Virenscanner Test 2022: Die 12 besten Antiviren­programme im Vergleich

1. August 2022 | Von:
Virenscanner TestEs gibt Milliarden von Viren, Würmern und Trojanern (kurz Malware). Und jeden Tag werden laut AV-TEST Institut 450.000 neue Schadprogramme registriert[1]. Virenscanner sind der erste und beste Weg, um sich zu schützen. Was vielen Usern jedoch die Schweißperlen auf die Stirn treibt, ist die Auswahl der richtigen Security-Software. Denn die Produktvielfalt auf dem Markt ist mindestens ebenso groß wie die Anzahl der Features, die jedes einzelne Produkt aufweist. Es gibt zahlreiche kostenlose und kostenpflichtige Virenscanner. Welcher Virenscanner schützt Windows-PCs am besten? Reicht ein kostenloser Virenscanner aus?

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme für Windows vor - u. a. in Form einer Rangliste. Wir sind bestrebt, die Virenscanner möglichst objektiv zu bewerten. Zur Bewertung ziehen wir die Antivirus-Testdaten von AV-Comparatives und AV-TEST heran. Zwei weltweit anerkannte Testlabore, die sich auf Virenscanner Tests spezialisieren.

Kostenpflichtige Antivirenprogramme kosten knapp 30 Euro pro Jahr. Ein angemessener Preis dafür, dass der PC in Echtzeit geschützt wird. Kostenlose Virenscanner leisten inzwischen gute Arbeit, bieten jedoch keinen persönlichen Support und weniger Zusatzfunktionen. Ob diese Kriterien einen Kauf rechtfertigen, muss letztlich jeder Nutzer selbst entscheiden. Wer zum Beispiel Wert auf einen gesonderten Schutzmechanismus zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs beim Online-Banking oder Shopping legt (empfohlen), sollte ein Kaufprogramm wählen.

Antivirus Test: Die besten Virenscanner für Windows

Welcher Virenscanner schützt aktuell am besten? Die nachfolgende Rangliste soll Ihnen einen schnellen Überblick verschaffen.

Platz Virenscanner Schutz Soft­ware Ge­samt Sortieren Preis / Jahr
1
Bitdefender Icon Bitdefender Internet Security 10,0 10,0 20,0 24,00 Euro*
*Aktuell 60 Prozent Rabatt beim Kauf über diese Aktionsseite (bitdefender.de)
Bitdefender bietet auch laut Stiftung Warentest (2022) die beste Schutzleistung.
2
Avira Icon Avira Internet Security 10,0 8,0 18,0 44,95 Euro
3
Kaspersky Icon Kaspersky Internet Security 9,5 8,5 18,0 39,95 Euro
4
F-Secure Icon F-Secure SAFE 9,5 8,0 17,5 29,90 Euro
5
Avast Icon Avast Free Antivirus 9,5 7,5 17,0 Ko­sten­los
6
Trend Micro Icon Trend Micro Internet Security 9,0 8,0 17,0 19,95 Euro
7
AVG Icon AVG AntiVirus Free 9,5 7,5 17,0 Ko­sten­los
8
Panda Icon Panda Free Antivirus 8,5 8,0 16,5 Ko­sten­los
9
McAfee Icon McAfee Total Protection 8,0 8,5 16,5 44,95 Euro
10
Norton Icon Symantec Norton 360 Deluxe 8,5 7,5 16,0 24,99 Euro
11
Eset Icon ESET Internet Security 8,0 8,0 16,0 34,95 Euro
12
Microsoft Icon Microsoft Windows Defender 8,5 7,0 15,5 Ko­sten­los

Schutzwirkung der Antivirenprogramme

Die Schutzwirkung setzt sich zusammen aus der „Erkennungsrate“ und der Anzahl an „False Positives“. Basis für die Rankings (Virenschutz-Punkte) sind die letzten Antivirus-Tests der unabhängigen Testlabore AV-Comparatives[2][3] und AV-Test[4]. Wichtig: Einen 100-prozentigen Virenschutz gibt es nicht. Und wird es auch nie geben! Kein Betriebssystem und kein Antivirenprogramm kann Ihnen den „totalen“ Schutz bieten. Selbst Virenscanner, die in aktuellen Virenscanner Tests mit Top-Erkennungsraten glänzen, können Schädlinge übersehen.

Die Antivirus Programme Norton, Panda und Trend Micro erhalten weniger Virenschutz-Punkte aufgrund von zahlreichen Fehlalarmen in den letzten Real-World-Tests[2][4]. Bei der Offline-Malware-Erkennung[3] hatten die Programme Microsoft, Panda und Trend Micro recht große Probleme, was ebenfalls zu Punktabzug führt.

Ausstattung der Antiviren-Pakete

Die vorgestellten Lösungen unterscheiden sich nicht nur anhand des Preises und der Schutzleistung, sondern auch im Hinblick auf ihren Funktionsumfang. Aktuelle Antivirus-Programme bieten eine breite Palette an Funktionen. Wobei manche in bestimmten Bereichen mehr glänzen als in anderen. Über den Sinn einiger Funktionen lässt sich streiten. Die nachfolgenden Schutzfunktionen halten wir für wichtig.

Bitdefender Icon F-Secure Icon Kaspersky Icon Panda Icon Trend Micro Logo
Avast Free Antivirus AVG AntiVirus Free Avira Internet Security Bitdefender Internet Security ESET Internet Security F-Secure SAFE Kaspersky Internet Security McAfee Total Protection Microsoft Windows Defender Norton 360 Deluxe Panda Free Antivirus Trend Micro Internet Security
Firewall
Schutz vor Phishing
E-Mail-Schutz
Kinderschutz
VPN
Sichere-Bezahlung
Update-Manager
Passwort-Manager
WLAN-Schutz

Performance der Virenscanner

Antivirenprogramme laufen permanent im Hintergrund, so dass sie bei einem Befall sofort eingreifen können. Dabei bremsen Virenscanner den PC automatisch aus. Wie sehr ein Virenscanner die Performance beeinflusst, variiert von Hersteller zu Hersteller stark.

Während Avast, AVG, Bitdefender, ESET, F-Secure, McAfee, Norton und Panda ihren Dienst laut AV-Comparatives[5] / AV-Test[4] unauffällig im Hintergrund verrichteten, sorgen die Virenscanner Avira, Kaspersky, Trend Micro für kleine Verzögerungen. Verlierer in dieser Disziplin ist der Windows Defender. Der Virenscanner kostet sehr viel Performance. Vor allem beim Start von Programmen und beim Kopieren von Dateien wird der PC ausgebremst.

Systembelastung Virenscanner
GeringAvast, AVG, Bitdefender, ESET, F-Secure, McAfee, Norton, Panda
MittelAvira, Kaspersky, Trend Micro
HochWindows Defender

Bitdefender hat das beste Angebot - Kostenlose Programme nerven mit Werbung

Mit einer sehr guten Schutzleistung landet die Bitdefender Internet Security Suite auf Platz eins. Bitdefender überzeugt nicht nur mit einer sehr guten Virenschutz-Leistung, sondern auch mit einer guten Performance und einer gut strukturierten Benutzeroberfläche. Auch guten Schutz bietet das Antivirenprogramm Avira Internet Security.

Ein nerviger Trend bei kostenlosen Virenscannern ist die eingebaute Eigenwerbung. So baut Avast zum Beispiel einige Programmfunktionen in die Oberfläche ein, die in der kostenlosen Version gar nicht vorhanden sind. Nach einiger Zeit melden die Programmfunktionen „angebliche Probleme“. Möchte man die „angeblichen Probleme“ lösen, wird man zur Kasse gebeten.

Im Gegensatz zu den anderen Gratis-Virenscannern nervt der Windows Defender nicht mit nervigen Werbeeinblendungen. Der Windows Defender schützt mittlerweile recht gut. Doch leider bremst der Windows Defender den PC stark aus. Ein alternativer Virenscanner ist also nach wie vor sinnvoll. Doch spannend bleibt die Frage, wie lange noch?

Ein Virenscanner enttäuscht im Antivirus Test: Kaspersky ring in den letzten Jahren mit Bitdefender um die Krone, landet aufgrund mittelmäßiger Testergebnisse (besonders in den Disziplinen „Schutz“ und „Performance“) aktuell „nur“ auf dem dritten Platz.

Testsieger: Bitdefender Internet Security

Bitdefender ist der beste Virenscanner in unserem Test
24 Euro

(bitdefender.de)
Die Bitdefender Internet Security (Link: bitdefender.de) bietet eine sehr gute Schutzleistung. In den letzten Tests der Testlabore AV-TEST[4] und AV-Comparatives[2] stoppte Bitdefender alle Schädlinge. Und auch in den Performance-Tests schnitt Bitdefender hervorragend ab. Eine hohe Systembelastung muss man bei Bitdefender also nicht befürchten.

Liest man regelmäßig die Testergebnisse zahlreicher Testlabore, stellt man sehr schnell fest, dass die Leistung der meisten Antivirenprodukte ständig variiert. Bitdefender dagegen schneidet konstant gut ab. In den vergangenen Jahren erzielte die Security Suite durchweg herausragende Testergebnisse. Zuletzt erhielt die Software u. a. im Antivirus-Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 03/2022[6]) die Bestnote in Sachen Schutzleistung. Kein anderer Virenscanner lieferte einen derart guten Schutz (vor Schadsoftware & Phishing). Und auch im aktuellen Test der ComputerBild (Ausgabe 06/2022) überzeugte die Schutzleistung der Bitdefender-Software (Testsieger: Note 1,7).

▶ Rabatt-Aktion: Aktuell 60% Rabatt auf Bitdefender.de

Das Security-Tool wehrt Malware und Hacker-Angriffe zuverlässig ab. Es blockiert Abzockseiten, schützt Daten und stoppt Werbemails. Sie müssen nichts einstellen. Das Programm nimmt alle Einstellungen automatisch vor. Auch erscheinen keine aufdringlichen Nachrichten, Warnungen oder Pop-ups. Wird die Benutzeroberfläche aufgerufen, so bietet sich dem Anwender eine sehr gut strukturierte und aufgeräumte Konsole. Diese ermöglicht jedem eine ganz einfache Bedienung.
Hauptmenü
Hauptmenü
Sicherheitsfunktionen
Funktionen
Bitdefender Privatsphäre
Privatsphäre
Bitdefender Einstellungen
Einstellungen
Alle kostenpflichtigen Bitdefender-Produkte sind mit einer VPN-Funktion ausgestattet. Ein VPN verschlüsselt die komplette Internetverbindung. So surfen Sie z. B. sicher in öffentlichen WLAN-Zonen (Wifi-Hotspots). Sehr nützlich ist auch die Safepay-Funktion: Wenn Sie Bank- oder Warenkorbseiten öffnen, öffnet die Safepay-Funktion automatisch einen sicheren Browser. Mit diesem können Sie einkaufen und finanzielle Transaktionen sicher abschließen.

Über die Kindersicherung bestimmt der Nutzer, welche Inhalte im Netz für seinen Nachwuchs zugänglich sind und welche nicht. Je nach Benutzerkonto beschränken Sie den Zugang auf gefährliche Internetseiten und legen eine erlaube Computerzeit fest.
Die gute Erkennungsrate, kombiniert mit einer einfachen Bedienung, machen die Bitdefender Internet Security zur aktuell besten Antivirenlösung. Sowohl für Einsteiger als auch für fortgeschrittene Nutzer. Mit der Standard-Lizenz können Sie 3 Geräte schützen. Möchten Sie das Programm mit weiteren Geräten nutzen, steht Ihnen eine 5 und 10 Geräte-Lizenz zur Verfügung.
Bitdefender Internet Security Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:10,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:24,00 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Bester Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Einfache Bedienung
  • Viele Zusatzfunktionen

Avira Internet Security

Avira Internet Security
Avira Internet Security
Auf Platz zwei landet das Programm Avira Internet Security (Link: avira.com). Der Echtzeit-Scanner erkennt zuverlässig Schadprogramme und löst nur sehr wenige Fehlalarme aus. Im aktuellen Test von AV-Comparatives[2] schneidet Avira in der Wertungskategorie Malware-Erkennung sehr gut ab (Schutzwirkung: 100 Prozent).

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich strukturiert. Das Programm richtet sich jedoch in erster Linie an erfahrene Benutzer. Feinjustierungen sind notwendig, um alle Feinheiten und Vorzüge des Programms richtig zu nutzen. Es ist also ratsam sich mit allen möglichen Einstellungen vertraut zu machen.

Nervig ist die Installation. Diese sollten Sie sehr aufmerksam durchführen. Sonst haben Sie nach der Installation nicht gewollte Zusatz-Programme auf Ihrem PC.
Avira Internet Security Hauptmenü
Hauptmenü
Avira Internet Security bietet ein deutlich umfangreicheres Funktionsspektrum als die kostenfreie Variante (Avira Free Antivirus). Abseits des Security-Aspekts besticht die Software u. a. durch eine Kindersicherung. Hinzu kommen der Avira Passwort Manager, der für SMTP, POP3 und IMAP konzipierte E-Mail-Schutz sowie der Avira Phantom VPN.
Wie bei den Antivirus-Produkten des Sicherheitsunternehmens Norton[7] ist auch in den Avira-Produkten ein Mining-Tool enthalten. Beim Mining (rechenintensiv und energieaufwendig) werden Kryptowährungen generiert. Das Mining in der Avira-Software ist zwar freiwillig und standardmäßig deaktiviert, unserer Meinung nach hat ein Mining-Tool jedoch nichts in einer Antivirus-Software zu suchen.
Avira Internet Security Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:10,0
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac
Preis:44,95 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Einfache Bedienung
  • Feinjustierungen sind notwendig
  • Der Browser-Schutz funktioniert nur mit Chrome und Firefox
  • Der Administrator kann nicht verhindern, dass Benutzer unbekannte USB-Laufwerke auf die Whitelist setzen.

Windows Defender - Guter Virenschutz, starke Systembremse

Windows Defender Security Center
Windows Defender Security Center
Der Windows Defender ist der standardmäßig eingebaute Virenscanner unter Windows 10 und Windows 8.1. Wenn Sie kein anderes Antivirenprogramm installieren, wird der Windows Defender automatisch aktiviert. Das Dashboard des Windows Defender wird geöffnet, indem Sie in der Taskleiste auf das Schild-Symbol klicken. Über das Dashboard können Sie die Sicherheit Ihres Computers auf einen Blick überprüfen. Idealerweise sollte jeder Abschnitt des Dashboards ein grünes Häkchen haben.

In den vergangenen Jahren hat Microsoft den Virenscanner stetig verbessert.

Windows Defender Schutzwirkung 2010 - 2021 (AV-TEST):
Windows Defender Schutzwirkung

Inzwischen erweist sich der Windows Defender „eigentlich“ als guter Virenschutz. Im letzten Real-World-Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte der Windows Defender jedoch nur 98,9 Prozent aller Angriffe abwehren. Dabei meldete er sich keinmal Unrecht.

Zu einem vorderen Platz im Ranking reicht das nicht. Auch die Performance ist nicht erfreulich, laut AV-Comparatives[5] kostet der Microsoft Defender sehr viel Performance.

Ein weiteres Makel: Ohne Internet-Verbindung reduziert sich die Erkennungsrate des Windows Defenders auf magere 60,3 Prozent[3]. In der Praxis kommt das durchaus mal vor, beispielsweise wenn der Cloud-Server des Virenschutz-Herstellers nicht verfügbar ist. Zum Vergleich: Bitdefender schneidet bei der Offline-Erkennung deutlich besser ab und kommt auf eine Erkennungsrate von 97,8 Prozent.

Microsoft Windows Defender Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:8,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Einfache Bedienung
  • Keine Fehlalarme
  • Viele gratis Virenscanner blenden Werbe-Popups ein. Der Windows Defender verzichtet auf Werbeeinblendungen
  • Hohe Systembelastung

Der beste kostenlose Virenscanner: Avast Free Antivirus

Avast Virenscanner
Avast Free Antivirus
Avast bietet bereits seit vielen Jahren Antivirenprogramme an. Im Herbst 2021 hat Avast die Version 2022 der gratis Antiviren Software Avast Free Antivirus (Link: avast.com) veröffentlicht. Nach wie vor kommen wir zu dem Schluss, dass der Virenscanner die besten Ergebnisse aller kostenfreien Virenscanner erzielt. Das kostenlose Programm ist eine gute Alternative zu den Bezahlprogrammen.

Schadprogramme erkennt der Virenscanner einigermaßen zuverlässig. Im Real-World-Test von AV-Comparatives[2] stoppte der Virenscanner 99,4 Prozent aller Angriffe. Dabei identifizierte er nur zwei gültige Programme fälschlicherweise als Malware.

Vorbildlich ist der Ressourcenverbrauch. Avast verbraucht kaum Systemressourcen.

Eine gelungene Antivirus-Software für Benutzer, die kein Geld ausgeben möchten. Kein anderes Gratis-Programm bietet derzeit einen vergleichbaren Schutz. Für ambitionierte Anwender hat die Software leider einen zu geringen Funktionsumfang. Zudem nervt Avast mit penetranter Eigenwerbung für das kostenpflichtige Antiviren-Produkt.
Anfang 2020 geriet Avast in die Schlagzeilen, weil der Anbieter Nutzerdaten an andere Firmen verkauft hatte[8]. Nach eigenen Angaben hat Avast den Verkauf inzwischen gestoppt. Die Malware-Forschung und Entwicklung von Antivirenprogrammen kostet viel Geld. Diese Kosten müssen irgendwie bezahlt werden. Wenn nicht über kostenpflichtige Lizenzen, dann über Werbung oder über den Weiterverkauf von Nutzerdaten. Irgendwie bezahlt man immer. Bitte bedenken Sie dies bei der Wahl eines (kostenlosen) Virenscanners.
Avast Installation
Installation
Avast Benutzeroberfläche
Übersicht
Avast Schutz
Schutz
Avast Einstellungen
Einstellungen
Avast Free Antivirus ist nutzbar auf allen Versionen des Betriebssystems Microsoft Windows seit Windows 7. Neben 2 GB freien Festplattenspeicher erfordert die Installation 1 GB RAM. Diese Voraussetzungen dürften grundsätzlich alle modernen Systeme erfüllen.

Avast Free Antivirus Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Nein
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Nein
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Geringe Systembelastung
  • Nervende Werbe-Popups
  • Eigenwerbung durch „angeblichen Probleme“
  • Hat in der Vergangenheit Nutzerdaten verkauft

Die restlichen Antivirus-Programme

Kaspersky Internet Security

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt seit Mitte März 2022 vor dem Einsatz der russischen Kaspersky Sicherheits- und Antiviren-Software. Wir haben sämtliche Links zu Kaspersky entfernt.
Kaspersky Icon
Der russische Hersteller Kaspersky hat Mitte 2021 eine neue Version der Internet Security auf den Markt gebracht. Neben allgemeinen Verbesserungen bietet die 2022er Version jedoch keine wirklichen Neuerungen.

Die Benutzeroberfläche überzeugt leider gar nicht – unter anderem wegen der komplizierten Menüstruktur. Die Funktionsvielfalt des Programms ist recht groß. Jedoch hat Kaspersky einige Funktionen eingeschränkt. Zum Beispiel ist ein Passwort-Manager enthalten, es lassen sich jedoch lediglich 15 Passwörter speichern.

Die Malware-Erkennung kann aktuell leider nicht ganz überzeugen. Im Real-World-Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte sich Kaspersky nicht gegen alle Infektionswege zur Wehr setzen (Schutzwirkung: 99,4 Prozent).

Im Performance-Tests von AV-Comparatives[5] gab die Kaspersky-Software ein mittelmäßiges Bild ab. Die Geschwindigkeit der Testsysteme wurde leicht vermindert.
Kaspersky Benutzeroberfläche
Hauptmenü
Kaspersky Update
Updater
Kaspersky Tools
Tools
Kaspersky VPN
VPN
Bereits seit der Kaspersky-Firmengründung wird immer wieder über enge Beziehungen zwischen Kaspersky und dem russischen Geheimdienst FSB spekuliert. Angeblich sollen die Sicherheitslösungen dem Geheimdienst umfassenden Zugriff auf Computer gewähren. Die US-Regierung schränkte die Nutzung von Kaspersky-Programmen im Jahr 2017 ein. Kaspersky weist die Vorwürfe allerdings zurück.
Kaspersky Internet Security Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:9,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android
Preis:39,95 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Unübersichtliche Benutzeroberfläche
  • Einige Funktionen eingeschränkt
  • Das BSI warnt vor dem russischen Hersteller

F-Secure SAFE

Wie viele andere Anbieter auch, setzt F-Secure (Link: f-secure.com) auf eine cloudbasierte Erkennung. Bei der Schutzwirkung ist F-Secure SAFE eigentlich seht gut. Leider lieferte F-Secure in den vergangenen Tests zahlreiche Fehlalarme. Angesichts der starken Konkurrenz, die sich in dieser Disziplin kaum Schnitzer leistete, bedeutete das nur eine Platzierung im oberen Mittelfeld.

Neben der einfachen Bedienung besticht das Programm durch einen Browserschutz, der sich automatisch aktiviert, sobald eine Banking-Sitzung gestartet wird.
F-Secure Hauptmenü
F-Secure Tools
F-Secure Einstellungen
Hinzu kommt eine Kindersicherung, die es ermöglicht die Aktivitäten des Nachwuchses zu überwachen. Die Funktionen der Kindersicherung fallen sehr übersichtlich und umfangreich aus. Die Kindersicherung lässt sich nach Kategorien und Suchergebnissen filtern und kann automatisch Jugendschutz-Empfehlungen der Suchmaschinen implementieren.

Passwort-Manager, Quarantäne-Funktion und der DeepGuard-Schutz, der die Ausführung von Anwendungen analysiert und ggf. blockiert, runden das Programm ab.

Da moderne Betriebssysteme standardmäßig über eine Firewall verfügen, verzichtet F-Secure auf eine eigene Firewall.

F-Secure SAFE Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Nein
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS, Linux
Preis:29,90 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Viele Fehlalarme

Trend Micro Internet Security

Trend Micro Logo Trend Micro Internet Security (Link: trendmicro.com) wurde vom japanischen Hersteller Trend Micro entwickelt. Auf dem aktuellsten Stand bleibt die Software durch Updates, bei denen auf eine Cloud-Datenbank zurück gegriffen wird.

Bei der Erkennung schadhafter Dateien ist Trend Micro vorn mit dabei. Deutlich aus der Rolle fällt das Antivirenprogramm jedoch bei den Fehlalarmen. Trend Micro schlägt zu oft an. Zudem bremst Trend Micro das Tempo des Computers laut AV-Comparatives[5] etwas. Für ältere Computer ist das Programm damit eher nicht geeignet.
Trend Micro Internet Security Hauptmenü
Trend Micro Internet Security Schnellsuche
Praktisch ist die Kindersicherung, die für jedes Windows-Benutzerkonto separate Einstellungen ermöglicht. Neben einer detaillierten Zeitbeschränkung für die Internetnutzung ist auch die gezielte Blockade von Programmen möglich. Hinzu kommen umfassende Website-Filterregeln. Mit deren Hilfe lassen sich beispielsweise Webseiten, die sich mit nicht jugendfreien Themen befassen, per Mausklick sperren. Komfortabel sind die bereits vorgefertigten Profile für verschiedene Altersgruppen.

Weitere Funktionen:
  • Eine Schutzfunktion vor Ransomware
  • Ein Spamfilter für Microsoft Outlook, Outlook Express und Windows Live Mail.
Trend Micro richtet sich mit seinen Produkten an den fortgeschrittenen Anwender. Deshalb werden nicht alle Features automatisch aktiviert. Wer mehr Sicherheit will, muss selbst Hand anlegen.

Trend Micro Internet Security Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:9,0
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:19,95 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Viele Fehlalarme
  • Hohe Systembelastung
  • Wenige Zusatzfunktionen
  • Keine Mehr-Geräte-Lizenz

AVG AntiVirus Free

Wie fast alle Antivirus-Hersteller bietet auch AVG mit der Software AVG AntiVirus Free (Link: avg.com) eine kostenlose Basisversion zum Download an. In den aktuellen Tests von AV-Comparatives[2] und AV-Test[4] erzielte der Virenscanner ähnlich gute Ergebnisse wie der kostenlose Virenscanner von Avast. Mit den Top-Antivirusprogrammen Avira und Bitdefender kann der Virenscanner jedoch nicht ganz mithalten.
AVG Antivirus Free
AVG Free Scan
AVG Free Einstellungen
Die aufgeräumte Oberfläche überzeugt. Die wichtigsten Einstellungen sind sofort im Blick, nach der Installation ist der Scanner bereits gut vorkonfiguriert.

Im Vergleich mit der AVG Security Suite muss die kostenlose Version einige Abstriche hinnehmen. Das betrifft neben dem fehlenden Support und der Tatsache, dass die Version nur auf einem Rechner genutzt werden darf, einige Funktionen. Im Einzelnen fehlen die Firewall, der Daten-Safe sowie die Schutzmechanismen gegen Hacker, Keylogger und Phishing. Unter dem Strich ist die kostenfreie Version im Freeware-Segment aber recht potent.

AVG AntiVirus Free Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:9,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Mac, Android
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Wenige Zusatzfunktionen

Panda Free Antivirus

Panda Security Logo Panda Free Antivirus (Link: pandasecurity.com) verzichtet auf die Verwendung klassischer Virensignaturen. Die Entwickler setzen auf eine Schwarmintelligenz aus der Cloud. Identifiziert das Programm eine verdächtige Datei, wird die Datei mit den Daten aus der Cloud abgeglichen.

Im Test von AV-Comparatives[2] (Februar - März 2022) konnte der Virenscanner nicht überzeugen. Er fand 99,4 Prozent aller Schadprogramme. Negativ fiel die sehr hohe Fehlalarmquote auf. 24 Dateien wurden zu Unrecht als infiziert bemängelt.

Innerhalb unseres Vergleichsfeldes verursacht Panda (laut AV-Comparatives[5]) den geringsten Ressourcenverbrauch, wodurch sich der Virenscanner auch für langsamere Computer gut eignet.
Panda Free Antivirus Übersicht
Panda Free Antivirus Scan
Die VPN-Funktion ermöglicht den Schutz öffentlicher WLAN-Verbindungen. Die kostenfreie Version der Software sieht zu diesem Zweck ein Datenvolumen von maximal 150 Megabyte pro Tag vor.

In Sachen Scan-Modi ist der Panda Virenscanner gut aufgestellt. Neben dem vollständigen Systemscan bietet sich auch der gezielte Scan von kritischen Bereichen wie Cookies oder den aktiven Prozessen an. Dabei zeigt der Virenscanner über den Prozessmonitor auch das Gefahrenpotenzial aktiver Prozesse an. Hinzu kommt eine Funktion für benutzerdefinierte Scanvorgänge.
Panda Zusatzsoftware Achtung: Während der Installation fragt Panda Free Antivirus, ob Sie eine Zusatzsoftware (z. B. den Opera-Browser) mitinstallieren wollen. Deaktivieren Sie die entsprechende Option, wenn Sie dies nicht wünschen.
Panda Free Antivirus Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:8,5
Firewall:Nein
Schutz vor Phishing-Betrug:Nein
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Nein
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Nein
Verfügbar für:Windows, Android, iOS
Preis:Kostenlos
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Geringe Systembelastung
  • Viele Fehlalarme
  • Nervige Werbung
  • Kein Schutz vor gefährlichen oder betrügerischen URLs

McAfee Total Protection

Die Software aus dem Hause McAfee (Link: mcafee.com) ist vielen ein Begriff. Der Hersteller McAfee ist eines der renommiertesten Unternehmen im Bereich Online-Sicherheit. Als MS-DOS noch das gängigste Betriebssystem für Computer war, war Mcafee bereits einer der ersten Hersteller von Antiviren-Software. Da die Verbreitung von Malware zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen steckte, war die Erkennung zu dieser Zeit noch recht einfach. Heute sind Schadprogramme nicht mehr so einfach anhand von Zeichenfolgen erkennbar.

Mit einem Echtzeit-Virenscanner, einem Spam-Filter, einem Wifi-Schutz und zahlreichen Mobile-Anwendungen, die auch Smartphones und Tablets gegen Angriffe schützen, ist das Produkt bestens aufgestellt. Die Benutzerführung ist gut, auch wenn die Fülle an Informationen erst einmal überfordert.

Im Real-World-Test von AV-Test[4] schnitt McAfee mit einer Schutzrate von 100 Prozent ab. Dabei meldete sich das Programm nicht einmal zu Unrecht. Im Test von AV-Comparatives[2] schnitt McAfee jedoch sehr schlecht ab (Schutzrate: 96,1 Prozent; Fehlalarme: 4).

Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Daten wie Fotos und Dokumente können automatisch als Backup in der Cloud abgelegt werden. Das System ist darüber hinaus von Haus aus intelligent genug, um potenzielle Schwachstellen vollautomatisch zu erkennen und zu schließen.

Ein Feature namens »Side Advisor« durchforstet besuchte Webseiten und markiert potenziell unerwünschte Links und Downloads. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Google-Suche. Hinzu kommt eine Kinderschutz-Funktion, mit der Webseiten gesperrt und Nutzungszeiten definiert werden können.
Vorsicht Abo-Falle: Eine Einzelplatzlizenz der Software kostet 44,95 Euro im ersten Jahr. Beim Kauf der McAfee-Software schließt man automatisch ein Abo ab und zahlt im zweiten Jahr den Verlängerungspreis (derzeit 109,95 Euro/Jahr)! Die Option „Automatische Verlängerung“ lässt sich beim Kauf nicht abwählen.
McAfee Total Protection Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:8,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:44,95 Euro (Vorsicht Abo-Falle: 109,95 Euro im zweiten Jahr!)
Vor- und Nachteile:
  • Guter Virenschutz
  • Keine Fehlalarme
  • Schlechte Kindersicherung
  • Die MAC-Version bietet deutlich weniger Funktionen
  • Abo-Falle beim Kauf

Symantec Norton 360 Deluxe

Das Softwarepaket Symantec Norton 360 Deluxe (Link: norton.com) ist der Klassiker unter den Security-Tools. Um unbekannte Schädlinge zu identifizieren, bedient sich die Software einem Feature, das auf auffälliges Verhalten von Software reagiert. Leider produziert das Feature viele Fehlalarme. Im letzten Test von AV-Comparatives[2] (Schutzrate: 100 Prozent) wurden 35 Dateien als infiziert gemeldet, obwohl sie keinen Schadcode enthielten.
Norton Hauptcenter
Norton Scan
Norton Schnellscan
Optisch macht das Antivirenprogramm einen guten Eindruck. Norton kommt mit einer Vielzahl an Funktionen. Einige davon sind sicher sinnvoller als andere.

Vor allem die Firewall von Norton Security ist hervorzuheben. Sie gibt dem Benutzer eine größere Entscheidungsfreiheit darüber, welche Programme Zugriff auf das Netz erhalten sollen. Da es mühsam sein kann, diese Einstellungen per Hand selbst zu definieren, setzt Norton auf eine Cloud-Technologie. Diese hält die gängigen Firewall-Einstellungen für bekannte Programme bereit. Lediglich bei Software, die noch nicht in der Cloud registriert ist, muss der User selbst entscheiden.

Mit der Deluxe-Version erhält man eine Lizenz für bis zu fünf Geräte. Damit sind nicht nur stationäre Desktopcomputer oder Laptops gemeint, sondern auch mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Für die meisten Anwender wird dieser Lizenzumfang ausreichen. Wer noch mehr Geräte schützen möchte, kann mit der Premium-Version bis zu zehn Endgeräte vor Bedrohungen schützen.
Vorsicht Abo-Falle: Norton wirbt aktuell mit einem Sonderpreis (24,99 Euro/Jahr). Wer das Sonderangebot nutzt, schließt automatisch ein Abo ab und zahlt im darauf folgenden Jahr fast dreimal so viel (94,99 Euro/Jahr) - ziemlich kostspielig!
Norton Krypto-Miner Das Sicherheitsunternehmen Norton steht aktuell in der Kritik, weil es ungefragt Krypto-Miner installiert[7]. Zur Abo-Falle von Norton kommt also noch der Ressourcen-Verbrauch hinzu, den das Krypto Schürfen verursacht. Absolut überflüssig!
Norton 360 Deluxe Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutzwirkung:8,5
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Ja
Sichere-Bezahlung:Nein
Update-Manager:Nein
Passwort-Manager:Ja
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, iOS
Preis:24,99 Euro (Vorsicht Abo-Falle, 94,99 Euro im zweiten Jahr!)
Vor- und Nachteile:
  • Sehr einfache Bedienung
  • Viele Fehlalarme
  • Der erste vollständige Scan ist ungewöhnlich langsam
  • Keine Preise für Mehrfachlizenzen
  • Voreinstellung für ein Zwangsabo
  • Installiert ungefragt Krypto-Miner

ESET Internet Security

Der Virenscanner ESET Internet Security (Link: eset.com), für den die Firma ESET seit langer Zeit geschätzt wird, arbeitet grundsolide und mit einer erstaunlichen Ressourceneffizienz. Kaum ein anderer Virenscanner hat so wenig Einfluss auf die Leistung des PCs wie die ESET Internet Security.

Kernstück ist der Reputationsdienst »ESET Live Grid«. Dieser sorgt dafür, dass neue Funde in Echtzeit in die Malware-Datenbank aufgenommen werden. Im letzten Real-World-Test von AV-Comparatives[2] konnte der Echtzeitschutz leider nicht ganz überzeugen (Schutzrate: 98,9 Prozent).

An der Erkennung sollte der Hersteller also noch feilen. In Bezug auf Falschmeldungen und Bedienung gibt es keinen Anlass zur Kritik.

Die einfach zu bedienendes Oberfläche überfordert auch unerfahrene Nutzer nicht.
Eset Internet Security
Eset Scan
Eset Tools
Zu den integrierten Funktionen der ESET Internet Security gehören:
  • eine Kindersicherung
  • ein Anti-Spam-Modul
  • eine Firewall
  • ein Spyware-Schutz
  • Anti-Theft- und Anti-Phishing-Module
Mit Hilfe der Anti-Diebstahlfunktion ist es außerdem möglich, ein gestohlenes Notebook zu verfolgen, den Dieb per Webcam zu identifizieren oder diesem eine Nachricht zukommen zu lassen.

Besonders interessant ist aber der Browser, den die Firma ESET mitliefert. Dieser ist speziell abgesichert und schaltet sich immer dann automatisch ein, wenn Bank- oder Bezahlwebseiten aufgerufen werden. Durch die Verschlüsselung von Tastatureingaben schiebt dieses Feature Keyloggern einen Riegel vor. Ergänzt wird das Paket durch Spezialfunktionen wie eine automatische Schwachstellenprüfung des Systems, einen Exploit-Blocker sowie eine Botnet-Erkennung. Letztere verhindert die Remote-Steuerung durch Botnetze und erschwert die Übernahme und den Missbrauch des Systems durch Hacker.

Die neue Funktion „Sicheres Heimnetzwerk" bietet einen Scan aller angeschlossenen Netzwerkgeräte an und liefert so einen Überblick über deren Sicherheitsstatus. Der Router lässt sich darüber hinaus jetzt auf Sicherheitslücken prüfen.

ESET Internet Security Testergebnisse:
EigenschaftTestergebnis
Schutz:8,0
Firewall:Ja
Schutz vor Phishing-Betrug:Ja
E-Mail-Schutz:Ja
Kinderschutz:Ja
VPN:Nein
Sichere-Bezahlung:Ja
Update-Manager:Ja
Passwort-Manager:Nein
WLAN-Schutz:Ja
Verfügbar für:Windows, Mac, Android, Linux
Preis:34,95 Euro
Vor- und Nachteile:
  • Sehr geringe Systembelastung
  • Wenige Fehlalarme
  • Guter Netzwerkschutz
  • Schlechte Rettungs-CD

Reicht ein kostenloser Virenscanner?

Virenscanner
Windows-Benutzer sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Hersteller von Antiviren-Software profitieren von dieser Tatsache. Aber es gibt auch zahlreiche kostenlose Lösungen. Selbst Microsoft bietet mit dem Windows Defender einen kostenlosen Virenscanner an. Doch bieten kostenlose Virenscanner ausreichend Virenschutz? Oder sollte man besser ein paar Euro investieren?

Guten Virenschutz kriegt man mit kostenloser Software hin. Die Qualitätssicherung bei Kaufprodukten ist jedoch in den meisten Fällen eine deutlich höhere. Die Produkte unterscheiden sich sowohl im Funktionsumfang als auch in der Scanleistung. Die umfangreichen Analysen und Schutzfunktionen kostenpflichtiger Sicherheitspakete können im Extremfall den Unterschied machen. Die Entwicklung von leistungsfähigen Programmen ist sehr teuer. Die wenigsten Antivirenhersteller können es sich daher leisten, die Software kostenlos zu verschenken. Man sollte daher bereit sein, den in der Regel nicht allzu hohen Beitrag, für den eigenen Schutz zu leisten.

Wichtig auch: Bei kostenfreien Programmen steht man bei Schwierigkeiten erstmal alleine da. Nutzer von kostenpflichtigen Programmen genießen einen bevorzugten Support. Darüber hinaus kommen bei Freeware-Programmen sehr oft nervende Werbehinweise hinzu. Die sollen den Benutzer aufdringlich zum Kauf der Bezahlversion verleiten. Drei kostenlose Varianten sind Avast Free Antivirus, AVG AntiVirus Free und Microsoft Windows Defender.

Kostenlose Virenscanner vs. Kostenpflichtige Virenscanner:
Ausstattung Virenscanner
Kostenlos Kostenpflichtig
Virenschutz (bekannte Schädlinge) Ja Ja
Virenschutz (unbekannte Schädlinge) Ja Ja
Kinderschutz Meist Nein Meist Ja
Werbung Meist Ja Meist Nein
Ransomware-Schutz Meist Nein Meist Ja
Schutz vor Betrugs / Abzock-Seiten Meist Nein Meist Ja
Sicheres Online-Banking Meist Nein Meist Ja
Schwachstellen­bewertung Meist Nein Meist Ja
VPN Meist Nein Meist Ja
Support Normaler Support Bevorzugter Support

Vorsicht vor Abofallen

Automatische Verlängerung
Wer sein Antivirenschutz direkt beim Hersteller bestellen möchte (empfohlen), sollte sehr vorsichtig sein! Bei einigen Herstellern schließt man während der Bestellung automatisch ein Abo ab. Bei McAfee und Norton ist eine Bestellung ohne Abo gar nicht möglich! Bei Avira, Bitdefender, F-Secure, Kaspersky und Trend Micro muss der Kunde die Option „Automatische Verlängerung“ abwählen.

Lediglich bei Eset muss man bei der Bestellung freiwillig einen Haken setzen, wenn man eine automatische Verlängerung möchte.

Virenscanner Preis (im ersten Jahr) Ver­längerungs­preis Autom. Verlängerung standard­mäßig aktiviert
Avira Icon Avira Internet Security 44,95 Euro 44,95 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Bitdefender Icon Bitdefender Internet Security 29,99 Euro 49,99 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Eset Icon ESET Internet Security 34,95 Euro 34,95 Euro Nein (optional)
F-Secure Icon F-Secure SAFE 29,90 Euro 49,90 Euro Ja (ab­wähl­bar)
Kaspersky Icon Kaspersky Internet Security 29,95 Euro 39,95 Euro Ja (ab­wähl­bar)
McAfee Icon McAfee Total Protection 44,95 Euro 109,95 Euro Ja (ver­pflicht­end)
Norton Icon Symantec Norton 360 Deluxe 24,99 Euro 94,99 Euro Ja (ver­pflicht­end)
Trend Micro Icon Trend Micro Internet Security 19,95 Euro 49,95 Euro Ja (ab­wähl­bar)

Antiviren-Software nur direkt beim Hersteller kaufen!

Ein Antivirus-Programm kann selbst infiziert sein. Daher ist es wichtig, dass Sie diese Software direkt vom Hersteller (einer zuverlässigen Quelle) beziehen. Die meisten Programme nutzen zwar Prüfroutinen, um festzustellen, ob sie manipuliert wurden. Manche Betrüger nutzen jedoch Techniken, die gezielt auf diese Prüfroutinen abzielen.

Auch Mac- und Android-User sind gefährdet

Ein verbreiteter Mythos ist, dass Mac- und Android-Systeme immun gegen Computerschädlinge sind. Das stimmt nicht ganz. Viren, Trojaner und andere Schädlinge sind sicherlich eher ein Problem von Windows- als von Mac- und Android-Benutzern. Wir möchten aber betonen, dass sich auch diese Benutzer nicht allzu sicher fühlen sollten. Besonders für Android-Benutzer steigt die Gefahr einer Infektion in den letzten Jahren enorm. Für den Mac-Computer und das Android-Smartphone ist ein Virenscanner empfehlenswert.

Unter iOS, iPadOS (iPhone, iPad) benötigen Sie keinen Virenscanner. Das Apple-Betriebssystem ist so konzipiert, dass jede App in einem eigenen Bereich (in der sogenannten Sandbox) läuft. Innerhalb der Sandbox kann eine App tun und lassen, was sie will (unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien), aber sie kann die Sandbox nicht verlassen und das Betriebssystem oder andere Apps schädigen. Lesen Sie auch: Virenscanner auf dem iPhone: Sinnvoll oder unnötig?

Die meisten Antiviren-Hersteller bieten inzwischen Programme für alle Plattformen an:
  • Avast, AVG, Avira, Bitdefender, F-Secure, Kaspersky, McAfee, Symantec (Windows, Mac, Android, iOS)
  • Eset (Windows, Mac, Linux, Android)
Einiger Hersteller, darunter Eset, F-Secure und Trend Micro bieten sogar kostenlose Online-Virenscanner an. Online Virenscanner testen Ihren Computer kostenlos auf Malware - ohne aufwendige Installation.

Hilfe und Unterstützung bei technischen Fragen

Sollte es einmal Probleme geben, stehen verschiedene Hilfs- und Kontaktmöglichkeiten direkt bei den Antivirus-Herstellern zur Verfügung. Nicht selten sind diese auf der Internetseite versteckt, daher nachfolgend ein Überblick über die verschiedenen Support-Leistungen der Antivirus-Hersteller.

Abschließender Kommentar

Mit einem guten Virenscanner und ein paar grundlegenden Virenschutzmaßnahmen sollten Sie sich sicher im Internet bewegen können. Die Leistungsfähigkeit aller getesteten Virenscanner zeigt: Das Gesamtniveau ist gestiegen. Für PC-Nutzer gibt es keine Ausreden mehr: Geringe Systembelastung, hohe Zuverlässigkeit – kein Rechner sollte ohne Virenscanner laufen. Empfehlenswerte Virenscanner für Computer und Handy sind Bitdefender Internet Security und Avira Internet Security (ab 30 Euro/Jahr). Wenn es kostenlos sein soll, sind die Virenscanner Avast Free Antivirus und AVG AntiVirus Free eine gute Wahl.

Ein Restrisiko bleibt immer. Den perfekten Schutz für den Computer gibt es nicht. Man kann seinen Computer natürlich gegen eine Vielzahl von Bedrohungen schützen. Aber auch diese Schutzmaßnahmen haben immer ihre Grenzen.

Unsere Bewertungskriterien, so bewerten wir

Die anfangs eher übersichtliche Anzahl von Virenscannern hat sich in den vergangenen Jahren vertausendfacht: Es gibt kaum ein Land, in dem nicht ein oder mehrere Hersteller an Scan-Engines arbeiten. In unserem Antivirus Test stellen wir Ihnen die bekanntesten Antivirenprogramme vor. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Erkennungsraten. Ein genauer Scanner ist nicht wirklich hilfreich, wenn er sich nicht vernünftig bedienen lässt oder den Computer bis zur Unbenutzbarkeit ausbremst.

Nach den nachfolgenden Kriterien platzieren wir die verschiedenen Virenscanner in unserer Rangliste:

Schutz

Testdaten von AV-Comparatives und AV-Test

An erster Stelle steht natürlich die Qualität der Malwareerkennung. Der Scanner muss alle Arten von Malware erkennen. Um verlässliche und unabhängige Daten über die Malwareerkennung liefern zu können, ziehen wir die Testdaten der Testlabore AV-Comparatives[2][3] und AV-TEST[4] heran.

Aus den gesammelten Testdaten errechnen wir schließlich eine Virenschutz-Punktzahl. Wir haben ein Bewertungssystem entwickelt, mit dem wir eine Punktebewertung von 0 bis 10 vornehmen.

Beispiel-Auswertung der AV-Comparatives Testdaten:
Real World Protection
Real World Test
False Positives
False Positives
Wichtig: Auch die „false positives“-Testergebnisse fließen in unsere Virenschutz-Bewertung ein. Antiviren-Programme sind nicht perfekt. Man kann davon ausgehen, dass jede Antivirus-Software irgendwann einen Fehlalarm verursacht. Seien Sie sich also bewusst, dass nicht jede Virenmeldung, die Sie erhalten, gültig sein muss. Ein Virenscanner darf im Idealfall keine Fehlalarme ("False Positives") produzieren. Gibt der Scanner viele Falschmeldungen aus, löscht der Anwender möglicherweise ungewollt Dateien. Dateien, die gar nicht infiziert sind. Oder er klickt bald genervt automatisch auf "ignorieren". Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis das erste echte Schadprogramm "durchrutscht".

Als Ergänzung beziehen wir seit Oktober 2021 den Malware-Protection-Test von AV-Comparatives[3] mit in unsere Bewertung ein.

Software

Systemauslastung

Testdaten von AV-Comparatives und AV-Test
  • Ein Schutzprogramm sollte den Computer möglichst nicht bremsen. Um verlässliche Daten liefern zu können, ziehen wir die Testdaten der Testinstitute AV-Comparatives[5] und AV-Test[4] heran.

    Systembelastung AV-Comparatives
    Beispiel-Auswertung

Bedienung

  • Ein Virenscanner muss zuverlässig funktionieren und einfach zu bedienen sein. Der zuverlässigste Virenscanner (aktuell: Bitdefender Internet Security) ist nutzlos, wenn er dem Computer-Nutzer nichts als Probleme macht (Abstürze, Aufhänger, Einfrieren). Oder wenn er den Benutzer mit Meldungen allein lässt bzw. zu viel Wissen voraussetzt. Ein solcher Scanner würde nur noch unwillig und irgendwann gar nicht mehr eingesetzt werden.

    Hinweis: Die Beurteilung der Bedienung ist eine größtenteils subjektive Meinung. Und ein absolut legitimes Thema für Debatten. Gerne können Sie an unserer Umfrage auf Surveymonkey.com teilnehmen.

Ausstattung

  • Erst danach kommt die Beurteilung weiterer Zusatzfunktionen und Extras aller Art. Heutige Security-Suiten enthalten eine Vielzahl von Zusatzfunktionen. Bringt der Virenscanner praktische Sicherheitskomponenten wie z. B. eine Firewall, ein Passwort-Manager, eine Kindersicherung, ein VPN und ein Update-Manager mit, lässt sich der Gesamteindruck noch etwas verbessern

Wir nutzen die jeweils aktuellen Testversionen der Antivirenprogramme. Die Bewertung der Ausstattung und Bedienung gestaltet sich als enorm aufwendig. Aus diesem Grund führen wir die Bewertung nur 1-mal pro Jahr und Antivirenprogramm durch.

Unsere Testsysteme

  • Für die Tests der Virenscanner-Software („Ausstattung und Bedienung") nutzen wir die Virtualisierungssoftware VirtualBox mit installiertem Windows 10 Betriebssystem (64-bit).

Weitere Herstellerunabhängige Informationsquellen

Das richtige Antivirenprogramm für sich auszuwählen, kann sehr schwierig sein. Es gibt viele Programme, die sich teils deutlich im Preis unterscheiden. Einige Programme können den Computer drastisch verlangsamen, während Sie andere kaum bemerken. Beziehen Sie verschiedene Online-Tests in Ihre Entscheidung mit ein. Weitere Tests finden Sie auf den folgenden Webseiten: Falls Sie sich für einen kostenpflichtigen Virenscanner entscheiden: Einige Antivirus-Hersteller bieten kostenlose Testversionen ihrer Antivirus-Software an. So können Sie sich kostenlos einen eigenen Eindruck von der Software verschaffen.

Einzelnachweise

  1. av-test.org: „Das AV-TEST Institut registriert täglich mehr als 450.000 neue Schadprogramme.“
  2. a b c d e f g h i j k l m av-comparatives.org: Real-World Protection Test Feb-März 2022 - Factsheet
  3. a b c d e av-comparatives.org - Malware Protection Test März 2022
  4. a b c d e f g h av-test.org - Die besten Windows Antivirus-Programme für Privatanwender (Juni 2022)
  5. a b c d e f av-comparatives.org - Performance Test April 2022
  6. test.de: Sicherheitssoftware im Test
  7. a b derstandard.at: Norton 360: Antivirenprogramm installiert ungefragt Krypto-Miner auf Rechner seiner Nutzer
  8. golem.de: Avast überwacht den Browser und verkauft Nutzerdaten

Letzte Änderung am 01.08.2022: Die Testergebnisse von AV-Test wurden aktualisiert.

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