

(bitdefender.de)
Die Bitdefender Internet Security Suite (Link: bitdefender.de) bietet eine sehr gute Schutzleistung. In den letzten Tests der Testlabore AV-TEST[4] und AV-Comparatives[2] stoppte Bitdefender alle Schädlinge. Und auch in den Performance-Tests schnitt Bitdefender hervorragend ab. Auch wir konnten bei unseren Tests keine Hänger oder sonstige Performance-Probleme beobachten. Eine hohe Systembelastung muss man bei Bitdefender also nicht befürchten.

Liest man regelmäßig die Testergebnisse zahlreicher Testlabore, stellt man sehr schnell fest, dass die Leistung der meisten Antivirenprodukte ständig variiert. Bitdefender dagegen schneidet konstant gut ab. In den vergangenen Jahren erzielte die Security Suite durchweg herausragende Testergebnisse. Zuletzt erhielt die Software u. a. im Antivirus-Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2022[6]) die Bestnote in Sachen Schutzleistung. Kein anderer Virenscanner bot einen derart guten Schutz (vor Schadsoftware & Phishing). Und auch im aktuellen Test der ComputerBild (Ausgabe 06/2022) überzeugte die Schutzleistung der Bitdefender-Software (Testsieger: Note 1,7).

▶ Rabatt-Aktion: Aktuell 61% Rabatt auf Bitdefender.de

Das Security-Tool wehrt Malware und Hacker-Angriffe zuverlässig ab. Es blockiert Abzockseiten, schützt Daten und stoppt Werbemails. Sie müssen nichts einstellen. Das Programm nimmt alle Einstellungen automatisch vor. Auch erscheinen keine aufdringlichen Nachrichten, Warnungen oder Pop-ups. Wird die Benutzeroberfläche aufgerufen, so bietet sich dem Anwender eine sehr gut strukturierte und aufgeräumte Konsole. Diese ermöglicht jedem eine ganz einfache Bedienung.
Hauptmenü
Hauptmenü
Sicherheitsfunktionen
Funktionen
Bitdefender Privatsphäre
Privatsphäre
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Alle kostenpflichtigen Produkte von Bitdefender verfügen über eine VPN-Funktion. Ein VPN verschlüsselt die gesamte Internetverbindung. So können Sie zum Beispiel in öffentlichen WLAN-Zonen (Wifi-Hotspots) sicher surfen. Sehr nützlich ist auch die Safepay-Funktion: Wenn Sie Bank- oder Warenkorbseiten öffnen, öffnet sich mit der Safepay-Funktion automatisch ein sicherer Browser. Mit diesem können Sie sicher einkaufen und finanzielle Transaktionen durchführen.

Mit der Kindersicherung bestimmt der Nutzer, welche Inhalte im Netz für seinen Nachwuchs zugänglich sind und welche nicht. Je nach Benutzerkonto schränken Sie den Zugriff auf gefährliche Internetseiten ein und legen eine erlaubte Computerzeit fest.
Die Bitdefender Security Suite definiert unsere Erwartungen an einen erstklassigen Virenscanner völlig neu. Schon die Version 2022 der Schutzsoftware war sehr gut, aber die aktuelle Version 2023 legt die Messlatte noch einmal deutlich höher. Die gute Erkennungsrate, kombiniert mit einer einfachen Bedienung, machen die Bitdefender Internet Security zur aktuell besten Antivirenlösung. Sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Nutzer. Mit der Standard-Lizenz können Sie 3 Geräte schützen. Möchten Sie das Programm mit weiteren Geräten nutzen, stehen Ihnen die Lizenzen für 5 und 10 Geräte zur Verfügung.
Aktuell bietet Bitdefender einen Rabatt von 61 Prozent auf viele seiner Sicherheitspakete. Die Security Suite ist bereits für 25,49 Euro erhältlich.

(bitdefender.de)
Die verschiedenen Bitdefender-Lösungen im Vergleich
Bitdefender Antivirus Plus Bitdefender Internet Security Bitdefender Total Security Bitdefender Premium Security
Preis (1 Jahr) 16 Euro 25,49 Euro 31,99 Euro 59,99 Euro
Geräte 3 Geräte 3 Geräte 5 Geräte 10 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Nein Nein Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS
Datei­schredder Ja Ja Ja Ja
Passwort-Manager Ja Ja Ja Ja
Sicherer Browser Ja Ja Ja Ja
Virtuelle Tastatur Ja Ja Ja Ja
VPN-Dienst Ja (200 MB/Tag) Ja (200 MB/Tag) Ja (200 MB/Tag) Ja (Unbegrenzt)
Schwach­stellen­scan Ja Ja Ja Ja
Ver­schlüsselung Nein Ja Ja Ja
Kinder­sicherung Nein Ja Ja Ja
Firewall Nein Ja Ja Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja Ja
Diebstahl­schutz Nein Nein Ja Ja
System­optimierer Nein Nein Ja Ja
Die Bitdefender Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Bitdefender-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Bitdefender Internet Security Testergebnisse:
Schutz:10,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:25,49 Euro (3 Geräte)
Vor- und Nachteile:
  • Bester Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Einfache Bedienung
  • Viele Zusatzfunktionen

Avira Internet Security

Avira Internet Security
54,95 Euro
3 Geräte

(avira.com)
Den zweiten Platz belegt das Programm Avira Internet Security (Link: avira.com). Der Echtzeitscanner erkennt Schadprogramme zuverlässig und löst nur sehr wenige Fehlalarme aus. Im aktuellen Test von AV-Comparatives[2] schneidet Avira in der Wertungskategorie Malware-Erkennung sehr gut ab (Schutzwirkung: 100 Prozent). Im Performance-Test zeigt das Antivirenprogramm leichte Einschränkungen. Der Performance-Unterschied zu Bitdefender dürfte aber kaum der Rede wert sein.

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet. Allerdings richtet sich das Programm in erster Linie an erfahrene Benutzer. Um alle Feinheiten und Vorteile des Programms richtig nutzen zu können, sind Feineinstellungen notwendig. Es ist daher ratsam, sich mit allen möglichen Einstellungen vertraut zu machen.

Nervig ist die Installation. Diese sollte man sehr sorgfältig durchführen. Sonst hat man nach der Installation unerwünschte Zusatzprogramme auf dem PC.

Avira Internet Security bietet ein deutlich umfangreicheres Funktionsspektrum als die kostenfreie Variante (Avira Free Antivirus). Abseits des Security-Aspekts besticht die Software unter anderem durch eine Kindersicherung. Hinzu kommen der Avira Passwort Manager, der E-Mail-Schutz für SMTP, POP3 und IMAP sowie das Avira Phantom VPN.
Avira Internet Security Status
Status
Avira Internet Security Scan
Scan
Avira Internet Security Software Updater
Updater
Avira Internet Security Einstellungen
Einstellungen
Leider zeigt die Schutzsoftware Schwächen bei der Erkennung von Phishing-Seiten. Bei unserem Phishing-Test (50 aktuelle Phishing-Webseiten) lag die Erkennungsrate bei nur 86 Prozent.
Ähnlich wie bei den Antivirenprodukten der Sicherheitsfirma Norton[7] ist auch in den Avira-Produkten ein Mining-Tool enthalten. Mining ist ein rechen- und energieintensiver Prozess zur Generierung von Kryptowährungen. Zwar ist das Mining in der Avira-Software optional und standardmäßig deaktiviert, jedoch hat ein Mining-Tool unserer Meinung nach in einer Antivirensoftware nichts zu suchen.
Alles in allem ist Bitdefender ↑ die bessere Wahl, und dabei haben wir den etwas günstigeren Kaufpreis noch gar nicht berücksichtigt. Die Bitdefender-Software gibt es bereits ab 25,49 Euro (3 Geräte). Die Security-Suite von Avira kann für 54,95 Euro (3 Geräte) erworben werden.
Die verschiedenen Avira-Lösungen im Vergleich
Avira Antivirus Pro Avira Internet Security Avira Prime
Preis (1 Jahr) 20,95 Euro 54,95 Euro 59,95 Euro
Geräte 1 Gerät 3 Geräte 5 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Nein Nein Mac, Android, iOS
Passwort-Manager Nein Ja Ja
Sicherer Browser Ja Ja Ja
VPN-Dienst Nein Ja Ja
Schwach­stellen­scan Nein Ja Ja
System­optimierer Nein Nein Ja
Datenleck-Checker Nein Nein Ja
Die Avira Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Avira-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Avira Internet Security Testergebnisse:
Schutz:10,0
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac
Preis:54,95 Euro (3 Geräte)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Einfache Bedienung
  • Feinjustierungen sind notwendig
  • Der Administrator kann nicht verhindern, dass Benutzer unbekannte USB-Laufwerke auf die Whitelist setzen.
  • Der Phishing-Schutz arbeitet unzuverlässig.

Windows Defender - Guter Virenschutz, starke Systembremse

Windows Defender Security Center
Windows Defender Security Center
Der Windows Defender ist der standardmäßig eingebaute Virenscanner unter Windows 10 und Windows 8.1. Wenn Sie kein anderes Antivirenprogramm installieren, wird der Windows Defender automatisch aktiviert. Das Dashboard des Windows Defender wird geöffnet, indem Sie in der Taskleiste auf das Schild-Symbol klicken. Über das Dashboard können Sie die Sicherheit Ihres Computers auf einen Blick überprüfen. Idealerweise sollte jeder Abschnitt des Dashboards ein grünes Häkchen haben.

In den vergangenen Jahren hat Microsoft den Virenscanner stetig verbessert.

Windows Defender Schutzwirkung 2010 - 2021 (AV-TEST):
Windows Defender Schutzwirkung

Inzwischen erweist sich der Windows Defender „eigentlich“ als guter Virenschutz. Im letzten Real-World-Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte der Windows Defender jedoch nur 98,9 Prozent aller Angriffe abwehren. Dabei meldete er sich nicht einmal zu Unrecht.

Zu einem vorderen Platz im Ranking reicht das nicht. Auch die Performance ist nicht erfreulich, laut AV-Comparatives[5] kostet der Microsoft Defender sehr viel Performance.

Ein weiteres Manko: Ohne Internetverbindung sinkt die Erkennungsrate des Windows Defender auf magere 60,3 Prozent[3]. In der Praxis kommt das durchaus mal vor, etwa wenn der Cloud-Server des Virenschutz-Herstellers nicht verfügbar ist. Zum Vergleich: Bitdefender ↑ schneidet bei der Offline-Erkennung deutlich besser ab und kommt auf eine Erkennungsrate von 97,8 Prozent.
Die Windows Defender Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Windows Defender-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Microsoft Windows Defender Testergebnisse:
Schutz:8,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Einfache Bedienung
  • Keine Fehlalarme
  • Viele gratis Virenscanner blenden Werbe-Popups ein. Der Windows Defender verzichtet auf Werbeeinblendungen
  • Hohe Systembelastung

Der beste kostenlose Virenscanner: Avast Free Antivirus

Avast Virenscanner
Kostenlos

(avast.com)
Avast bietet bereits seit vielen Jahren Antivirenprogramme an. Im Herbst 2021 hat Avast die Version 2022 der kostenlosen Antiviren-Software Avast Free Antivirus (Link: avast.com) veröffentlicht. Nach wie vor kommen wir zu dem Schluss, dass der Virenscanner die besten Ergebnisse aller kostenfreien Virenscanner erzielt. Das kostenlose Programm ist eine gute Alternative zu den Bezahlprogrammen.

Schadprogramme erkennt der Virenscanner recht zuverlässig. Im Real-World-Test von AV-Comparatives[2] stoppte der Virenscanner 99,4 Prozent aller Angriffe. Dabei identifizierte er nur zwei gültige Programme fälschlicherweise als Malware.

Der Ressourcenverbrauch ist vorbildlich. Avast benötigt kaum Systemressourcen.

Im Gesamtrating bewegt sich Avast im oberen Mittelfeld. Eine gelungene Antivirus-Software für Benutzer, die kein Geld ausgeben möchten. Kein anderes Gratis-Programm bietet derzeit einen vergleichbaren Schutz. Für ambitionierte Anwender hat die Software leider einen zu geringen Funktionsumfang. Zudem nervt Avast mit penetranter Eigenwerbung für das kostenpflichtige Antivirenprodukt.
Anfang 2020 geriet Avast in die Schlagzeilen, weil der Anbieter Nutzerdaten an andere Firmen verkauft hatte[8]. Nach eigenen Angaben hat Avast den Verkauf inzwischen gestoppt. Die Malware-Forschung und Entwicklung von Antivirenprogrammen kostet viel Geld. Diese Kosten müssen irgendwie bezahlt werden. Wenn nicht über kostenpflichtige Lizenzen, dann über Werbung oder über den Weiterverkauf von Nutzerdaten. Irgendwie bezahlt man immer. Bitte bedenken Sie dies bei der Wahl eines (kostenlosen) Virenscanners.
Avast Installation
Installation
Avast Benutzeroberfläche
Übersicht
Avast Schutz
Schutz
Avast Einstellungen
Einstellungen
Avast Free Antivirus ist auf allen Versionen des Microsoft-Windows-Betriebssystems ab Windows 7 nutzbar. Für die Installation wird neben 2 GB freiem Festplattenspeicher 1 GB RAM benötigt. Diese Voraussetzungen sollten grundsätzlich alle modernen Systeme erfüllen.
Die verschiedenen Avast-Lösungen im Vergleich
Avast Free Antivirus Avast One Avast Premium Security
Preis (1 Jahr) 0 Euro 27 Euro 37,80 Euro
Geräte unbegrenzt 5 Geräte 10 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Nein Nein Mac, Android, iOS
VPN-Dienst Nein Ja Ja
Firewall Nein Ja Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja
System­optimierer Nein Nein Ja
Datenleck-Checker Nein Ja Nein
Die Avast Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Avast-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Avast Free Antivirus Testergebnisse:
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Nein
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Nein
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Geringe Systembelastung
  • Nervende Werbe-Popups
  • Eigenwerbung durch „angeblichen Probleme“
  • Hat in der Vergangenheit Nutzerdaten verkauft

Kaspersky Plus

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt seit Mitte März 2022 vor dem Einsatz der russischen Kaspersky Sicherheits- und Antiviren-Software.
Kaspersky Icon
29,99 Euro
3 Geräte

(kaspersky.de)
Der russische Hersteller Kaspersky hat Ende 2022 seine gesamte Produktpalette überarbeitet. Die Version Kaspersky Internet Security wurde durch Kaspersky Plus (kaspersky.de) ersetzt.

Die Benutzeroberfläche überzeugt leider gar nicht – unter anderem wegen der komplizierten Menüstruktur. Die Funktionsvielfalt des Programms ist recht groß. Allerdings hat Kaspersky einige Funktionen eingeschränkt. So ist zum Beispiel ein Passwort-Manager enthalten, es können aber nur 15 Passwörter gespeichert werden.

Die Malware-Erkennung kann aktuell leider nicht ganz überzeugen. Im Real-World-Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte sich Kaspersky nicht gegen alle Infektionswege zur Wehr setzen (Schutzwirkung: 99,4 Prozent).

Im Performance-Test von AV-Comparatives[5] gab die Kaspersky-Software ein mittelmäßiges Bild ab. Die Geschwindigkeit der Testsysteme wurde leicht reduziert (was im Alltag nicht allzu stark spürbar sein sollte).
Kaspersky Benutzeroberfläche
Hauptmenü
Kaspersky Update
Updater
Kaspersky Tools
Tools
Kaspersky VPN
VPN
Bereits seit der Kaspersky-Firmengründung wird immer wieder über enge Beziehungen zwischen Kaspersky und dem russischen Geheimdienst FSB spekuliert. Angeblich sollen die Sicherheitslösungen dem Geheimdienst umfassenden Zugriff auf Computer gewähren. Die US-Regierung schränkte die Nutzung von Kaspersky-Programmen im Jahr 2017 ein. Kaspersky weist die Vorwürfe allerdings zurück.
Die verschiedenen Kaspersky-Lösungen im Vergleich
Kaspersky Standard Kaspersky Plus Kaspersky Premium
Preis (1 Jahr) 19,99 Euro 29,99 Euro 35,99 Euro
Geräte 1 Gerät 3 Geräte 3 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Nein Mac, Android Mac, Android, iOS
Passwort-Manager Nein Ja Ja
VPN-Dienst Nein Ja (300 MB/Tag) Ja (300 MB/Tag)
Ver­schlüsselung Nein Nein Ja
Kinder­sicherung Nein Ja Ja
Firewall Nein Ja Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja
Diebstahl­schutz Nein Nein Ja
System­optimierer Ja Ja Ja
Die Kaspersky Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Kaspersky-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Kaspersky Plus Testergebnisse:
Schutz:9,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android
Preis:29,99 Euro (3 Geräte)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Unübersichtliche Benutzeroberfläche
  • Einige Funktionen eingeschränkt
  • Das BSI warnt vor dem russischen Hersteller

F-Secure SAFE

F-Secure Icon
29,90 Euro
1 Gerät

(f-secure.com)
Wie viele andere Anbieter setzt auch F-Secure (Link: f-secure.com) auf eine cloudbasierte Erkennung. Bei der Schutzwirkung ist F-Secure SAFE eigentlich sehr gut. Leider lieferte F-Secure in den vergangenen Tests zahlreiche Fehlalarme. Angesichts der starken Konkurrenz, die sich in dieser Disziplin kaum Schnitzer leistete, bedeutete das nur eine Platzierung im oberen Mittelfeld.

Neben der einfachen Bedienung besticht das Programm durch eine Kindersicherung, mit der die Aktivitäten des Nachwuchses überwacht werden können. Die Funktionen der Kindersicherung sind sehr übersichtlich und umfangreich. Die Kindersicherung lässt sich nach Kategorien und Suchergebnissen filtern und kann Jugendschutz-Empfehlungen von Suchmaschinen automatisch implementieren.
F-Secure Safe Hauptmenü
Hauptmenü
F-Secure Safe Scan
Scan
F-Secure Safe Einstellungen
Einstellungen
Hinzu kommt ein Browserschutz, der sich automatisch aktiviert, sobald eine Banking-Sitzung gestartet wird. Bei unseren Tests mussten wir leider feststellen, dass dieser Automatismus nicht immer optimal funktioniert.

Ein Passwort-Manager, eine Quarantäne-Funktion und der DeepGuard-Schutz, der die Ausführung von Anwendungen analysiert und gegebenenfalls blockiert, runden das Programm ab.

Da moderne Betriebssysteme standardmäßig über eine Firewall verfügen, verzichtet F-Secure auf eine eigene Firewall.
Die verschiedenen F-Secure-Lösungen im Vergleich
F-Secure Safe F-Secure Total
Preis (1 Jahr) 29,90 Euro 39,99 Euro
Geräte 1 Gerät 3 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS
Passwort-Manager Nein Ja
Sicherer Browser Ja Ja
VPN-Dienst Nein Ja
Kinder­sicherung Ja Ja
Datenleck-Checker Nein Ja
Die F-Secure Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
F-Secure-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Test
F-Secure SAFE Testergebnisse:
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS, Linux
Preis:29,90 Euro (1 Gerät)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Viele Fehlalarme

Trend Micro Internet Security

Trend Micro Logo
19,95 Euro
1 Gerät

(trendmicro.com)
Trend Micro Internet Security (Link: trendmicro.com) wurde vom japanischen Hersteller Trend Micro entwickelt. Auf dem aktuellsten Stand bleibt die Software durch Updates, bei denen auf eine Cloud-Datenbank zurück gegriffen wird.

Bei der Erkennung schadhafter Dateien ist Trend Micro vorn mit dabei. Deutlich aus der Rolle fällt das Antivirenprogramm jedoch bei den Fehlalarmen. Trend Micro schlägt zu oft an. Zudem bremst Trend Micro das Tempo des Computers laut AV-Comparatives[5] etwas. Auch auf unserem Testrechner zeigte Trend Micro leichte Leistungsprobleme. Für ältere Computer ist das Programm daher eher ungeeignet.
Trend Micro Internet Security Hauptmenü
Hauptmenü
Trend Micro Internet Security Schnellsuche
Schnellsuche
Nach einer kurzen Einarbeitungszeit kommt man mit der Antivirus-Software gut zurecht. Die meisten Funktionen sind nachvollziehbar strukturiert. Nur an manchen Stellen ist der Virenscanner etwas umständlich zu bedienen, etwa wenn nur einzelne Verzeichnisse geprüft werden sollen.

Praktisch ist die Kindersicherung, die für jedes Windows-Benutzerkonto separate Einstellungen ermöglicht. Neben einer detaillierten Zeitbeschränkung für die Internetnutzung ist auch die gezielte Blockade von Programmen möglich. Hinzu kommen umfassende Website-Filterregeln. Mit deren Hilfe lassen sich beispielsweise Webseiten, die sich mit nicht jugendfreien Themen befassen, per Mausklick sperren. Komfortabel sind die vordefinierten Profile für verschiedene Altersgruppen.

Weitere Funktionen:
  • Eine Schutzfunktion vor Ransomware
  • Ein Spamfilter für Microsoft Outlook, Outlook Express und Windows Live Mail.
Trend Micro richtet sich mit seinen Produkten an den fortgeschrittenen Anwender. Deshalb werden nicht alle Funktionen automatisch aktiviert. Wer mehr Sicherheit will, muss selbst Hand anlegen.
Die verschiedenen Trend Micro-Lösungen im Vergleich
Trend Micro Antivirus+ Security Trend Micro Internet Security Trend Micro Maximum Security
Preis (1 Jahr) 9,95 Euro 19,95 Euro 24,95 Euro
Geräte 1 Gerät 1 Gerät 3 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Nein Nein Mac, Android, iOS, Chromebook
Datei­schredder Ja Ja Ja
Passwort-Manager Nein Nein Ja
Sicherer Browser Ja Ja Ja
Kinder­sicherung Nein Ja Ja
Diebstahl­schutz Nein Nein Ja
System­optimierer Nein Ja Ja
Die Trend Micro Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Trend Micro-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Trend Micro Internet Security Testergebnisse:
Schutz:9,0
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:19,95 Euro (1 Gerät)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Viele Fehlalarme
  • Hohe Systembelastung
  • Wenige Zusatzfunktionen
  • Keine Mehr-Geräte-Lizenz

AVG AntiVirus Free

AVG Icon
Kostenlos

(avg.com)
Wie fast alle Antivirenhersteller bietet auch AVG mit der Software AVG AntiVirus Free (Link: avg.com) eine kostenlose Basisversion zum Download an. In den aktuellen Tests von AV-Comparatives[2] und AV-Test[4] schnitt der Virenscanner ähnlich gut ab wie der kostenlose Virenscanner von Avast. Mit den Top-Antivirusprogrammen von Avira und Bitdefender kann der Virenscanner allerdings nicht ganz mithalten.

Überzeugend ist die aufgeräumte Oberfläche. Die wichtigsten Einstellungen sind sofort im Blick, nach der Installation ist der Scanner bereits gut vorkonfiguriert.
AVG Antivirus Free
Hauptmenü
AVG Free Scan
Scan
AVG Free Einstellungen
Einstellungen
Im Vergleich zur AVG Security Suite muss die kostenlose Version einige Abstriche hinnehmen. Neben dem fehlenden Support und der Tatsache, dass die kostenlose Version Werbung enthält, betrifft dies auch einige Funktionen. Unter dem Strich ist die kostenlose Version aber im Freeware-Segment recht potent.
Die verschiedenen AVG-Lösungen im Vergleich
AVG AntiVirus Free AVG Internet Security AVG Ultimate
Preis (1 Jahr) 0 Euro 23,49 Euro 48,99 Euro
Geräte unbegrenzt 1 Gerät 10 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS
Datei­schredder Nein Ja Ja
VPN-Dienst Nein Nein Ja
Firewall Nein Nein Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja
Diebstahl­schutz Ja Ja Ja
System­optimierer Nein Nein Ja
Die AVG Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
AVG-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
AVG AntiVirus Free Testergebnisse:
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Wenige Zusatzfunktionen
  • Enthält Werbung

Panda Free Antivirus

Panda Security Logo
Kostenlos

(pandasecurity.com)
Panda Free Antivirus (Link: pandasecurity.com) verzichtet auf den Einsatz klassischer Virensignaturen. Die Entwickler setzen auf eine Schwarmintelligenz aus der Cloud. Identifiziert das Programm eine verdächtige Datei, wird diese mit den Daten in der Cloud abgeglichen.

Im Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte der Virenscanner nicht überzeugen. Er fand 99,4 Prozent aller Schadprogramme. Negativ fiel die sehr hohe Fehlalarmquote auf. 24 Dateien wurden zu Unrecht als infiziert gemeldet.

In unserem Vergleichsfeld hat Panda (laut AV-Comparatives[5]) den geringsten Ressourcenverbrauch, wodurch der Virenscanner auch für langsamere Rechner gut geeignet ist.
Panda Free Antivirus Übersicht
Hauptmenü
Panda Free Antivirus Scan
Scan
Das erste, was dem Benutzer bei der Installation von Panda Free Antivirus auffällt, sind die inspirierenden Hintergrundbilder der Benutzeroberfläche (Naturaufnahmen). Diese wechseln bei jedem Programmstart.

Mit der VPN-Funktion können öffentliche WLAN-Verbindungen geschützt werden. Die kostenlose Version der Software sieht dafür ein maximales Datenvolumen von 150 Megabyte pro Tag vor.

In Sachen Scan-Modi ist der Panda-Virenscanner gut aufgestellt. Neben dem kompletten System-Scan ist auch der gezielte Scan von kritischen Bereichen wie Cookies oder aktiven Prozessen möglich. Hinzu kommt eine Funktion für benutzerdefinierte Scanvorgänge.
Panda Zusatzsoftware
Achtung: Achtung: Während der Installation fragt Panda Free Antivirus, ob Sie zusätzliche Software (z.B. den Opera-Browser) installieren möchten. Deaktivieren Sie die entsprechende Option, wenn Sie dies nicht wünschen.
Im Alltag überzeugt vor allem der geringe Ressourcenverbrauch. Leider arbeitet die Antiviren-Engine nicht besonders effizient (viele Fehlalarme). Schade, denn mit der übersichtlichen Benutzeroberfläche und der geringen Systembelastung ist genügend Potential für ein gutes Antivirenprodukt vorhanden.

Panda Free Antivirus Testergebnisse:
Schutz:8,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Nein
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Viele Fehlalarme
  • Nervige Werbung
  • Kein Schutz vor gefährlichen oder betrügerischen URLs

McAfee Total Protection

McAfee Icon
44,95 Euro
10 Geräte

(mcafee.com)
Die Software McAfee Total Protection (Link: mcafee.com) ist sicherlich vielen ein Begriff. Der Hersteller McAfee ist eines der renommiertesten Unternehmen im Bereich der Online-Sicherheit. Als MS-DOS noch das am weitesten verbreitete Betriebssystem für Computer war, gehörte McAfee bereits zu den ersten Herstellern von Antiviren-Software. Da die Verbreitung von Malware damals noch in den Kinderschuhen steckte, war die Erkennung noch relativ einfach. Heute ist Malware nicht mehr so einfach anhand von Zeichenketten zu erkennen.

Im Real-World-Test von AV-Test[4] schnitt McAfee mit einer Schutzrate von 100 Prozent ab. Dabei meldete sich das Programm nicht einmal zu Unrecht. Im Test von AV-Comparatives[2] schnitt McAfee dagegen sehr schlecht ab (96,1 Prozent Schutzrate; 4 Fehlalarme).
McAfee Total Protection Hauptmenü
Hauptmenü
McAfee Total Protection Scan
Scan
McAfee Total Protection Firewall
Firewall
McAfee Total Protection VPN
VPN
McAfee Total Protection Einstellungen
Einstellungen
Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Mit einem Echtzeit-Virenscanner, einem Spam-Filter, einem Wifi-Schutz und zahlreichen Mobile-Anwendungen, die auch Smartphones und Tablets gegen Angriffe schützen, ist das Produkt bestens aufgestellt. Daten wie Fotos und Dokumente können automatisch als Backup in der Cloud abgelegt werden. Darüber hinaus ist das System von Haus aus so intelligent, dass es mögliche Schwachstellen vollautomatisch erkennt und schließt.

Eine Funktion namens WebAdvisor durchforstet besuchte Webseiten und markiert potenziell unerwünschte Links und Downloads, die Adware, Spyware, Viren oder Phishingmethoden enthalten. In unserem Test haben wir die Funktion stichprobenartig ausprobiert. Dabei konnte die Funktion nicht immer vollständig überzeugen, einige Phishing-Seiten wurden nicht zuverlässig blockiert.

Zusätzlich gibt es eine Jugendschutzfunktion, mit der Webseiten gesperrt und Nutzungszeiten festgelegt werden können.

Die Benutzerführung ist gut, auch wenn die Fülle an Informationen zunächst überfordern kann. Sehr überrascht hat uns, wie lange ein Scan-Vorgang unter Windows dauert. Hier besteht noch Verbesserungspotential.
Vorsicht Abo-Falle: Eine Einzelplatzlizenz der Software kostet im ersten Jahr 44,95 Euro. Beim Kauf der McAfee-Software schließt man automatisch ein Abonnement ab und zahlt im zweiten Jahr den Verlängerungspreis (derzeit 109,95 Euro/Jahr)! Die Option „Automatische Verlängerung“ lässt sich beim Kauf nicht abwählen.
Die verschiedenen McAfee-Lösungen im Vergleich
McAfee Total Protection McAfee Total Protection Plus McAfee Total Protection Premium
Preis (1 Jahr) 29,95 Euro 29,95 Euro 44,95 Euro
Geräte 3 Geräte 5 Geräte 10 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS
Datei­schredder Ja Ja Ja
Passwort-Manager Ja Ja Ja
Sicherer Browser Ja Ja Ja
VPN-Dienst Ja Ja Ja
Kinder­sicherung Nein Nein Ja
Firewall Ja Ja Ja
Die McAfee Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
McAfee-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
McAfee Total Protection Testergebnisse:
Schutz:8,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:44,95 Euro (10 Geräte) (Vorsicht Abo-Falle: 109,95 Euro im zweiten Jahr!)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Schlechte Kindersicherung
  • Die MAC-Version bietet deutlich weniger Funktionen
  • Abo-Falle beim Kauf

Symantec Norton 360 Deluxe

Norton Icon
29,99 Euro
5 Geräte

(norton.com)
Das Softwarepaket Symantec Norton 360 Deluxe (Link: norton.com) ist der Klassiker unter den Security-Tools. Um unbekannte Schädlinge zu identifizieren, bedient sich die Software einer Funktion, die auf auffälliges Verhalten von Software reagiert. Leider produziert die Funktion viele Fehlalarme. Im letzten Test von AV-Comparatives[2] (Schutzrate: 100 Prozent) wurden 35 Dateien als infiziert gemeldet, obwohl sie keinen Schadcode enthielten.

Optisch macht das Antivirenprogramm einen guten Eindruck. Norton bietet eine Vielzahl von Funktionen. Einige davon sind sicherlich sinnvoller als andere.

Besonders hervorzuheben ist die Firewall von Norton Security. Sie gibt dem Benutzer eine größere Entscheidungsfreiheit darüber, welche Programme Zugriff auf das Netz erhalten sollen. Da es mühsam sein kann, diese Einstellungen per Hand selbst zu definieren, setzt Norton auf eine Cloud-Technologie. Diese hält die gängigen Firewall-Einstellungen für bekannte Programme bereit. Lediglich bei Software, die noch nicht in der Cloud registriert ist, muss der Nutzer selbst entscheiden.
Norton Hauptcenter
Hauptmenü
Norton Scan
Scan
Norton Schnellscan
Schnellscan
Die Leistung des integrierten Phishing-Schutzes hat uns ziemlich enttäuscht. Wir haben alle Einstellungen der Software überprüft und alle Updates eingespielt, aber die Leistung hat sich nicht verbessert. Wir werden die Leistung in den nächsten Monaten erneut prüfen, möglicherweise fällt diese dann besser aus.

Mit der Deluxe-Version erhält man eine Lizenz für bis zu fünf Geräte. Damit sind nicht nur stationäre Desktop-Computer oder Laptops gemeint, sondern auch mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Für die meisten Nutzer wird diese Lizenzanzahl ausreichen. Wer noch mehr Geräte schützen möchte, kann mit der Premium-Version bis zu zehn Endgeräte vor Bedrohungen schützen.
Vorsicht Abofalle: Norton wirbt derzeit mit einem Sonderpreis (24,99 Euro/Jahr). Wer das Sonderangebot nutzt, schließt automatisch ein Abo ab und zahlt im Folgejahr fast das Dreifache (94,99 Euro/Jahr) - ziemlich teuer!
Norton Krypto-Miner
Das Sicherheits­unternehmen Norton steht aktuell in der Kritik, weil es ungefragt Krypto-Miner installiert[7]. Zur Abo-Falle von Norton kommt also noch der Ressourcenverbrauch hinzu, den das Krypto-Mining verursacht. Absolut überflüssig!
Die verschiedenen Norton-Lösungen im Vergleich
Norton Antivirus Plus Norton 360 Standard Norton 360 Deluxe Norton 360 Advanced
Preis (1 Jahr) 14,99 Euro 24,99 Euro 29,99 Euro 34,99 Euro
Geräte 1 Gerät 1 Gerät 5 Geräte 10 Geräte
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS Mac, Android, iOS
Passwort-Manager Ja Ja Ja Ja
VPN-Dienst Nein Ja Ja Ja
Kinder­sicherung Nein Nein Nein Nein
Firewall Ja Ja Ja Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja Ja
Datenleck-Checker Nein Nein Ja Ja
Die Norton Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
Norton-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives und AV-Test
Norton 360 Deluxe Testergebnisse:
Schutz:8,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:29,99 Euro (5 Geräte) (Vorsicht Abo-Falle, 94,99 Euro im zweiten Jahr!)
Vor- und Nachteile:
  • Sehr einfache Bedienung
  • Viele Fehlalarme
  • Der erste vollständige Scan ist ungewöhnlich langsam
  • Keine Preise für Mehrfachlizenzen
  • Voreinstellung für ein Zwangsabo
  • Installiert ungefragt Krypto-Miner

ESET Internet Security

Eset Icon
34,95 Euro
1 Gerät

(eset.com)
Der Virenscanner ESET Internet Security (Link: eset.com), für den die Firma ESET seit langem geschätzt wird, arbeitet grundsolide und mit einer erstaunlichen Ressourceneffizienz. Kaum ein anderer Virenscanner hat so wenig Einfluss auf die Leistung des PCs wie ESET Internet Security.

Kernstück ist der Reputationsdienst »ESET Live Grid«. Dieser sorgt dafür, dass neue Funde in Echtzeit in die Malware-Datenbank aufgenommen werden. Im letzten Real-World-Test von AV-Comparatives[2] konnte der Echtzeitschutz leider nicht ganz überzeugen (Schutzrate: 98,9 Prozent).

An der Erkennung sollte der Hersteller also noch feilen. Bei den Fehlalarmen und der Bedienung gibt es keinen Grund zur Kritik.

Die einfach zu bedienendes Oberfläche überfordert auch unerfahrene Nutzer nicht.
Eset Internet Security
Hauptmenü
Eset Scan
Scan
Eset Tools
Tools
Zu den integrierten Funktionen der ESET Internet Security gehören:
  • eine Kindersicherung
  • ein Anti-Spam-Modul
  • eine Firewall
  • ein Spyware-Schutz
  • Anti-Phishing-Module
Mit Hilfe der Anti-Diebstahlfunktion ist es außerdem möglich, ein gestohlenes Notebook zu verfolgen, den Dieb per Webcam zu identifizieren oder diesem eine Nachricht zukommen zu lassen.

Besonders interessant ist der Browser, den die Firma ESET mitliefert. Dieser ist speziell abgesichert und schaltet sich automatisch ein, sobald Bank- oder Bezahlseiten aufgerufen werden. Ab und an gibt es kleinere Wartezeiten bis der Browser startklar ist, aber die halten sich in Grenzen.

Durch die Verschlüsselung der Tastatureingaben schiebt ESET Keyloggern einen Riegel vor. Abgerundet wird das Paket durch Spezialfunktionen wie eine automatische Schwachstellenüberprüfung des Systems, einen Exploit-Blocker sowie eine Botnet-Erkennung. Letztere verhindert die Remote-Steuerung durch Botnetze und erschwert Hackern die Übernahme und den Missbrauch des Systems durch Hacker.

Die neue Funktion „Sicheres Heimnetzwerk" bietet einen Scan aller angeschlossenen Netzwerkgeräte an und liefert so einen Überblick über deren Sicherheitsstatus. Auch der Router kann nun auf Sicherheitslücken überprüft werden.
Die verschiedenen ESET-Lösungen im Vergleich
ESET NOD32 Antivirus ESET Internet Security ESET Smart Security Premium
Preis (1 Jahr) 29,95 Euro 34,95 Euro 49,94 Euro
Geräte 1 Gerät 1 Gerät 1 Gerät
Windows-Betriebs­systeme Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11 Windows 7 bis 11
Sonstige Betriebs­systeme Mac Mac, Android Mac, Android
Passwort-Manager Nein Nein Ja
Sicherer Browser Nein Ja Ja
Ver­schlüsselung Nein Nein Ja
Kinder­sicherung Nein Ja Ja
Firewall Nein Ja Ja
Webcam-Schutz Nein Ja Ja
Diebstahl­schutz Nein Ja Ja
Die ESET Virenschutz-Testergebnisse der vergangenen 12 Monate
ESET-Schutzwirkung in % (12 Monate)
Testergebnisse von AV-Comparatives
ESET Internet Security Testergebnisse:
Schutz:8,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, Linux
Preis:34,95 Euro (1 Gerät)
Vor- und Nachteile:
  • Sehr geringe Systembelastung
  • Wenige Fehlalarme
  • Guter Netzwerkschutz
  • Schlechte Rettungs-CD

Reicht ein kostenloser Virenscanner?

Virenscanner
Windows-Benutzer sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Hersteller von Antiviren-Software profitieren von dieser Tatsache. Aber es gibt auch zahlreiche kostenlose Lösungen. Selbst Microsoft bietet mit dem Windows Defender einen kostenlosen Virenscanner an. Doch bieten kostenlose Virenscanner einen ausreichenden Virenschutz? Oder sollte man besser ein paar Euro investieren?

Guten Virenschutz kriegt man mit kostenloser Software hin. DAllerdings ist die Qualitätssicherung bei Kaufprodukten in den meisten Fällen deutlich höher. Die umfangreichen Analyse- und Schutz-Funktionen kostenpflichtiger Sicherheitspakete können im Extremfall den Unterschied machen. Die Entwicklung von leistungsfähigen Programmen ist sehr teuer. Kaum ein Antivirenhersteller kann es sich daher leisten, die Software kostenlos abzugeben. Man sollte daher bereit sein, den in der Regel nicht allzu hohen Beitrag für den eigenen Schutz zu leisten.

Wichtig auch: Mit kostenlosen Programmen steht man bei Problemen zunächst alleine da. Nutzer von kostenpflichtigen Programmen genießen oft einen bevorzugten Support. Darüber hinaus kommen bei Freeware-Programmen sehr oft nervende Werbehinweise hinzu. Diese sollen den Nutzer aufdringlich zum Kauf der kostenpflichtigen Version bewegen.

Kostenlose Virenscanner vs. Kostenpflichtige Virenscanner:
Ausstattung Virenscanner
Kostenlos Kostenpflichtig
Virenschutz (bekannte Schädlinge) Ja Ja
Virenschutz (unbekannte Schädlinge) Ja Ja
Kinderschutz Meist Nein Meist Ja
Werbung Meist Ja Meist Nein
Ransomware-Schutz Meist Nein Meist Ja
Schutz vor Betrugs / Abzock-Seiten Meist Nein Meist Ja
Sicheres Online-Banking Meist Nein Meist Ja
Schwachstellen­bewertung Meist Nein Meist Ja
VPN Meist Nein Meist Ja
Support Normaler Support Bevorzugter Support

Vorsicht vor Abofallen

Automatische Verlängerung
Wer seinen Antivirenschutz direkt beim Hersteller bestellen möchte (empfohlen), sollte sehr vorsichtig sein! Bei einigen Herstellern schließt man während der Bestellung automatisch ein Abo ab. Bei McAfee und Norton ist eine Bestellung ohne Abo gar nicht möglich! Bei Avira, Bitdefender, F-Secure, Kaspersky und Trend Micro kann der Kunde die Option „Automatische Verlängerung“ abwählen.

Lediglich bei Eset muss man bei der Bestellung freiwillig ein Häkchen setzen, wenn man eine automatische Verlängerung wünscht.

Virenscanner Preis (im ersten Jahr) Ver­längerungs­preis Autom. Verlängerung standard­mäßig aktiviert
Avira Icon Avira Internet Security 54,95 Euro 54,95 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Bitdefender Icon Bitdefender Internet Security 25,49 Euro 64,99 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Eset Icon ESET Internet Security 34,95 Euro 34,95 Euro Nein (optional)
F-Secure Icon F-Secure SAFE 29,90 Euro 49,90 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Kaspersky Icon Kaspersky Plus 29,99 Euro 54,99 Euro Ja (ab­wähl­bar)
McAfee Icon McAfee Total Protection 44,95 Euro 109,95 Euro Ja (ver­pflicht­end)
Norton Icon Symantec Norton 360 Deluxe 29,99 Euro 99,99 Euro Ja (ver­pflicht­end)
Trend Micro Icon Trend Micro Internet Security 19,95 Euro 49,95 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Lassen Sie sich Zeit und lesen Sie die Informationen auf den Webseiten. Das ist generell wichtig, wenn Sie im Internet Verträge abschließen oder Bestellungen tätigen.

Antiviren-Software nur direkt beim Hersteller kaufen!

Ein Antivirus-Programm kann selbst infiziert sein. Daher ist es wichtig, diese Software direkt vom Hersteller (einer vertrauenswürdigen Quelle) zu beziehen. Die meisten Programme nutzen zwar Prüfroutinen, um festzustellen, ob sie manipuliert wurden. Manche Betrüger nutzen jedoch Techniken, die gezielt auf diese Prüfroutinen abzielen.

Auch Mac- und Android-User sind gefährdet

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Mac- und Android-Systeme immun gegen Computerschädlinge sind. Das stimmt nicht ganz. Viren, Trojaner und andere Schädlinge sind sicherlich eher ein Problem für Windows- als für Mac- und Android-Benutzer. Dennoch möchten wir betonen, dass sich auch diese Nutzer nicht in Sicherheit wiegen sollten. Gerade für Android-Benutzer ist die Gefahr einer Infektion in den letzten Jahren enorm gestiegen.

Für den Mac-Computer und das Android-Smartphone wird ein Virenscanner empfohlen.

Unter iOS, iPadOS (iPhone, iPad) benötigen Sie keinen Virenscanner. Das Apple-Betriebssystem ist so konzipiert, dass jede App in einem eigenen Bereich (in der sogenannten Sandbox) läuft. Innerhalb der Sandbox kann eine App tun und lassen, was sie will (unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien), aber sie kann die Sandbox nicht verlassen und das Betriebssystem oder andere Apps schädigen. Lesen Sie auch: Virenscanner auf dem iPhone: Sinnvoll oder unnötig?

Die meisten Antiviren-Hersteller bieten inzwischen Programme für alle Plattformen an:
  • Windows, Mac, Android, iOS: Avast, AVG, Avira, Bitdefender, F-Secure, Kaspersky, McAfee, Symantec
  • Windows, Mac, Linux, Android: Eset
Einiger Hersteller, darunter Eset, F-Secure und Trend Micro bieten sogar kostenlose Online-Virenscanner an. Online Virenscanner testen Ihren Computer kostenlos auf Malware (ohne aufwändige Installation).

Hilfe und Unterstützung bei technischen Fragen

Sollte es einmal Probleme geben, stehen verschiedene Hilfs- und Kontaktmöglichkeiten direkt bei den Antivirus-Herstellern zur Verfügung. Nicht selten sind diese auf der Internetseite versteckt, daher nachfolgend ein Überblick über die verschiedenen Support-Leistungen der Antivirus-Hersteller.

Achtung: Einige Antivirus Anbieter bieten einen technischen Support nur auf Englisch an. Wenn Sie im Englischen weniger versiert sind, sollten Sie darauf achten.

Abschließender Kommentar

Mit einem guten Virenscanner und ein paar grundlegenden Virenschutzmaßnahmen sollten Sie sich sicher im Internet bewegen können. Die Leistungsfähigkeit aller getesteten Virenscanner zeigt: Das Gesamtniveau ist gestiegen. Für PC-Nutzer gibt es keine Ausreden mehr: Geringe Systembelastung, hohe Zuverlässigkeit – kein Rechner sollte ohne Virenscanner laufen. Empfehlenswerte Virenscanner für Computer und Handy sind Bitdefender Internet Security ↑ und Avira Internet Security ↑ (ab 25 Euro/Jahr). Wenn es kostenlos sein soll, sind die Virenscanner Avast Free Antivirus ↑ und AVG AntiVirus Free ↑ eine gute Wahl.

Ein Restrisiko bleibt immer. Den perfekten Schutz für den Computer gibt es nicht. Natürlich kann man seinen Computer gegen eine Vielzahl von Bedrohungen schützen. Aber auch diese Schutzmassnahmen haben immer ihre Grenzen.

Unsere Bewertungskriterien, so bewerten wir

Die anfangs eher übersichtliche Anzahl von Virenscannern hat sich in den vergangenen Jahren vertausendfacht: Es gibt kaum ein Land, in dem nicht ein oder mehrere Hersteller an Scan-Engines arbeiten. In unserem Antivirus Test stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme vor. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Erkennungsraten. Ein genauer Scanner ist nicht wirklich hilfreich, wenn er sich nicht vernünftig bedienen lässt oder den Computer bis zur Unbenutzbarkeit ausbremst.

Nach den nachfolgenden Kriterien platzieren wir die verschiedenen Virenscanner in unserer Rangliste:

Schutz

Testdaten von AV-Comparatives und AV-Test

An erster Stelle steht natürlich die Qualität der Malware-Erkennung. Der Scanner sollte alle Arten von Malware erkennen. Um verlässliche und unabhängige Daten zur Malware-Erkennung liefern zu können, greifen wir auf die Testdaten der Testlabore AV-Comparatives[2][3] und AV-TEST[4] zurück. AV-Comparatives und AV-Test sind unabhängige Organisationen, die regelmäßig die Leistung und Zuverlässigkeit verschiedener Virenschutzprodukte bewerten.

Aus den gesammelten Testdaten errechnen wir schließlich eine Virenschutz-Punktzahl. Wir haben ein Bewertungssystem entwickelt, mit dem wir eine Punktebewertung von 0 bis 10 vornehmen.

Beispiel-Auswertung der AV-Comparatives Testdaten:
Real World Protection
Real World Test
False Positives
False Positives
Wichtig: Auch „falsch positive“ Testergebnisse fließen in unsere Schutzbewertung ein. Virenschutzprogramme sind nicht perfekt. Man kann davon ausgehen, dass jede Antiviren-Software irgendwann einmal einen Fehlalarm auslöst. Seien Sie sich daher bewusst, dass nicht jede Virenmeldung, die Sie erhalten, richtig sein muss. Im Idealfall sollte ein Virenscanner keine Fehlalarme ("false positives") produzieren. Wenn der Scanner viele Fehlalarme ausgibt, kann es sein, dass der Benutzer ungewollt Dateien löscht. Dateien, die gar nicht befallen sind. Oder er klickt bald genervt automatisch auf "Ignorieren". Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis das erste echte Schadprogramm "durchrutscht".

Als Ergänzung beziehen wir seit Oktober 2021 den Malware-Protection-Test von AV-Comparatives[3] mit in unsere Bewertung ein.

Die Testergebnisse sind immer nur eine Momentaufnahme, da Software-Updates und neue Schadprogramme hier schnell wesentliche Änderungen verursachen können.

Software

Systemauslastung

Testdaten von AV-Comparatives und AV-Test
  • Ein Schutzprogramm sollte den Computer möglichst nicht bremsen. Um verlässliche Daten liefern zu können, ziehen wir die Testdaten der Testinstitute AV-Comparatives[5] und AV-Test[4] heran.

    Systembelastung AV-Comparatives
    Beispiel-Auswertung

Bedienung

  • Ein Virenscanner muss zuverlässig arbeiten und einfach zu bedienen sein. Der zuverlässigste Virenscanner (aktuell: Bitdefender Internet Security) ist nutzlos, wenn er dem Computerbenutzer nichts als Probleme macht (Abstürze, Aufhänger, Einfrieren). Oder wenn er den Benutzer mit Meldungen allein lässt oder zu viel Wissen voraussetzt. Ein solcher Scanner würde dann nur noch ungern und irgendwann gar nicht mehr benutzt werden.

    Hinweis: Antivirenprogramme, die ohne lange Einarbeitungszeit einfach zu bedienen sind, erhalten Pluspunkte. Die Bewertung der Bedienung ist eine weitgehend subjektive Meinung. Und ein durchaus legitimes Diskussionsthema. Gerne können Sie an unserer Umfrage auf Surveymonkey.com teilnehmen.

Ausstattung

  • Erst danach kommt die Beurteilung weiterer Zusatzfunktionen und Extras aller Art. Heutige Security-Suiten enthalten eine Vielzahl von Zusatzfunktionen. Bringt der Virenscanner praktische Sicherheitskomponenten wie z. B. eine Firewall, ein Passwort-Manager, eine Kindersicherung, ein VPN und ein Update-Manager mit, lässt sich der Gesamteindruck noch etwas verbessern
Wir nutzen die jeweils aktuellen Testversionen der Antivirenprogramme. Die Bewertung der Ausstattung und Bedienung gestaltet sich als enorm aufwendig. Aus diesem Grund führen wir die Bewertung nur 1-mal pro Jahr und Antivirenprogramm durch.

Unser Testsystem

  • Für die Tests der Virenscanner-Software („Ausstattung und Bedienung") nutzen wir ein speziell dafür vorgesehenes Testgerät (Intel Core i5, 8 GB RAM, 256 GB SSD) mit installiertem Windows 10 Betriebssystem (64-Bit).
Als Begleitartikel arbeiten wird derzeit an einem detaillierten "So bewerten wir"-Artikel, in dem wir die Punktevergabe näher erläutern, begründen und erklären werden. Eine ausführliche Kaufberatung zum Thema, in der alle für eine Kaufentscheidung relevanten Punkte besprochen werden, wird es auch geben.

Weitere Herstellerunabhängige Informationsquellen

Die Auswahl des richtigen Antivirenprogramms kann sehr schwierig sein. Es gibt viele Programme, die sich teils deutlich im Preis unterscheiden. Einige Programme können den Computer drastisch verlangsamen, während Sie andere kaum bemerken. Beziehen Sie verschiedene Online-Tests in Ihre Entscheidung mit ein. Weitere Tests finden Sie u. a. auf den folgenden Webseiten: Wenn Sie sich für einen kostenpflichtigen Virenscanner entscheiden: Einige Antivirenhersteller bieten kostenlose Testversionen ihrer Antivirensoftware an. So können Sie sich kostenlos ein eigenes Bild von der Software machen.

Einzelnachweise

  1. av-test.org: „Das AV-TEST Institut registriert täglich mehr als 450.000 neue Schadprogramme.“
  2. a b c d e f g h i j k l m av-comparatives.org: Real-World Protection Test Feb-März 2022 - Factsheet
  3. a b c d e av-comparatives.org - Malware Protection Test März 2022
  4. a b c d e f g h av-test.org - Die besten Windows Antivirus-Programme für Privatanwender (Juni 2022)
  5. a b c d e f av-comparatives.org - Performance Test April 2022
  6. test.de: Sicherheitssoftware im Test
  7. a b derstandard.at: Norton 360: Antivirenprogramm installiert ungefragt Krypto-Miner auf Rechner seiner Nutzer
  8. golem.de: Avast überwacht den Browser und verkauft Nutzerdaten

Letzte Änderung am 19.01.2023: Kleinere Aktualisierungen.

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